Ebola Epidemie in Uganda IFRK

Uganda - Die wichtige Rolle von Prävention bei Epidemien

Bei Ebola-Fieber ist äußerste Vorsicht geboten. Es ist und bleibt eine der tödlichsten Viruserkrankungen, für die es bisher keine Therapie gibt. Da es höchst ansteckend ist, muss ein Ausbruch des Fiebers sofort erkannt und isoliert werden.

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  • Ebola-Ausbruch 2012

    Ende 2012 tauchten Berichte über einen Ebola-Ausbruch im Luwero-Distrikt in Zentral-Uganda auf. Sobald der erste Fall bestätigt war - ein Taxifahrer, der an den Symptomen erkrankte und später verstarb - trat das ugandische Rote Kreuz in Aktion und begann eine Informationskampagne, wie die Menschen die Ausbreitung der Krankheit verhindern oder einschränken können. Dies war der zweite Ebola-Ausbruch innerhalb von drei Monaten in Uganda, eine Verbindung zwischen den beiden Epidemien ist nicht bekannt. „Sobald wir von dem Ausbruch in unserem Distrikt hörten, haben wir unsere Freiwilligen losgeschickt, sie sind von Tür zu Tür gegangen, um die Gemeinschaften zu sensibilisieren und aufzuklären“, sagt Annet Nampima, Distrikt-Leiterin des ugandischen Roten Kreuzes in Luwero.

    Annet Nampiima vom Ugandischen Roten Kreuz

    „So konnten wir Informationen über Ebola verbreiten und sogar die Einstellungen und Gewohnheiten der Menschen in den Gemeinschaften verändern.“
    Helfer des Roten Kreuzes besuchten Menschen in der ganzen Region, hängten Poster auf, verteilten Broschüren und gaben ganz praktische Hinweise für den Fall, dass eine Infektion bei einem Familienmitglied vermutet wird. Die Reaktionen an den Haustüren waren weitgehend positiv, manchmal wurde die Empfehlung, jeden Körperkontakt mit eventuell Infizierten zu vermeiden, jedoch skeptisch aufgenommen.

    „Hier gibt es zum Beispiel den Brauch, Tote zu waschen, aber im Zuge dieser Ebola-Epidemie und der Aufklärungskampagne hat sich dies geändert. Die Menschen wissen jetzt, dass sie Schutzkleidung und Schutzausrüstung beim Umgang mit Toten brauchen“, sagt Annet. Auch der Glaube an Hexerei und Aberglaube birgt Schwierigkeiten, denen die Freiwilligen begegneten, die die Bewohner darüber aufklärten, wie eine Verbreitung des Virus verhindert werden kann. Ihre Botschaft blieb dennoch die gleiche: Es gibt praktische Schritte, mit denen die Risiken verringert werden können.

  • Ebola und Cholera seit 2001

    Die Menschen in Luwero sind in der Regel nicht reich, und wenn bei jemandem eine Ebola-Infektion befürchtet wird, kann dies verheerende Folgen haben, selbst wenn es hinterher eine Entwarnung gibt. Das liegt daran, dass die Betroffenen isoliert werden und viele der Besitztümer - Kleidung, Matratzen, Töpfe und Pfannen - zerstört werden, als eine Vorsichtsmaßnahme gegen die Verbreitung des Virus. Hier sprang die ugandische Rotkreuz-Gesellschaft ein und unterstützte Menschen, die aus dem Krankenhaus entlassen wurden. Sie erhielten unter anderem Matratzen, Küchenutensilien, Desinfektionsmittel, Wasserbehälter und Moskitonetze, um die verlorenen Güter zu ersetzen.

    Leider kommt es in Uganda immer häufiger zu Epidemien. In den vergangenen zwölf Jahren erlebte Uganda vier Ebola-Ausbrüche. 2012 gab in Uganda auch zwei Cholera-Epidemien und einen Ausbruch von Marburgfieber. Ähnlich wie bei den Ebola-Ausbrüchen klärte das ugandische Rote Kreuz über grundsätzliche Gesundheits- und Hygienemaßnahmen auf, um eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern, und erreichte fast 7 Millionen Menschen in allen betroffenen Gebieten des Landes.

    Diese Epidemie-Ausbrüche in Uganda sind ein Beispiel dafür, dass kleinere, sich wiederholende "Stille Katastrophen" und gesundheitliche Notlagen auf der Welt immer häufiger auftreten. Für die betroffenen Menschen, Familien und Gemeinschaften sind diese Katastrophen alles andere als "still".

    Bei den jüngsten Epidemien 2012 konnte das Rote Kreuz 70.000 Menschen und ihren Familien helfen - und verhinderte die Ansteckung von Millionen weiteren - mit der Hilfe des Europäischen Amtes für humanitäre Hilfe.


    Text: Victor Lacken aus Uganda

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