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Behinderte Menschen

Hier und auf den folgenden Seiten erhalten Sie Informationen für den Umgang mit behinderten Menschen.

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Körperbehinderte Menschen haben gelernt, mit ihrer Behinderung zu leben und erwarten, dass man von ihr kein Aufheben macht.

Oft können sie sich gut selbst helfen.

Wie bieten Sie Ihre Hilfe an?

  • Grundsätzlich zunächst fragen: „Bitte, wie kann ich Ihnen helfen?"
  • Lehnt der Behinderte das Anerbieten ab, bestehen Sie nicht darauf, dennoch zu helfen.
  • Wird die Hilfe angenommen, dann handeln Sie nach den Anweisungen des Behinderten: Er weiß, wie die Hilfe zweckmäßig ist.
  • Im Notfall können Behinderte außer den erkennbaren auch noch weitere, nicht sichtbare Schäden haben.

Wo können Sie beistehend helfen?

  • Im Gedränge
  • Beim Ein- und Aussteigen
  • Beim Treppensteigen
  • Beim Tragen von Paketen
  • Bei Eis und Schnee
  • Beim Mitgehen (eigenes Tempo dem des Behinderten anpassen)

Wem können Sie helfen?

  • Körperbehinderten Menschen, z. B. Rollstuhlfahrern
  • Blinden Personen
  • Schwerhörigen und tauben Personen
  • Sprachbehinderten Personen
  • Geistig behinderten Menschen

Körperbehinderte Menschen im Rollstuhl

Der Rollstuhlfahrer, der seinen Rollstuhl mittels der Greifräder oder der Handhebel selbst fährt, braucht oft nur Hilfe bei stärkeren Steigungen oder bei Stufen.

Hilfen (nicht vollständig)

  • Rollstuhl nur dann schieben, wenn es gewünscht wird.
  • Abschrägungen von Bordsteinkanten sowie schiefe Ebenen nutzen.
  • Bei Stufenüberwindung Rollstuhl vorher leicht nach hinten kippen, damit der Behinderte nicht herausfallen kann.
  • Hilfe beim Aufsuchen der Toilette. Die Toiletten von öffentlichen Gebäuden sind in der Regel nicht rollstuhlgerecht. Der Rollstuhlfahrer kommt nicht durch die Tür und hat auch keinen Platz zum Umsteigen vom Rollstuhl auf die Toilette.
  • Hilfe beim Ein- und Aussteigen bei der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel.
  • Hilfe bei den täglichen Verrichtungen.

Blinde Personen

Blinde Personen erschrecken, wenn sie unvorbereitet angefasst werden. Sprechen Sie sie daher an, damit Sie als Helfender erkannt werden.

Wie können Sie helfen?

  • Hilfe nach den Anweisungen des Blinden.
  • Ruhig und selbstverständlich vom Sehen sprechen.
  • Beim Gehen hakt sich der Blinde ein, nicht umgekehrt.
  • Sagen Sie an, wenn eine Stufe, ein Absatz, eine Pfütze oder sonst ein Hindernis kommt.
  • Gegenstände, z. B. Tisch, Tür u. a. dem Blinden zeigen, indem man seine Hand dahin führt.
  • Beim Essen ansagen, was es gibt und dann fragen, was der Blinde davon wünscht. Hilfe beim Zerkleinern der Speisen ist nicht immer nötig.
  • Achtung: Blinde Personen mit Hund nicht plötzlich anfassen!

Schwerhörige und taube Personen

Schwerhörige und Taube müssen den Helfer zuerst sehen können, bevor der Kontakt aufgenommen werden kann.
Ihr Sprechen muss von Ihrem Gesicht abzulesen sein. Deshalb stellen Sie sich so hin, dass Ihr Gesicht für den Gesprächspartner gut sichtbar ist.

Beachten Sie bitte:

  • Langsam und deutlich sprechen, in normaler Lautstärke und ohne Übertreibung.
  • In kurzen Sätzen sprechen.
  • Stichworte aufschreiben, wenn es um wichtige oder komplizierte Dinge geht.
  • Arbeitsanweisungen für Taube doppelt geben: Erst stumm vormachen, dann die Erklärung sprechen.

Sprachbehinderte Personen

  • Sprachbehinderten Personen müssen Sie geduldig und selbstverständlich zuhören, auch wenn sie beim Sprechen Fehler machen.
  • Sprechen Sie besonders deutlich, aber vor allen Dingen normal und auf keinen Fall in der sog. Babysprache (auch nicht bei sprachbehinderten Kindern)!

Geistig behinderte Menschen

Die geistig behinderte Person braucht zwar Anleitung und Aufsicht; dies bedeutet jedoch auf keinen Fall Bevormundung. Deshalb gehen Sie auf ihre Wünsche ein.

So können Sie helfen:

  • Viel Geduld haben.
  • Einfach und klar in kurzen Sätzen sprechen.
  • Lieber vormachen als erklären, beim Vormachen aber keine Pantomime aufführen.
  • Neues wiederholen - auch mehrmals.
  • Jeweils nur eine klare Anweisung geben.
  • Aufgaben in überschaubare Teilaufgaben gliedern.

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