Foto: Marokkanische Schüler lachen DRK/Marokkanischer Roter Halbmond

Marokko: Hilfe zur Selbsthilfe in abgelegenen ländlichen Gebieten

Armut und Naturkatastrophen belasten die ländliche Bevölkerung in Marokko. Das DRK unterstützt den Marokkanischen Roten Halbmond bei infrastrukturellen Verbesserungen und Schulungen im Gesundheits- und Bildungsbereich.

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Naturkatastrophen stellen eine enorme Gefahr für die Bevölkerung Marokkos dar. Neben Überflutungen, Kältewellen und Erdbeben sind auch wiederkehrende Dürren ein großes Risiko für die vorwiegend von der Landwirtschaft abhängige Bevölkerung.

Die Menschen in den ländlichen Gebieten leben größtenteils in Armut. Das Leben auf dem Land ist durch harte Arbeit und schwierige klimatische Bedingungen geprägt.

Insbesondere im Bildungssektor und im Bereich Gesundheit bestehen Defizite. Die Schulinfrastruktur auf dem Land weist große Mängel auf: Fehlende Fenster, undichte Dächer und der Mangel an sanitären Einrichtungen erschweren unter anderem die Durchführung eines geregelten Unterrichts. Im Gesundheitsbereich fehlt es neben der erforderlichen Infrastruktur zudem am nötigen Vertrauen der traditionell ausgerichteten Menschen in die moderne Medizin.

Wie wir helfen

Das Deutsche Rote Kreuz arbeitet vor Ort seit mehreren Jahren mit seiner Schwestergesellschaft, dem Marokkanischen Roten Halbmond (MRH), zusammen.

Ausbildung in Erste Hilfe

Zielgebiet des Projektes ist die Gemeinde Ait M´hamad im Mittleren Atlasgebirge. Um die Menschen besser auf Naturkatastrophen vorzubereiten, werden im Rahmen des Projektes zunächst die freiwilligen Mitarbeiter*innen des MRH ausgebildet - mit dem Ziel, dass mindestens ein Mitglied pro Haushalt in Grundkenntnissen der Ersten Hilfe geschult ist.  

Verbesserung im Gesundheitsbereich

Im Bereich Gesundheit wird in Absprache mit den lokalen Vertretern des Gesundheitsministeriums dringend benötigte Ausrüstung für eine Gesundheitsstation beschafft, die über 20.000 Menschen versorgt. Zudem ist geplant, bauliche Verbesserungen durchzuführen, die Wasserversorgung der Station zu verbessern und sanitäre Anlagen zu errichten.  Einen weiteren Schwerpunkt bildet der Bereich „gemeindeorientierte Gesundheit“: Die Freiwilligen des MRH werden mit Aufklärungskampagnen die wichtigsten Gesundheitsrisiken und deren Behandlung erläutern und dazu beitragen, das Misstrauen der Bevölkerung gegenüber den Gesundheitsstrukturen abzubauen.

Katastrophenvorsorge an Schulen

Im Bereich Bildung werden insgesamt zwölf Schulen renoviert und teilweise mit sanitären Anlagen versehen. Gleichzeitig wird mit der Schulgemeinschaft ein Sicherheitsplan erstellt, der Evakuierungen und Erste Hilfe-Leistungen im Notfall ermöglicht. Alle Lehrerinnen und Lehrer werden in Erste Hilfe ausgebildet und auch die Schülerinnen und Schüler erhalten eine Einführung. Die erworbenen Kenntnisse werden im Rahmen einer Evakuierungsübung erprobt.

Der MRH verfügt über eine nationale Einsatzgruppe, die im Katastrophenfall sicherstellt, dass dem staatlichen Mandat, im Katastrophenfall zu helfen, nachgekommen werden kann. Mitglieder dieser Gruppe werden im Rahmen des Projektes von Freiwilligen des Deutschen Roten Kreuzes geschult und können sich mit den Kollegen aus Deutschland fachlich austauschen.

Das Projekt

Region: Marokko, Provinz Azilal Gemeinde Ait M´hamad
Projektvolumen: 251.300 Euro
Finanzierung: Staatskanzlei Sachsen und Spenden
Umsetzungszeitraum: 1.7.2019 bis 31.12.2020

Helfer vor Ort

  • Hamid Aithssain, 30 Jahre
    Foto: Portrait einer marokkanischen Rothalbmondhelfers Marokkanischer Roter Halbmond

    Hamid lebt im Zentrum der Gemeinde Ait M´hamad, hat drei Kinder im Alter von 7, 5 und 2 Jahren und arbeitet in der Landwirtschaft. Seit Juli 2019 Freiwilliger beim Marokkanischen Roten Halbmond. Zunächst hat er aus Neugier an einer Erste-Hilfe-Schulung, die durch die Staatskanzlei Sachsen finanziert wurde, teilgenommen. Er merkte schnell, dass ihm die Fortbildungen Spaß machen, und dass das Wissen, das er sich dadurch aneignet, im Alltag wichtig ist. Im Dezember hat er an einer Schulung teilgenommen, um selbst Erste-Hilfe-Ausbilder zu werden. Er muss nun drei Erste-Hilfe-Schulungen unter Supervision durchführen, dann hat er es geschafft und ist ein vollwertiger Ausbilder. Gefragt, was er sich noch von dem Projekt bzw. vom MRH wünscht, sagt er: Noch mehr praktische Schulungen, damit er sich und seiner Gemeinde im Ernstfall helfen kann.

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