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Haiti: Nothilfe für betroffene Familien des Hurrikans Matthew

Am 4. Oktober traf der Wirbelsturm Matthew der zweithöchsten Kategorie 4 mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 220 km/h auf Haiti. Neben viel Regen und heftigem Wind brachte der Sturm erhebliche Schäden im ohnehin katastrophengeplagten Haiti. Häuser wurden zerstört, Bäume knickten um, Straßen und Felder wurden überflutet. Hunderte Menschen sind in Haiti ums Leben gekommen, landesweit sind 1,4 Millionen Einwohner auf Nothilfe angewiesen. Mehr als 175.500 Menschen leben derzeit in Notunterkünften.

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Nothilfe des DRK in Nippes

Das Deutsche Rote Kreuz wird rund 4.300 Familien in dervom Wirbelsturm betroffenen Region im Department Nippes dabei unterstützen, wieder Zugang zu sauberem Wasser zu bekommen. Daneben werden die hygienischen Bedingungen verbessert, um Cholera-Ausbrüche zu verhindern. Dazu wurden bereits auch über 2.100 Cholera-Sets mit Wasseraufbereitungs-Mitteln zur Vorbeugung gegen Cholera in die betroffenen Regionen transportiert. Weitere 1.000 Hygienesets wurdem zudem bereitgestellt.

Trotz vorbeugender Maßnahmen sind landesweit die Cholera-Neuinfektionen um das Doppelte gestiegen. Täglich werden über 140 Neuerkrankungen gemeldet und auch in Nippes gibt es Verdachtsfälle.

Schnelles Handeln gegen Cholera nötig

Cholera ist eine ansteckende Infektionskrankheit, die unbehandelt innerhalb von Stunden zum Tod führen kann. Sie verursacht Durchfall, wodurch der Körper viel Wasser und lebenswichtige Nährstoffe verliert. Cholera wird vor allem durch verunreinigtes Wasser übertragen. In Haiti müssen sich nach dem Hurrikan viele Menschen derzeit mit unsauberem Wasser aus Flüssen behelfen. Das Haitianische Rote Kreuz versucht weiter, mit Wasserbehandlungstabletten, Chlorlösung und anderen Hygienevorkehrungen den  Cholera-Ausbruch einzudämmen. Zudem hat im November eine Cholera-Impfung für bis zu einer Millionen Menschen in den Departements Sud und Grand Anse begonnen.

Material für Notunterkünfte und finanzielle Unterstützung

„Wir werden Baumaterial und Werkzeuge zum Aufbau von Übergangsunterkünften verteilen und zudem auch die Wasserversorgungssysteme reparieren. Um die Aufräumarbeiten voranzubringen, sind in der Bevölkerung Helferteams gebildet worden, die für ihre Leistung finanzielle Unterstützung erhalten”, sagt Caterina Becorpi, Leiterin des DRK-Büros in Haiti.

Generell benötigt das Rote Kreuz auf Haiti weiterhin dringend Hilfe

  • in den ländlichen Regionen
  • bei der Beschaffung von Wasserbehandlungstabletten & Chlorlösungen sowie für die Aufklärungsarbeit

Maßnahmen gegen den Hunger

Durch den schweren Sturm sind vielerorts die Felder überflutet wurden, die Ernte ist zerstört. Rund 800.000 Menschen sind akut von Nahrungsunsicherheit bedroht. Das DRK stattet daher Teile der Bevölkerung mit Werkzeugen aus, um die landwirtschaftlichen Aktivitäten wieder anzukurbeln und damit einer Hungerperiode durch den Verlust der Nahrungsmittelproduktion für die nächsten zwei Pflanzzyklen entgegenzuwirken. Im Department Nippes unterstützt das DRK die Bevölkerung bereits seit 2009 bei der Stärkung der Widerstandsfähigkeit. Auch in normalen Zeiten leiden die Menschen dort unter niedrigen Ernteerträgen und Mangelernährung, sowie schlechtem Zugang zu Wasser und landwirtschaftlichen Produktionsmitteln.

Das Projekt

Projektgebiet: Department Nippes in den Gemeinden Petit Trou de Nippes, Baradres und Plaisance du Sud. Das DRK arbeitet zusammen mit dem HRK seit 2011 in Nippes.
Finanzierung: Auswärtiges Amt, Ko-Finanzierung Daimler (in Höhe von 5% bzw. 15.000 EUR), Spenden
Projektlaufzeit:
4 Monate (Oktober 2016 – Februar 2017)
Zielgruppe:
ca. 4.300 Familien (entspricht ca. 21.500 Personen)

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