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Verätzungen

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Verätzungen sind Gewebezerstörungen, die durch Einwirkung von ätzenden Stoffen (z. B. Laugen oder Säuren) hervorgerufen werden. Der Grad der Schädigung ist abhängig von der Konzentration, der Menge und der Dauer der Einwirkung der ätzenden Stoffe. Es gibt eine Vielzahl von chemischen Stoffen und Flüssigkeiten, die gleichzeitig Vergiftungen und Verätzungen bewirken können.

Verätzungen im Bereich des Mundes, der Speiseröhre und des Magen-Darm-Bereiches

Erkennen:

     

  • Der Betroffene hat heftige Schmerzen.
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  • Der Speichelfluss ist infolge der Schluckstörung vermehrt.
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  • Die Schleimhäute sind durch Beläge, häufig weißliche Verquellung oder durch Blutung verändert.
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Das können Sie tun:

     

  • Selbstgefährdung vermeiden.
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  • Reichlich Flüssigkeit, z. B. Leitungswasser oder Tee in kleinen Schlucken trinken lassen (Verdünnungseffekt).
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  • Niemals zum Erbrechen bringen, Erbrechen bedeutet nochmalige Verätzung von Speiseröhre und Mund.
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  • Schockbekämpfung.
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  • Notruf.
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  • Vorgefundene Ätzmittel zur Identifizierung in das Krankenhaus mitgeben.
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Augenverätzungen

Zu Augenverätzungen kommt es, wenn ätzende Stoffe, z. B. Kalk als Staub oder Spritzer (Markierungen auf Sportplätzen sind häufig aus Kalkstaub) ins Auge sowie auf die umgebende Haut gelangen.

Erkennen:

     

  • Krampfartiges Zukneifen der Augenlider wegen starker Schmerzen im verätzten Auge.

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Das können Sie tun:

     

  • Der Betroffenen liegt auf dem Boden.
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  • Kopf zur Seite des verätzten Auges wenden.
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  • Gießen Sie aus ca. 10 cm Höhe Wasser in den inneren Augenwinkel, sodass es über den Augapfel und äußeren Augenwinkel nach außen abfließt.
  •  

  • Gesundes Auge schützen.
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  • Keimfreier Verband über beide Augen.
  •  

  • Notruf.
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Augenspülung

Vorgehensweise:

     

  • Der Verletzte liegt auf dem Boden.
  •  

  • Kopf zur Seite des verätzten Auges wenden.
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  • Gießen Sie aus ca. 10 cm Höhe Wasser in den inneren Augenwinkel, sodass es über den Augapfel und äußeren Augenwinkel nach außen abfließt.
  •  

  • Gesundes Auge schützen.
  •  

  • Keimfreier Verband über beide Augen.
  •  

  • Notruf.
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Vorbeugung:

Schutzvorschriften im Umgang mit Chemikalien einhalten.

Verätzungen der Haut

Erkennen:

     

  • Zunehmende Schmerzen, solange die ätzenden Stoffe einwirken

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Maßnahmen:

     

  • Eigene Sicherheit beachten (Schutzhandschuhe tragen).
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  • Bei Verätzungen durch Chemikalien alle benetzten Kleider, auch Schuhe und Strümpfe, sofort vorsichtig entfernen.
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  • Sofort den betroffenen Bereich unter fließendem Wasser spülen.
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  • Achten Sie dabei darauf, dass das Wasser den kürzesten Weg über die Haut nimmt.
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  • Falls kein fließendes Wasser vorhanden ist, müssen Sie ständig frisches Wasser nehmen.
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  • Wenn kein Wasser vorhanden ist, Zellstoffmull-Kompressen nehmen und ätzende Stoffe damit abtupfen.
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  • Jeder Tupfer darf nur einmal benutzt werden.
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  • Verband anlegen.
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  • Notruf.
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