Afrika, Hilfsprojekte, Deutsches Rotes Kreuz, Trinkwasser, Wasser, Wasserversorgung, Brunnen, Hygiene, Bevölkerung, Kleinkinder, Geschwister Gero Breloer / DRK
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Uganda: Von der Nothilfe zur Integration

Kriegsflüchtlinge aus dem Südsudan erhalten Zuflucht und ein neues Zuhause in Uganda.

„Ich habe gesehen, wie die Menschen – der größte Teil von ihnen sind Frauen und Kinder – in den Camps ankommen. Sie haben Schreckliches hinter sich. Sie sind tagelang über das Land geirrt und haben bis auf das, was sie am Leib tragen, alles verloren. Oft mussten sie sich verstecken vor bewaffneten Truppen“, erzählt die DRK-Vizepräsidentin Donata von Schenck, nachdem sie Rotkreuz-Projekte im Norden Ugandas besichtigt hatte.

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Auf der Suche nach Schutz

Es ist die gegenwärtig größte Flüchtlingsbewegung Afrikas. Aus dem Südsudan – einem Land, in dem sich Regierungstruppen und Rebellen seit vier Jahren einen unerbittlichen Kampf liefern – kommen täglich Tausende Menschen über die Grenze. Sie haben nur eine vage Hoffnung, je wieder in ihre Heimat zurückzukehren. „Uganda hat selbst mit einer Vielzahl von politischen, sozialen und ökonomischen Schwierigkeiten zu kämpfen. Dennoch ist die Situation für die aus dem Südsudan fliehenden Menschen in Uganda besser“, sagt Christof Johnen, Leiter der Internationalen Zusammenarbeit beim DRK.

Seit dem Ausbruch des Konflikts hat das DRK in Uganda in den Distrikten Yumbe, Adjumani und Arua spezielle Projekte für südsudanesische Flüchtlinge eingerichtet. Oftmals hungrig und erschöpft kommen sie zunächst in Camps unter. „Besonders kritisch ist dort die Verfügbarkeit von Trinkwasser, berichtet Edina Maglic, DRK-Projektkoordinatorin in Uganda, „denn ohne sauberes Wasser können sich Epidemien ausbreiten und das Leben der Geflüchteten bedrohen.“

Gemeinsam mit den Rotkreuzgesellschaften aus Schweden und Österreich gewährleistet das DRK mit einer Wasseraufbereitungsanlage die Produktion von bis zu einer Million Liter sauberem Trinkwasser pro Tag. Damit können in den Camps und umliegenden Gemeinden über 60.000 Menschen täglich mit Wasser versorgt werden. Damit ist das Rote Kreuz in Norduganda die Hilfsorganisation, die zur Zeit bei weitem die größten Mengen Trinkwasser bereitstellt.

Gute Zusammenarbeit auf allen Ebenen

Bei allen Hilfsprojekten spielt die Zusammenarbeit mit dem Ugandischen Roten Kreuz (URK) eine zentrale Rolle: „Im URK-Team arbeiten sehr fähige und engagierte Freiwillige“, sagt Edina Maglic, „gemeinsam haben wir lebenswichtige Hilfsgüter verteilt, Notunterkünfte und Sanitäranlagen aufgebaut.“

Die Kriegsflüchtlinge aus dem Südsudan treffen in Uganda auf eine große Hilfsbereitschaft und Solidarität. Das selbst ehemals von Bürgerkriegen gebeutelte Land fördert die Integration der Flüchtlinge in Gemeinden durch verschiedene gemeinsame Aktionen. Um ein friedvolles Miteinander zu stärken und Konflikten vorzubeugen, unterstützt das DRK „Friedenskomitees“, die z. B. im Radio für ein konstruktives Zusammenleben zwischen den Neuankömmlingen und der einheimischen Bevölkerung werben. Als längerfristige Hilfe führt das DRK landwirtschaftliche Schulungen durch und verteilt Saatgut und Ackerbaugeräte. Damit wird den geflüchteten Menschen eine eigenständige Lebensgrundlage in ihrem neuen Umfeld ermöglicht.

Für eine gute Nachbarschaft ist es wichtig, dass die lokale Bevölkerung in die Planungen miteinbezogen wird und ebenfalls von der Hilfe profitiert. „Wir bohren Brunnen – nicht nur für Flüchtlinge, sondern auch für die Menschen vor Ort, erläutert DRK-Mitarbeiter für Uganda, Krischan Markowa. „Denn ein sicherer Zugang zu Trinkwasser ist gut für alle.“

DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg zu Besuch in einer Flüchtlingsgemeinde in Adjumani, Uganda.

Ein Jahrzehnt humanitäre Hilfe in Uganda

Das humanitäre Engagement des DRK hat im Jahr 2006 mit der Verteilung von Hilfsgütern für Binnenflüchtlinge des Bürgerkrieges im Nordwesten begonnen. Es folgten gemeinsame Hilfsaktionen mit dem Ugandischen Roten Kreuz bei Überflutungen. Zu den aktuellen und längerfristigen Programmen in Uganda gehören die Unterstützung von Flüchtlingen, Binnenvertriebenen und Rückkehrern, Trinkwasserund Sanitärprojekte, landwirtschaftliche Projekte zur Ernährungssicherung und Anpassung an den Klimawandel, Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge und Konfliktvermeidung.

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