Foto: Shirt einer DRK-Mitarbeiterin, im Hintergrund Kinder Andre Zelck/DRK-Service GmbH
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  1. Hilfe in Deutschland

Kinder: Halt und Freude schenken

Die DRK-Hilfe für Kinder, die hier in Deutschland Unterstützung brauchen, ist vielfältig: Im Potsdamer Kinderheim Am Stern etwa finden Jungen und Mädchen Halt. Und unsere ehrenamtlichen Kinderpaten nehmen sich Zeit für Kinder von krebskranken Eltern.

Foto: DRK-Teddy auf Parkbank
Jede Spende hilft!

20 Euro oder jeder andere Betrag helfen, dass Kinder in DRK-Einrichtungen Spielgeräte erhalten.

Kinderheim Am Stern: Da ist jemand, der hat mich lieb

Es ist erst Januar und doch freut sich der Vorstand des DRK-Kreisverbandes Potsdam/Zauch-Belzig, Christian Schophaus, schon riesig auf das Jahresende: Denn dann bekommen die Mädchen und Jungen vom Kinderheim Am Stern in Potsdam endlich ein neues Zuhause: es wird „Heimatstern“ heißen.

Weil die Substanz des bestehenden Kinderheims nicht mehr zu retten war, entschloss sich Schophaus, einen Neubau zu initiieren. „Wir sind auf einem guten Weg: Ich hoffe, dass wir in den neuen Räumlichkeiten Weihnachten feiern können“, ist er zuversichtlich. 

Zuwendung und Vertrauen

Insgesamt leben im Kinderheim Am Stern 22 Kinder und Jugendliche zwischen vier und 18 Jahren. Jeweils neun Kinder bilden die Wohngruppen „Wirbelwind“ und „Sternschnuppen“. Vier weitere Jugendliche leben in einer Wohngemeinschaft, in der sie den Weg in die Selbstständigkeit üben. „Die Kinder kommen aus Elternhäusern, in denen sie aufgrund unterschiedlichster Schicksalsschläge nicht ausreichend versorgt werden konnten“, erklärt Heimleiter Thorsten Häcker. „Bei uns bekommen sie Zuwendung und Vertrauen. Sie merken, da ist jemand, der hat mich lieb.“

Das hilft den Kindern sehr, etwa den Geschwistern, deren Mutter sich nicht mehr um sie kümmern konnte. Das hatte beim Ältesten, dem Neunjährigen, zu Aggressionen geführt. Sein sechsjähriger Bruder und seine viereinhalbjährige Schwester wiederum hatten große Ängste entwickelt. „Unsere Erzieherinnen und Erzieher brauchten einen Monat, dann konnten die Kinder Vertrauen in die neue Situation gewinnen. Klare Regeln bedeuten nicht nur Grenzen, sondern auch Sicherheit. Mittlerweile sind alle drei angstfrei, ruhiger und fühlen sich wohl“, freut sich Thorsten Häcker.

Experten ihrer selbst

„Wir sind bunt, laut und chaotisch, aber wir halten felsenfest zusammen. Das merken die Kinder“, erklärt Thorsten Häcker. An den Entscheidungen bei der Gestaltung des Neubaus wurden die Kinder natürlich beteiligt: „Sie haben mit den Architekten Hausführungen gemacht und ihnen ihr Zuhause aus Kinderaugen gezeigt. Außerdem konnten sie all ihre Wünsche und Träume äußern. Gemeinsam haben wir dann überlegt, was davon realisierbar ist. So ist dann aus dem Pool auf dem Dach ein Spielplatz hinter dem Haus geworden, der eine Wasserpumpe haben wird.“

Spielgeräte und Ausflüge fördern die Fantasie und Entwicklung von Mädchen und Jungen. Darum freuen wir uns sehr, wenn Sie mit einer Spende dazu beitragen, den Kindern eine große Freude zu bereiten.

Foto: Junge mit Mütze an der frischen Luft
Als jüngste Mitglieder der Gesellschaft brauchen Kinder brauchen besonders viel Schutz.
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40 Euro ermöglichen zwei Kindern, sich bei einem Tagesausflug auszutoben und abzulenken.

Zeit und Freude für Kinder krebskranker Eltern

Es gibt nur wenige Diagnosen, die so viel Angst verursachen wie Krebs. Eltern trifft es besonders schwer: Denn neben der Sorge um das eigene Leben stellen sie sich vor allem die Frage: Wie geht es jetzt mit den Kindern weiter?

Spielkameraden und Gesprächspartner

Um ihnen zu helfen, hat sich Sabine Krebs vom DRK Neumünster im vergangenen Frühjahr auf die Suche nach Kinderpaten gemacht: „Mittlerweile stehen zehn Ehrenamtliche bereit, damit die Eltern Behandlungstermine wahrnehmen oder danach Kraft tanken können“, freut sich die Leiterin des Projekts über die Einsatzbereitschaft ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger. „Sie sind den Kindern Spielkameraden, aber auch Gesprächspartner, wenn sie sich Sorgen von der Seele reden möchten. Dazu müssen sie bereit sein, zwei bis vier Stunden pro Woche Zeit zu schenken.“ Das tun alle Kinderpaten nur zu gerne: „Mir geht es gut. Ich möchte gerne etwas für andere tun und Kinder sind das schwächste Glied in der Gesellschaft“, erklärt Andrea Lüth ihr Engagement. „Ich möchte auch den Eltern Mut und Stärke zusprechen“, fügt ihr Kollege Michael Brandt hinzu. Der 29-jährige weiß, wie sich die Eltern fühlen. Er ist selbst zweimal an Krebs erkrankt.

Hilfe, die gut tut

Wie gut die Hilfe tut, kann Iris* bestätigen: Sie hat zwei elf und 13 Jahre alte Kinder. Beide sind sehr aktiv. Sie schwimmen gerne, lieben Waldspaziergänge. Doch dafür ist die an den Spätfolgen ihrer Krebserkrankung leidende alleinerziehende Mutter noch zu schwach. Bis sie wieder stark genug dafür ist, begleiten nun zwei Kinderpaten das Mädchen und den Jungen. Das entlastet sie sehr. Denn sie weiß, dass die beiden in guter Gesellschaft sind. Die Kinderpaten spenden gerne unentgeltlich ihre Freizeit für die Kinder. Mit einer Spende können Sie ihnen helfen, die Kosten für gemeinsame Ausflüge zu begleichen.

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