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Wiebke Höing, Sachgebietsleiterin für Afrika über Ernährungshilfe

Sachgebietsleiterin Afrika Wiebke Höing

Welchen Beitrag kann das Rote Kreuz zur Linderung von Hungersnöten in akuten Krisen leisten?
Ernährungshilfe ist immer aus dem Kontext heraus zu sehen. Akute Hungersnöte aufgrund von Dürren, Überschwemmungen und Vertreibung entstehen leider viel zu häufig. In solchen Krisenfällen verteilt das Rote Kreuz zeitnah Nahrungsmittel an die betroffenen Menschen, um dem akuten Mangel abzuhelfen. Aber selbst in akuten Krisen versuchen wir schon langfristig und vorbeugend tätig zu werden, indem wir beispielsweise Bauern beim Bau von Abwassergräben unterstützen, um Überschwemmungen der Felder zu verhindern, oder das Anpflanzen von Bäumen und Gräsern fördern, was einer Erosion des Bodens bei heftigen Regenfällen entgegenwirkt. Neben der Nahrungsmittelverteilung finden parallel oft auch Verteilungen von angepasstem Saatgut und landwirtschaftlichen Geräten statt, damit die Menschen sich in absehbarer Zeit wieder selber versorgen können oder ersetzen können, was sie verloren haben. 

Wie funktioniert langfristige Ernährungshilfe?
Langfristige Ernährungshilfe setzt oft schon zu Krisenzeiten ein. Das Rote Kreuz schult zum Beispiel gemeinsam mit staatlichen Stellen und anderen lokalen Institutionen die Mitglieder einer Gemeinde in angepassten landwirtschaftlichen Methoden, wobei nach Möglichkeit angepasstes Saatgut, d. h. dürre- bzw. überflutungsresistent, verwendet wird. Oft werden Demonstrationsfelder angelegt und Dünger aus organischen Abfällen produziert. Die Bauern lernen neue Techniken, um die Böden so zu bewirtschaften, dass die Erträge für Grundnahrungsmittel möglichst hoch und stabil sind. 

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