El Salvador: mit achtsamer Prävention und Aufklärung gegen Dengue-Fieber

Dengue-Fieber wird oft unterschätzt, aber jedes Jahr sterben Tausende an dieser Krankheit und Millionen weitere sind gefährdet. Wichtige Faktoren für effektive Gegenmaßnahmen sind aufmerksame Prävention und Investitionen in Aufklärungsmaterialien, die denen zur Verfügung stehen müssen, die am besten handeln und am meisten Menschen erreichen können.

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Wie in vielen anderen Ländern in den Tropen besteht in El Salvador immer die Gefahr heftiger saisonaler Niederschläge, die zu Überschwemmungen und Erdrutschen führen. Diese Katastrophen können eine weitere Katastrophe nach sich ziehen - Dengue-Fieber. Dengue-Fieber wird durch eine bestimmte Mückenart übertragen, die sich in Pfützen und stehenden Gewässern mit Süß- oder Regenwasser vermehren. Dengue-Fieber kann sehr gefährlich sein, es gibt aber auch Schutzmaßnahmen dagegen.

Diese Art der langsam beginnenden Katastrophe kann bereits anfällige Gemeinschaften treffen - mit besonders starken Auswirkungen für Kinder und junge Menschen, die ein schwächeres Immunsystem als Erwachsene haben. Obwohl Dengue nie in den Schlagzeilen auftaucht, können bei einem großflächigen Ausbruch von Dengue-Fieber mehr Menschen sterben als bei einer plötzlichen Katastrophe wie einem Erdbeben, und die Auswirkungen können weitreichender sein.

Nach einem kürzlichen Dengue-Fieberausbruch in El Salvador unternahm das Salvadorianische Rote Kreuz eine Reihe von Dengue-Präventionsmaßnahmen wie öffentliche Aufklärungs- und Informationskampagnen in Gemeinschaften und Schulen - unterstützt mit Geldern des Europäischen Amtes für humanitäre Hilfe (ECHO) und der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften. Das Rote Kreuz half auch bei der Beseitigung von Mückenbrutstätten wie Regenwasseransammlungen, die Infektionsquellen sein können.

Oscar Armando Mendoza, ein Schüler am Centro Escolar Milingo, lebt mit seiner Mutter und seinen drei Brüdern in Habitat Confien. Nach einem Anstieg der Infektionen wurde in seiner Schule ein Präventions-Workshop angeboten und er nahm teil. Seine Schule war eine von 250 Schulen, die das Rote Kreuz besuchte und so über 230.000 Schüler und Schülerinnen erreichte.

Für Oscar und seine Familie ist Dengue-Fieber keine stille Katastrophe. Bei seinem älteren Bruder wurde Dengue-Fieber mit Komplikationen festgestellt, was tödlich sein kann.

„Es fing bei ihm mit Nasenbluten an, zuerst dachten wir, er hätte sich verletzt“, sagt Oscar. „Aber als die Blutung nicht aufhörte, brachte ihn unsere Mutter ins Krankenhaus, wo die Ärzte Dengue-Fieber feststellten.“ Sein Bruder musste einen Monat lang im Krankenhaus bleiben.

Bei dem Workshop, bei dem Oscar mitmachte, lernten die Schüler und Schülerinnen, wie sie mit einfachen Mitteln Fallen für zu Hause bauen können. Der Workshop fing in einzelnen Klassenzimmern statt, aber dann schwärmten die Schüler und Schülerinnen in der ganzen Schule aus, um das Gelernte weiter zugeben.

„Uns wurde gesagt, wir sollen unser Wissen an unsere Familien weiter geben und über die Auswirkungen von Dengue-Fieber aufklären“, sagt Oscar. „Wir haben gelernt, wie wir eine Ansteckung verhindern können, jetzt sind wir vorbereitet, denn wir vermeiden Behälter, in denen sich Wasser ansammeln kann, wir säubern unsere Häuser und decken Fässer und Eimer ab.“ Die Botschaft wurde von den Schulen in die Häuser und Einkaufszentren getragen, so wurden 170.000 weitere Menschen erreicht.

Neben der Informationskampagne begann das Rote Kreuz in Zusammenarbeit mit der Regierung ein Programm zur Desinfektion von Häusern. Über 47.000 Häuser, die für Mückeninfektion anfällig waren, wurden desinfiziert.

„Dengue-Fieber ist ein erstes Problem für die öffentliche Gesundheit auf der ganzen Welt; die Regierung, die Gesundheitsbehörden und lokale Institutionen sowie die betroffenen Gemeinschaften müssen bei der Bekämpfung mit einbezogen werden“, sagt Fernando Fernández, der regionale ECHO-Gesundheitskoordinator für Lateinamerika und die Karibik. „ECHO trägt seinen Teil dazu bei mit Investitionen, die auf die gefährdetsten und am schwersten zu erreichenden Gemeinschaften fokussiert sind.“

Kurzfristige Maßnahmen wie Desinfektionen sind wichtig und bieten sofortige Abhilfe für die betroffenen Gemeinschaften und Familien. Gleichzeitig arbeitet das Salvadorianische Rote Kreuz - in Zusammenarbeit mit lokalen Vertretern, Schulen und nationalen und regionalen Behörden - an nachhaltigen Projekten, mit denen die Gemeinschaften in Zukunft Ausbrüche von Dengue-Fieber vermeiden und lindern können.

Der Kampf gegen Dengue-Fieber ist langwierig und schwierig, aber Oscar und seine Familie - ebenso wie viele andere - haben aktive Maßnahmen ergriffen, sie haben auf die aktuelle Krise reagiert und sind in Zukunft auf Krisen vorbereitet und resistenter.

Von Enrique Guevara in Panama

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