A. J. Schmidt
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Integration: Teamgeist und neue Freundschaften

Kinder und Jugendliche aus aller Welt spielen im Projekt „kick for boys“ gemeinsam Fußball und bilden dabei Teamgeist und neue Freundschaften.

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Wenn donnerstags und freitags die Schule aus ist, beginnt für einige Jungs aus den internationalen Vorbereitungsklassen der beiden Werkrealschulen Karlschule und Albert-Schweitzer-Schule II in Freiburg die schönste Zeit der Woche: Denn um 13 Uhr ist Anstoß in den Fußball-AGs „kick for boys“, und sie können 90 Minuten lang dem Ball hinterherjagen. Alle sind pünktlich und warten freudig, dass das Training beginnt.

In den jeweils vier Vorbereitungsklassen sitzen Schüler aus vielen Ländern der Welt, um ihre Sprachkenntnisse soweit zu verbessern, dass sie am regulären Unterricht teilnehmen können. „kick for boys“ wurde 2014 vom DRK in Kooperation mit der Projektgemeinschaft des Arbeitsbereichs Sportpädagogik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der „step stiftung freiburg“ ins Leben gerufen. Das Projekt richtet sich besonders an Jungen mit Fluchterfahrungen zwischen zehn und 16 Jahren. Die meisten Teilnehmer stammen aus Krisenregionen wie Syrien, dem Irak oder Eritrea.

A. J. Schmidt
Fairplay ist Programm: Übungsleiter Fabian Fennig (hi. re.) mit seiner Fußball-AG der Karlschule in Freiburg.
Titel des Soforthilfe Reports 4/2019
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Die Übungsleiter der AGs, Volker Glück von der Albert-Schweitzer-Schule II und Fabian Fennig von der Karlschule, sind beide gleichzeitig auch DRK-Schulsozialarbeiter. Sie achten darauf, dass sich beim gemeinsamen Spiel das Konfliktverhalten der Jungen verbessert und sich ihr Selbstwertgefühl steigert. „Am Anfang können die meisten ja noch kein Deutsch. Aber die Fußballregeln verstehen alle“, erklärt Fabian Fennig. „So geben wir ihnen Strukturen, die sie auf der Flucht nie kennengelernt haben.“ Darüber hinaus hilft der Fußball, traumatische Fluchterfahrungen zu verarbeiten. Fabian Fennig berichtet über einen Jungen, dem seine Erinnerungen zusetzen: „Fußball ist seine Therapie. Hier kann er abschalten. Darum verpasst er auch kein Training.“

Zu den Höhepunkten gehören die Freundschaftsspiele und Turniere, bei denen auch die Teams der beiden Werkrealschulen aufeinandertreffen. Doro Tschan, die koordinierende DRK-Schulsozialarbeiterin der Albert-Schweitzer-Schule II, berichtet: „Die Kinder lieben es, Fußball zu spielen. Hier können sie den schwierigen Alltag vergessen. Damit sind die AGs ein wichtiger Baustein für die Integration der Kinder. Teilweise spielen wir auch in gemischten Gruppen. So kommen sie in Kontakt mit Freiburger Kindern.“

Neben dem Training gibt es hin und wieder außergewöhnliche Aktionen, etwa einen Ausflug in den Waldseilgarten. Und sogar die Bundesligaprofis vom SC Freiburg haben schon einmal vorbeigeschaut und Autogramme gegeben. Das spornt die Jungs zusätzlich an. Und so ist es gelungen, fast alle in einem Freiburger Fußballverein unterzubringen – wo neue Freunde und weitere Integrationsmöglichkeiten auf sie warten.

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