Rotkreuzhelfer in den Trümmern

Stille Katastrophen

Weltweit sind jedes Jahr Millionen Familien von Naturkatastrophen betroffen. Sie verlieren ihr Zuhause, ihre Ernte, ihr Eigentum. Oder ihr Leben. 91 Prozent dieser Katastrophen gehen unbemerkt vorbei. Keine dramatischen Bilder in der Zeitung, keine Berichte im Fernsehen. Sie geschehen im Stillen. 

Was sind "Stille Katastrophen"?

Oft handelt es sich bei diesen "Stillen Katastrophen" um kleine und mittelgroße Katastrophen oder Krisen, die für sich genommen weniger Opfer als große Katastrophen fordern und geringere Schäden verursachen. Die Anzahl und damit das tatsächliche Ausmaß dieser "Stillen Katastrophen" für die betroffenen Menschen, Familien und Gemeinden sind jedoch enorm.

Helfer vom Roten Kreuz sind jeden Tag im Einsatz um Menschen von Naturkatastrophen zu schützen oder zu retten.

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Die meisten Katastrophen auf der Welt bleiben unbeachtet, sie geschehen im Stillen. Viele von ihnen treten wiederholt auf, es fehlen Gelder und Ressourcen, um den Betroffenen grundlegende humanitäre Hilfe zu leisten und Präventionsmaßnahmen umzusetzen.

Den Opfern der "Stillen Katastrophen" muss eine lautere und nachhaltige Stimme verliehen werden. Urbanisierung, Umweltverschmutzung und Klimawandel führen dazu, dass sich die kleinen und mittleren Katastrophen häufen und an Stärke und Kostenintensität zunehmen.

Im Jahr 2011 waren 209 Millionen Menschen von Naturkatastrophen betroffen, 206 Millionen von ihnen litten unter klimabedingten Katastrophen. Im Jahr 2015 werden es nach Schätzungen des Forschungszentrums für Katastrophenepidemiologie (CRED) bereits 375 Millionen Menschen sein.

Durchschnittliche 91 Prozent der Nothilfeeinsätze der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung finden für die Betroffenen der "stillen Katastrophen" statt. Die aktuelle Kampagne zu den „Stillen Katastrophen“ wurde von der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC), dem Europäischen Amt für humanitäre Hilfe der Europäischen Kommision (ECHO) und elf europäischen Rotkreuzgesellschaften ins Leben gerufen.

Die Kampagne soll aufmerken lassen. Sie soll den vielen betroffenen Menschen eine laute Stimme geben.

Stille Katastrophen im Überblick

  • Uganda - Ebola-Epidemien

    Ebola-Fieber ist und bleibt eine der tödlichsten Viruserkrankungen, für die es bisher keine Therapie gibt. Prävention ist lebenswichtig.

  • Bangladesch - Wirbelstürme

    Tropische Wirbelstürme und Überschwemmungen treten am häufigsten in Bangladesch auf. Bangladesch ist eines der ärmsten und dichtesten besiedelten Länder Asiens.

  • Burkina Faso - Unterernährung

    Die Situation in der Sahelzone verschlimmerte sich 2012 durch Lebensmittelknappheit. Durch Dürren waren die Ernten ausgefallen, zum dritten Mal in den letzten zehn Jahren.

  • Burundi - Rückkehrer

    Vor mehr als 20 Jahren flüchteten Zehntausende vor dem Bürgerkrieg. Die Erfahrungen der Flüchtlinge prägen das Land noch heute.

  • El Salvador - Denguefieber

    Jedes Jahr sterben Tausende an dieser Krankheit. Effektive Gegenmaßnahmen sind aufmerksame Prävention und Aufklärung.

  • Tadschikistan - Erdbeben

    Erdbeben können schwere Ängste und Schockzustände auslösen. Betroffene sind auf psychosoziale Hilfe angewiesen.

  • Mongolei - Extreme Kälte

    Der Dsud - extreme Kälte und Schneemassen zerstören die Lebensgrundlage der Mongolen und treiben sie in die Slums der Städte.

  • Ecuador - Überschwemmungen

    Regelmäßig kommt es in der Andenregion zu schweren Regenfällen. Eine Gefahr für die Existenzgrundlage für tausende Menschen.

  • Lesotho - Lebensmittelknappheit

    Im krisengeplagten südlichen Afrika trifft das Leid alte Menschen, allein stehende Mütter, Waisenkinder und HIV-Infizierte besonders.

  • Kambodscha - Überschwemmungen

    Seit 2011 erlebt Vietnam einen noch nicht dagewesenen Anstieg an Infektionen mit der Hand-Fuß-Mund-Krankheit (HFMD).

  • Vietnam - Hand-Fuß-Mund-Krankheit

    Seit 2011 erlebt Vietnam einen noch nicht dagewesenen Anstieg an Infektionen mit der Hand-Fuß-Mund-Krankheit (HFMD).

  • Karibik - Hurrican Sandy

    Eine Katastrophe, die zwar von den Medien der ganzen Welt beachtet wurde und gleichzeitig eine stille Katastrophe war.

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