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Vietnam: Partnerschaften gegen den Anstieg von Infektionen mit der Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Seit 2011 erlebt Vietnam einen noch nicht dagewesenen Anstieg an Infektionen mit der Hand-Fuß-Mund-Krankheit (HFMD). Diese viral bedingte Infektionskrankheit verbreitet sich durch Körperkontakt und mangelnde Hygiene, HFMD betrifft vor allem Säuglinge und Kinder unter 5 Jahren, besonders Kleinkinder unter 3 Jahren. Zwar ruft die Krankheit in den meisten Fällen nur leichte Symptome hervor, aber die Zahl der Infektionen stieg 2011 drastisch auf rund 112.300 Fälle an. Insgesamt 169 Menschen starben, in den großen Städten waren die Krankenhäuser überlastet.

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2012 stiegen die HFDM-Infektionszahlen weiter an, mit Spitzen von über 6.000 Fällen pro Woche. Ende August bestätigte das Gesundheitsministerium, dass knapp 75.000 Krankheitsfälle registriert wurden, 63 der 64 Provinzen Vietnams waren betroffen.

Nach der erfolgreichen HFMD-Maßnahme 2011 baten das Gesundheitsministerium und die lokalen Behörden das Vietnamesische Rote Kreuz um Hilfe, um die Krise im folgenden Jahr unter Kontrolle zu bringen. Mit Hilfe des Europäischen Amtes für humanitäre Hilfe (ECHO) und Nationalen Rotkreuz-Gemeinschaften als Partner unterstützte das Vietnamesische Rote Kreuz die nationalen Bemühungen, HFMD zu bekämpfen - mit einer Aufklärungskampagne auf nationaler und kommunaler Ebene, um die Verhaltensweisen der Menschen zu ändern.

Freiwillige des Roten Kreuzes arbeiten in den am meisten betroffenen Gebieten, sie klären über richtiges Hygieneverhalten auf und verbreiten Informationen über die Krankheitssymptome. Neben der Aufklärungskampagne in den lokalen und landesweiten Medien besuchte die Organisation auch Haushalte und informelle Kindergärten, um Eltern und Betreuer von Kindern unter 3 Jahren sowie Lehrer und Erzieher in den Tagesstätten zu erreichen. Trotz dieser Bemühungen findet die Krankheit noch immer ihren Weg in viele Häuser.

„Meine siebenjährige Tochter hat sich vor zwei Monaten angesteckt“, sagt Phan Thi Nhung, eine 39-jährige Mutter aus dem Distrikt An Phu in der Provinz An Giang. „Durch die Informationen vom Roten Kreuz konnte ich die Symptome der Hand-Fuß-Mund-Krankheit erkennen und sie zur richtigen Zeit ins Krankenhaus bringen.“ Sie desinfiziert ihr Haus regelmäßig und wäscht sich vor dem Kochen die Hände - und sie bringt dies auch ihren zwei Töchtern bei.

Dinh Thi Mai gehört zu der ethnischen Minderheit Ko-tu und lebt rund 1.000 km nördlich von Phans Zuhause, in einer ländlichen Gegend in der Provinz Da Nang. Mais Tochter steckte sich im Alter von fünf Monaten mit HFMD an.

„Obwohl ich nicht lesen kann, war es einfach, die Broschüre vom Roten Kreuz über die Hand-Fuß-Mund-Krankheit zu verstehen“, sagt Mai. Dank dieser Informationen erkannte Mai die Symptome ihrer Tochter und wusste, wann sie sie zur Behandlung ins Krankenhaus bringen musste.

Das Vietnamesische Rote Kreuz hat erfolgreich viele Familien wie die von Nhgung und Mai erreicht, aber um die Gemeinschaften vor der Krankheit und weiteren gesundheitlichen Gefahren zu schützen, ist noch mehr Hilfe notwendig.

Das Rote Kreuz hofft, noch mehr Freiwillige und Gemeinschaften für die Krankheitsbekämpfung zu mobilisieren, um weitere Ausbrüche zu verhindern - nicht nur 2013, sondern auch in den kommenden Jahren. Durch den Einsatz hat das Vietnamesische Rote Kreuz auch seine Vorbereitungen für gesundheitliche Notfälle und Gegenmaßnahmen verbessert, indem es Katastrophenpläne und Fortbildungen für Mitarbeiter und Notfallteams entwickelt hat.

Der Einsatz hat die Unterstützerrolle des Vietnamesischen Roten Kreuzes für die Regierung in der Katastrophenhilfe generell und speziell in der gesundheitlichen Notfallhilfe bestätigt und gestärkt.

Von Ly Nguyen, Vietnam

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