Foto: Junge Frau im Wasser vor überfluteten Hütten Bangladesh Red Crescent Society
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Bangladesch: Schutz vor reißenden Fluten

Als eines der ärmsten Länder der Welt ist Bangladesch stark vom Klimawandel beeinflusst. Erst vor zwei Monaten starben bei starken Monsun-Regenfällen über 300 Menschen.

„Wir haben frühzeitig reagiert und in unseren Projektregionen Vorsorgemaßnahmen eingeleitet, damit die Menschen sich noch vor dem Eintreffen der Katastrophe dagegen wappnen. Zugleich bereiten wir uns auf weitere umfangreichere Hilfsmaßnahmen vor“, sagt Emilio Teijeira, Büroleiter des DRK in Bangladesch.

Foto: Portrait eines lächelnden Jungen aus Bangladesch
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Vorsorge treffen

Statistiken zeigen, dass das Land im Schnitt drei Mal im Jahr von starken Unwettern heimgesucht wird. Alle drei bis fünf Jahre sind die Monsun-Regenfälle so stark, dass die Dämme überschwemmt werden.

Das DRK unterstützt die Menschen in Bangladesch seit vielen Jahren dabei, die wiederkehrenden Katastrophen besser zu bewältigen und sich, z. B. bei der landwirtschaftlichen Planung, an den Klimawandel anzupassen. In der 20-Millionen-Stadt Dhaka unterhält das DRK zudem ein Erdbebenprojekt: Zusammen mit der lokalen Feuerwehr und anderen Ersthelfern werden Aktionstage zum richtigen Verhalten im Notfall organisiert.

Ein Teil der Hilfe erfolgt durch die Finanzierung von vorsorglichen Maßnahmen, das sogenannte „Forecast-based Financing“. In Bogra, im Norden Bangladeschs, hat das DRK ein Frühwarnsystem auf der Grundlage von Wettervorhersagen eingerichtet: „Damit können wir schon Tage im Voraus erkennen, dass Flüsse überschritten werden und können somit Menschen in der Region schon vor der Katastrophe mit kleineren Bargeldbeträgen und Nothilfepaketen helfen, sich selbst zu helfen“, erklärt Daniel Becker, Länderreferent für Südasien.

„...Danach sind immer viele Krankheiten ausgebrochen“

Redoyan (17) aus Hatiya über weggeflogene Dächer und die nötige Hilfe: „Es gibt bei uns starke Zyklone. Das sind Stürme, die große Flutwellen auf unsere Insel Hatiya im Süden von Bangladesch zutreiben und immer wieder zu großen Schäden führen. Ich kann mich noch an einige Zyklone erinnern. Danach sind aufgrund der Überschwemmungen immer viele Krankheiten ausgebrochen. Es gibt kaum sauberes Trinkwasser nach solchen Stürmen und viele Menschen leiden unter Durchfall.

Beim Zyklon Sidr im Jahr 2007 war der Wind so stark, dass unser Haus schwer beschädigt wurde. Unser Dach ist weggeflogen und unsere Küche ist zusammengestürzt. Ich habe damals schon als Freiwilliger für den Roten Halbmond mitgemacht und konnte viele Menschen im Dorf vor dem Sturm warnen. Mein Vater war sehr stolz auf mich.

Es wäre gut, wenn wir noch bessere Wettervorhersagen für Hatiya hätten, damit wir schon im Voraus wissen, wann die Stürme kommen. Es ist wichtig, dass es den Roten Halbmond gibt, der die Menschen rechtzeitig warnt, und dass es sichere Häuser gibt, in denen die Menschen und auch ihre Kühe, Ziegen und Hühner beim Sturm Schutz finden.“


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