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Helferportraits: Im Einsatz für Menschen in Not

In Deutschland, in Europa und weltweit sind sie im Einsatz, um sich für Menschen in Not einzusetzen: die Helfer des Deutschen Roten Kreuzes. Ihre Arbeit ist facettenreich. Sie engagieren sich im Katastrophenschutz, in der Katastrophenhilfe, der Flüchtlingshilfe aber auch dafür, Erinnerungen zu bewahren. Wir stellen Ihnen hier einige Helfer und ihre Geschichten vor.

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  • Als Hebamme in griechischen Flüchtlingscamps

    Foto: DRK-Delegierte mit ihrer Übersetzerin in einem Zelt A. Schürmann/DRK
    Ariane Schürmann mit ihrer Dolmetscherin Faraah

    Die bei der DRK-Schwesternschaft in Essen ausgebildete Krankenschwester Ariane Schürmann half schon 2015 beim Ebola-Ausbruch in Liberia. Die Arbeit in den griechischen Flüchtlingscamps war ihr zweiter internationaler DRK-Einsatz.

    „Ich war im Frühjahr 2016 drei Wochen lang in den Flüchtlingslagern Nea Kavala und Cherso nahe der griechisch-mazedonischen Grenze tätig. Die Bedingungen in den Camps waren teils schlimm und die Versorgung der Menschen mangelhaft. Oft warteten meine Patientinnen schon zu Sprechstundenbeginn vor der Mutter-Kind-Station.

    Es hat mich beeindruckt, wie persönlich die Gespräche trotz der Sprachbarriere – und dank meiner Dolmetscherin Faraah – waren. Und wenn wir Zeltbesuche machten, waren die Menschen unglaublich gastfreundlich: Ihr ganzes Hab und Gut war in diesem kleinen Zelt. Und trotzdem wollten sie Essen und Trinken mit mir teilen!“

    Im DRK-Blog teilt Ariane Schürmann mehr von ihren Eindrücken in Griechenland.

  • Engagement in der Bereitschaft, wo immer es nötig ist

    Portrait eines DRK-Ehrenamtlichen B. Holz

    Birger Holz engagierte sich bereits im JRK für die gute Sache, zuletzt als Gruppenleiter. Vor 35 Jahren zog es ihn zu unserer Bereitschaft. Mittlerweile ist er 1. Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes Oldenburg-Stadt – und hilft weiterhin in der Bereitschaft, wo immer es nötig ist.

    „Ich bin gewissermaßen ein ‚DRK-Eigengewächs‘ und schon von Kindesbeinen an für das DRK aktiv. Seit 1983 habe ich in der Bereitschaft die verschiedensten Funktionen ausgefüllt. Als gelernter Koch habe ich unter anderem viele Verpflegungseinsätze geleitet, etwa bei einem Großbrand.

    Von den ungezählten Einsätzen ist mir der für die Flüchtlingshilfe im Jahr 2015 in besonderer Erinnerung geblieben: Als wir nachts um halb vier nach dem Aufbau auf die Ankunft der Geflüchteten warteten, kamen plötzlich etwa 30 Freiwillige aus der Nachbarschaft und sagten: ‚Wir helfen mit, die Menschen zu betreuen.‘ Diese Zivilcourage hat mich wirklich beeindruckt!“

  • Neben dem Studium die Wasserversorgung in Uganda verbessern

    Foto: Portrait einer DRK-Delewgierten in Uganda I. Diener/DRK

    Isabel Diener (30) ist Medizinstudentin, Rettungsassistentin und Zugführerin im Katastrophenschutz beim DRK in Köln. Sie wollte schon als kleines Kind humanitäre Helferin werden und begann bereits als 13-jährige im Schulsanitätsdienst.

    „Mein dritter Auslandseinsatz führte mich im April 2017 fünf Wochen in den Norden Ugandas, um südsudanesische Flüchtlinge mit sauberem Wasser zu versorgen. Dafür betreute ich das Labor der Trinkwasseraufbereitungsanlage in Kamukamu am Weißen Nil.

    Besonders morgens gab es jede Menge zu tun: Während die Sonne über dem Nil aufging, startete ich den Dieselgenerator der Anlage und nahm gemeinsam mit meinen Laborkollegen die ersten Wasserproben. So stellten wir sicher, dass der Chlorgehalt stimmt und das Wasser gereinigt bei den Bewohnern der umliegenden Flüchtlingscamps ankommt. “

    In ihrem Blog berichtet Isabel Diener von ihren Hilfseinsätzen mit dem DRK.

  • Engagement im Seniorenzentrum

    Foto: türkische DRK-Ehrenamtliche Temel

    Fatma Temel ist eine von etwa 30 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern im „Haus am Sandberg“. Die meisten Bewohner reagieren begeistert auf ihr türkisches Frühstück. Und wenn ein Herr doch einmal kritisch blickt, dann bricht Fatma Temel einfach das Eis, indem sie ihn auf einen leckeren Cay, den türkischen Tee, einlädt.

    „Ich hatte schon immer vor, mich ehrenamtlich zu engagieren. 2007 hatte ich dann die Gelegenheit, einen Kulturverein beim Besuch im Seniorenzentrum ‚Haus am Sandberg‘ zu begleiten. Das „Haus am Sandberg“ ist multikulturell, das heißt, dass die Bewohner nicht alle aus Deutschland, sondern einige auch aus anderen Ländern stammen.

    Seit meinem ersten Besuch vor über zehn Jahren sind meine Dienstage nun fest reserviert, um den Bewohnern mit einem türkischen Frühstück Freude und etwas Abwechslung zu bereiten. Es ist schön zu sehen, wie begeistert die Menschen das Frühstück annehmen. Das Haus und seine Bewohner sind mir richtig ans Herz gewachsen.“

    Über Fatma Temel und das ‚Haus am Sandberg‘ erfahren Sie hier mehr

  • Flüchtlingen bei der Integration helfen

    Foto: Zwei DRK-Helfer - Mann und Frau - in Einsatzkleidung Thiel

    Tim-Alexander Thiel und seine Frau waren 2015 und 2016 für das DRK im Kreisverband Nienburg in der Flüchtlingshilfe aktiv. Die Thiels haben eine längerfristige Verbindung zu einem syrischen Ehepaar aufgenommen. Das Paar hat mittlerweile beruflich Fuß gefasst und lebt vier Kilometer entfernt in einer eigenen Wohnung.

    Der Hilfseinsatz für Flüchtlinge war eine enorme Herausforderung. Doch im Ernstfall helfen zu können und die Dankbarkeit zu spüren, gab uns eine unbeschreibliche Kraft. Nach der Soforthilfe haben wir uns um die Integration der Menschen gekümmert: In einer Notunterkunft haben wir Deutschunterricht angeboten, Sportveranstaltungen für Kinder und Jugendliche organisiert und mit der Flüchtlingshilfe Nienburg Spendenaktionen durchgeführt.

    Der Zusammenhalt in Nienburg war stark. Auch Privatpersonen haben geholfen, zum Beispiel bei der Essensausgabe. Gemeinsam haben wir den Flüchtlingen ein Gefühl des Willkommenseins gegeben.

  • Hilfe von Säckingen bis Monrovia

    Foto: Portrait eines DRK-Mitarbeiters Frommherz

    Christoph Dennenmoser ist Rotkreuzbeauftragter des DRK-Kreisverbandes Säckingen. Er erstellt unter anderem Einsatzkonzepte, führt Sanitätswachdienste oder hilft bei der Trinkwasseraufbereitung im Ausland. Dabei stellt er sich sehr gerne immer neuen Herausforderungen.

    „Eigentlich suchte ich immer einen Weg, ‚die Welt zu retten‘, landete zunächst aber im Verkauf. Doch dann habe ich mich zum Rettungsassistenten ausbilden lassen und kam dadurch zum Roten Kreuz. Die vielfältigen Möglichkeiten, regional und international, begeistern mich bis heute!

    Weil ich einfach sehr gerne helfe, bin ich seit 2003 Rotkreuzbeauftragter für den Katastrophenschutz. Auch auf den Philippinen und in Liberias Hauptstadt Monrovia war ich bereits im Einsatz. Die Welt kann ich immer noch nicht retten, aber sie ein bisschen besser zu machen, funktioniert ganz gut.“

  • DRK-Einsätze technisch absichern

    Foto: Ein DRK-Helfer lehnt sich auf eine Krankenhausliege. BECKERMEDIA/Walter Keuthage

    Michael Sachse hat sich als langjähriger Logistikleiter in einer Maschinenfabrik umfangreiches technisches Fachwissen angeeignet. Dieses Wissen und seine 20-jährige Erfahrung als betrieblicher Ersthelfer bringt er nun im DRK-Kreisverband Rhein-Sieg und im Ortsverein Windeck ein.

    „Ich habe erst mit über 50 Jahren Zeit gefunden, dem DRK beizutreten. Ich bin also ein echter Späteinsteiger. Es hat mich begeistert, dass ich trotzdem von allen – den jungen und den erfahrenen – Rotkreuz-Kollegen herzlich aufgenommen worden bin und auch meine bestehenden technischen Kenntnisse einbringen konnte.

    Angefangen habe ich in der Sanitätseinheit. Im Trupp kümmerten wir uns um Hilfsbedürftige auf Großveranstaltungen. Danach bin ich zur Einheit ‚Technik und Sicherheit/Katastrophenschutz‘ gewechselt. Hier helfe ich, Behandlungsplätze aufzubauen und mit Wasser und Strom zu versorgen. So können die anderen Einheiten sicher arbeiten.“

  • Hilfe für Geflüchtete in Griechenland

    Foto: Portrait einer DRK-Helferin Schulz

    Ann-Christine Schulz aus Mainz ist seit 1999 Mitglied der Schwesternschaft. Dadurch ist sie 2005 zu ihrem ersten Einsatz für das DRK gekommen. Seitdem hat sie sich u. a. in Pakistan, Sri Lanka, Haiti und Griechenland für Menschen in Not eingesetzt.

    „Im Januar 2017 flog ich nach Griechenland, um als leitende DRK-Krankenschwester Flüchtlinge zu versorgen. Die meisten von ihnen stammten aus Syrien. Viele kamen mit Kopf- oder Rückenschmerzen, andere mit einer Erkältung.

    Für mich kristallisierte sich aber ein gemeinsames Problem heraus: Alle hatten einen großen Redebedarf, denn der psychische Druck auf die Flüchtlinge war und ist gewaltig. Darum war die psychologische Unterstützung, und wenn sie nur kurz war, oftmals am wichtigsten. Das, was die syrischen Flüchtlinge am meisten bewegt, lässt sich nun mal nicht mit einer Tablette ändern.“

    Lesen Sie auch den Beitrag von Ann-Christine Schulz im DRK-Blog.

  • Hilfe mit Wasser und Technik

    Foto: DRK-Mitarbeiter mit afrikanischem Helfer beim Aufbau einer Wassrraufbereitungsanlage Kerpa

    Konrad „Conny“ Kerpa ist ausgebildeter Feuerwehrmann und Rettungsassistent. Er hat sich vielerorts für Menschen in Not eingesetzt. Unter anderem hat er geholfen, 2010 auf Haiti ein mobiles Krankenhaus und 2013 ein Basislager auf den Philippinen zu errichten. 2014 war er im Südsudan gegen Cholera und in Liberia gegen Ebola im Einsatz.

    „Ich bin schon 1978 mit 15 Jahren als Freiwilliger zum DRK-Kreisverband Neukölln in Berlin gekommen. 1997 war ich zum ersten Mal ‚draußen‘ bei der Versorgung von Hochwasseropfern im deutsch-polnischen Grenzgebiet. Zwei Jahre später absolvierte ich in Mazedonien den ersten Lehrgang in Sachen Trinkwasseraufbereitung. Seitdem drehen sich meine Einsätze um Wasser, Gesundheit und Technik: Zuletzt war ich in Uganda und habe den Aufbau einer Trinkwasseraufbereitungsanlage geleitet.

    Ich habe viel gelernt und tue das bis heute. Es macht mir Spaß, in einem multinationalen Team zu arbeiten und etwas aufzubauen, das notleidenden Menschen hilft.“

  • Betroffenen eine Stimme geben

    Foto: DRK-Mitarbeiterin mit syrischen Flüchtlingskindern im Libanon Oana Bara/DRK

    Als Kommunikations-Delegierte beim DRK besucht Oana Bara Projekte im Libanon und in den Nachbarländern, um dort mit Menschen zu sprechen, die Hilfe benötigen.

    Sie sagt: „Ein großer Teil meiner Arbeit ist das Erzählen der Geschichten von betroffenen Menschen. In den Interviews, die ich mit ihnen führe, höre ich oft zu, wie unvorstellbare Schicksale geschildert werden. Nichtsdestotrotz habe ich viele Situationen erlebt, in denen ich vor allem Bewunderung für die Menschen habe.“ Schon als Jugendliche hat sie sich stark mit humanitären Werten, verschiedenen Kulturen und Migration auseinandergesetzt.

    Im Interview berichtet sie über ihre Arbeit, ihre Motivation und Herausforderungen.

  • Die Erinnerung bewahren

    Foto: Portrait eines DRK-Mitarbeiters R. Schlösser/DRK

    Seit dem Jahr 2000 leitet Rainer Schlösser das Rotkreuz-Museum in Luckenwalde (Brandenburg). Sein enormes Fachwissen über die deutschen Rotkreuz-Museen stellte er 2016 auch auf der Konferenz „Histories of the Red Cross Movement“ in Australien vor.

    „Henry Dunant entwickelte vor gut 150 Jahren die Idee, Menschen in Not zu helfen – ohne auf Herkunft, Religion oder Nationalität zu achten. Es ist bewundernswert, wie aus der Idee eines Einzelnen die größte humanitäre Bewegung der Welt werden konnte.

    In der ‚Stiftung Rotkreuz-Museum im Land Brandenburg‘ bringe ich Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern diese beeindruckende Erfolgsgeschichte nahe. Außerdem organisiere ich alle zwei Jahre eine zehntägige Studienreise, um gemeinsam mit Interessierten aus ganz Deutschland Dunants historischen Spuren zu folgen. “

  • Mit einer Schulaktion Obdachlosen helfen

    Foto: Vier Schülerinnen mit Pfandsammelplakat vor einem Weihnachtsmarktstand Gymnasium Filder Benden
    Engagiert: Die Schüler des Gymnasiums Filder Benden standen sogar auf dem Weihnachtsmarkt in Moers, um Geld für die gute Sache zu sammeln.

    Die Schüler des Gymnasiums in den Filder Benden in Moers wollten ganz gezielt Obdachlosen helfen. Dazu hatten sie die Aktion „Dein Pfand gegen Armut“ organisiert und insgesamt 905 Euro gesammelt.

    An ihrer Schule stellten die Schüler Sammeltonnen für Pfandflaschen auf und lösten das Pfandgeld ein. Darüber hinaus verkauften sie auf dem Moerser Weihnachtsmarkt Selbstgebackenes und baten die Besucher, das Pfandgeld der Glühweinbecher zu spenden.

  • Durch eine private Spendenaktion helfen

    Foto: Portrait einer DRK-Spenderin www.simonpugh.com

    Sandra Schönewolf prüfte genau, welche Organisation sie unterstützen wollte. Sie entschied sich für das DRK, denn es „steht für eine internationale Organisation mit langer Geschichte, mit weltweiten Einsätzen, vielen Helfern und Ärzten und vielen Freiwilligen“.

    „Im Oktober 2015 strandeten Flüchtlinge in einem Brüsseler Park. Sie besaßen nichts, wirkten verängstigt und verloren. Hilfsorganisationen warben um Freiwillige und baten um Sachspenden. Das dann folgende Engagement der Zivilbevölkerung hat mich sehr beeindruckt. Auch meine Kinder und ich beteiligten uns. Wir erlebten bewegende Situationen und auch viel Dankbarkeit.

    Mir war immer klar, dass ich zu meinem 50. Geburtstag zu einer Spendenaktion aufrufen wollte. Nun wusste ich auch wofür. Meine Gäste teilten gerne die Idee und eine stolze Summe kam zusammen. Beide Erlebnisse zeigen, man kann gemeinsam viel Positives erreichen und bewegen.“

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