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Kambodscha: Vorsorge fördern in Gemeinschaften, in denen Überschwemmungen unausweichlich sind

Das Mekong-Flussgebiet liegt im Herzen von Südostasien und ist eine wichtige Ressource für über 70 Millionen Menschen in der Region. Aber 2011 trat der Fluss nach heftigen Regenfällen über seine Ufer, von den schweren Überschwemmungen waren 18 der 24 Provinzen des Landes betroffen, 1,2 Millionen Menschen waren auf Hilfe angewiesen.

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Die Überschwemmungen waren die schlimmsten seit über zehn Jahren, besonders Familien in ländlichen Gebieten waren betroffen. Die vorher bereits schwierigen Lebensbedingungen verschlechterten sich, Existenzen wurden zerstört und die Nahrungsmittelversorgung wurde schnell zum Hauptproblem.

Eine der Betroffenen in der Provinz Kampong Thom ist Y Pann, eine 59-jährige Mutter von 10 Kindern aus dem Dorf Porphlouk. Sie sagt, im Wasser verlor sie all ihr Hab und Gut. „Meine 20 Schweine, Hühner, Kühe und Büffel sind ertrunken oder an Krankheiten verendet“, sagt sie. Y Pann war schwanger, als die Flut kam.

„Ich habe drei Töchter und sieben Söhne. Bei der Überschwemmung gab es viele Probleme. Es gab kein Essen für meine Kinder, sie wurden alle krank. Auch ich wurde krank.“

Das Kambodschanische Rote Kreuz, mit der Unterstützung des Französischen Roten Kreuzes, begann sofort mit der Notversorgung von knapp 2.000 Familien. Anschließend wurde ein einjähriges Projekt gestartet, finanziert vom Europäischen Amt für humanitäre Hilfe (ECHO), bei dem die Widerstandsfähigkeit von Gemeinschaften gestärkt wird, die in der Zukunft wahrscheinlich wieder von Überschwemmungen betroffen sein werden. Zu dem Programm gehören besserer Zugang zu Lebensmitteln und Existenzgrundlagen sowie Aufklärungsarbeit über die Wichtigkeit von sauberem Wasser und Hygiene. Das Leben vieler Menschen wurde bereits verändert.

Nachdem das Programms knapp ein Jahr läuft, umfasst es inzwischen auch die Verteilung von Keramik-Wasserfiltern, Wasserpumpen und Reissaat sowie Aufklärungsarbeit zu widerstandsfähigem Reisanbau, Landwirtschaft in Feuchtgebieten und zu Mischkultur. Loeung Chhengleam, eine Sechstklässlerin in der Samproach-Grundschule, sagt, dass die kleinen Veränderungen große Wirkung haben. „Seit ich gefiltertes Wasser habe, habe ich keine Bauchschmerzen mehr. Jetzt bin ich gesund“, sagt sie. Die Herausforderung für Y Pann - wie für viele andere Menschen in der Region auch - ist es, auf die zukünftigen Überschwemmungen, die mit Sicherheit kommen, vorbereitet zu sein. „Jetzt bin ich gewappnet“, sagt sie. „Ich habe Vorräte an Reis, Fisch und Gewürzen, damit wir nicht noch einmal diese Probleme haben.“

Von Kate Roux, IFRC, und Josselin Leon, Französisches Rotes Kreuz

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