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Welternährungstag 2016: Nahrung sichern, Hunger vermeiden

Krisen, Konflikte, Katastrophen, Armut und die Folgen des Klimawandels: Weltweit leiden 795 Millionen Menschen unter Hunger. Die Ursachen sind vielfältig. Mit den richtigen Lösungen können wir ihnen entgegenwirken. Machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Projekte gegen Hunger und für Ernährungssicherheit!

Die tägliche Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln ist für uns in Deutschland selbstverständlich – für viele Menschen in Krisen- und Entwicklungsländern gehört hingegen der Mangel an Nahrung und Trinkwasser zum Alltag. Der 16. Oktober ist Welternährungstag und für das Rote Kreuz ein wichtiger Anlass, die Aufmerksamkeit auf die alarmierende Situation der vielen Menschen, die unter Hunger leiden, zu lenken: Andauernde Unterernährung hat fatale Folgen für die Gesundheit und ist lebensgefährlich. Jedes Jahr sterben etwa 8,8 Millionen Menschen an Hunger. Mehr als die Hälfte davon sind Kinder unter fünf Jahren.

„Das Recht auf Nahrung ist ein universell geltendes Menschenrecht. Hungersnöte zu lindern, Leben und Gesundheit von Betroffenen zu schützen – das ist eine zentrale humanitäre Aufgabe des Roten Kreuzes, für das wir uns mit aller Kraft einsetzen“, so DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters.

Das Rote Kreuz richtet seine Hilfe allein nach dem Maß der Not der betroffenen Menschen. Kinder können sich kaum selbst um Nahrung kümmern und leiden am meisten unter Hunger: Kinder, die nicht spielen, die nicht zur Schule gehen, weil sie zu schwach und krankheitsanfällig sind. In ihrer altersgerechten Wachstums- und Entwicklungsphase werden sie so beeinträchtigt, dass sie diesen Rückstand nur schwer wieder aufholen können – wenn sie keine Hilfe erhalten.

Ihre Spende hilft!

Mit 45 € kann landwirtschaftlicher Boden mit 30 Baumsetzlingen vor Erosion geschützt werden.


DRK-Hilfe – sofort und nachhaltig

„Dank unseres weltweiten Netzwerks von Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften in 190 Ländern sind wir in der Lage, innerhalb von 24 Stunden vor Ort zu sein und bedarfsgerecht auf Hungersnöte zu reagieren. Bei plötzlich hereinbrechenden Katastrophen und während bewaffneter Konflikte können wir so häufig sehr schnell die notwendigsten Nahrungsmittel für betroffene Menschen bereitstellen“, sagt Christian Hörl, stv. Leiter der DRK-Auslandshilfe. Bei andauernden Engpässen durch unzureichende Ernteerträge stehe hingegen die langfristige Investition in die Landwirtschaft, z. B. durch Schulungen von Bauern, im Vordergrund. „Durch die Ausbildung von ‚Lead Farmern‘ unterstützt das DRK die Mitglieder von Gemeinden, ein stabiles System zur eigenen Nahrungssicherheit aufzubauen und sich besser an zukünftige extreme Wettereignisse anzupassen“, so Christian Hörl.


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Hilfseinsatz des DRK in Darfur, Sudan

Hilfspakete im Jemen – Nahrungsmittel gegen Hungersnot

Seit vor zwei Jahren der Bürgerkrieg im Jemen erneut eskalierte, hat sich die Lebenssituation der Bevölkerung sehr verschlechtert: Über 2,8 Millionen Menschen sind auf der Flucht, die Zahl unterernährter Kinder ist um 200 Prozent auf 1,7 Millionen gestiegen. „Vor allem Frauen und kleine Kinder leiden unter Hunger. Wir verteilen Nahrungsmittelpakete, Trinkwasser und andere Hilfsgüter, um ihr Überleben zu sichern.  Und gemeinsam mit dem Jemenitischen Roten Halbmond haben wir ein Zentrum errichtet, in dem Mütter und mangelernährte Kleinkinder versorgt werden“, berichtet die DRK-Projektkoordinatorin Julia Meixner.


Gemüsegärten im Sudan – Landwirtschaft gegen Wetterextreme

Im Sudan leiden die Menschen aufgrund wiederkehrender Dürreperioden unter chronischer Mangelernährung. Niederschläge verspäten sich häufig und sind dann so stark, dass die Saat weggespült wird, die Ernte verloren geht und damit die Lebensgrundlage der Kleinbauern bedroht ist. Das DRK bietet ihnen Trainings zur Anpassung an den Klimawandel und besseren Bewirtschaftung ihrer Felder an. Abdelnabi Mohammed aus der Region Gedaref hat so gelernt, organischen Dünger selbst herzustellen und Regen für die Bewässerung aufzufangen. Damit kann er nun auch in der Trockenzeit Gemüse anbauen. Abdelnabi ist glücklich, dass nun täglich Salat, Spinat oder Okraschoten auf dem Speiseplan seiner Familie stehen. Seine neu erworbenen Kenntnisse will er an seine Gemeinde weitergeben.


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Mitarbeiter des Togolesischen Roten Kreuzes mit Frauen vom 'Club des Meres' in der Gemeinde Kekeli

Mütterclubs in Togo – Bildung gegen Armut

In dem kleinen westafrikanischen Land sind Mütter mit kleinen Kindern oft auf sich alleine gestellt, da ihre Männer auf der Suche nach einem geregelten Einkommen die ländliche Heimat verlassen haben. Um bestehen zu können, haben sich in 40 Dörfern der Region Maritime „Mütterclubs“ organisiert, in denen sich die Frauen gegenseitig unterstützen. Von lokalen landwirtschaftlichen Beratern, die mit dem Togolesischen Roten Kreuz zusammenarbeiten, lernen sie, wie sie ihre Felder effektiver bestellen. „Mit diesen Erträgen werden wir weniger arm sein“, so eine Teilnehmerin. „Wir sind dem Roten Kreuz sehr dankbar.“

Hunger und seine Folgen

  • Weltweit leiden 795 Millionen Menschen unter Hunger
  • 70 Prozent der Betroffenen sind Frauen und Mädchen
  • Jedes siebte Kind ist untergewichtig
  • Mehr als 160 Millionen Kinder unter fünf Jahren sind für ihr Alter zu klein, weil sie nicht genug zu essen haben.
  • 195 Millionen Kinder leiden aufgrund von Mangelernährung an Entwicklungsstörungen
  • Jedes Jahr sterben rund 3,1 Millionen Kinder noch vor ihrem sechsten Lebensjahr an Unterernährung
  • 98 Prozent der Hungernden leben in Entwicklungsländern – in Asien, der Pazifikregion und Afrika


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