Der kleine Lebensretter - Herzinfarkt Foto: S. Schleicher / DRK e.V.
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  1. Hilfe in Deutschland

Herz-Lungen-Wiederbelebung

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Bei bewusstlosen Personen besteht immer die Gefahr eines Kreislaufstillstandes. Deshalb muss schnellstmöglich gehandelt werden.

Beachten Sie: Für Säuglinge und Kinder gelten besondere Herz-Lungen-Wiederbelebungsmaßnahmen.

Erste Hilfe Maßnahmen zur Wiederbelebung

Hilfsmaßnahmen bei Stillstand des Kreislaufs

Kreislaufstillstand

Steht Ihnen ein funktionstüchtiges Defibrillationsgerät (AED) zur Verfügung, holen Sie es zu sich oder lassen Sie es holen und setzen Sie es ein. Folgen Sie in diesem Fall den Sprachanweisungen des Gerätes.

Merkmale:

  • Keine Reaktion auf Ansprache und Anfassen (vorsichtiges Rütteln an den Schultern): Bewusstlosigkeit.
  • Keine normale Atmung vorhanden, bzw. es bestehen Zweifel daran, dass eine normale Atmung vorhanden ist.

Maßnahmen:

  • Notruf 112 veranlassen bzw. selbst durchführen (falls noch nicht geschehen).
  • Ist ein AED-Gerät in der Nähe, holen Sie es oder veranlassen Sie dies. Schließen Sie das Gerät an den Betroffenen an und folgen Sie den weiteren Sprachanweisungen. Wenn mehrere Helfer vor Ort sind, wird die Herz-Lungen-Wiederbelebung so lange durchgeführt, bis das AED-Gerät einsatzbereit ist.
  • 30 x Herzdruckmassage.
  • 2 x Atemspende.
  • Herzdruckmassagen und Atemspenden im Wechsel so lange durchführen, bis der Rettungsdienst eintrifft und die Maßnahmen vor Ort übernimmt und fortführt oder der Betroffene wieder normal zu atmen beginnt.

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Wie mache ich eine Herzdruckmassage?

Herz-Lungen-Wiederbelebung

1. Herzdruckmassage

  • Neben dem Betroffenen in Höhe des Brustkorbs knien.
  • Den Ballen einer Hand auf das untere Drittel des Brustbeins platzieren
    (= Mitte des Brustkorbs).
  • Den Ballen der anderen Hand auf die erste Hand aufsetzen.
  • Die Arme des Helfers sind gestreckt und der Brustkorb wird senkrecht von oben durch Gewichtsverlagerung des eigenen Oberkörpers 30 x mindestens fünf bis maximal sechs cm tief eingedrückt (Arbeitsfrequenz mind. 100/ bis max. 120/Minute).
  • Druck- und Entlastungsdauer sollten gleich sein.

Beatmung und Herzdruckmassage erfolgen dann im steten Wechsel:
30 x Drücken, 2 x Beatmen.

Beatmung bei Herzdruckmassage

2. Atemspende / Betroffene beatmen

  • Atemwege freimachen durch Neigen des Kopfes nach hinten bei gleichzeitigem Anheben des Kinns.
  • Mit Daumen und Zeigefinger der an der Stirn liegenden Hand den weichen Teil der Nase verschließen.
  • Mund des Betroffenen bei weiterhin angehobenem Kinn öffnen.
  • Normal einatmen und Lippen dicht um den Mund des Betroffenen legen.
  • Luft über einen Zeitraum von einer Sekunde gleichmäßig in den Mund des Betroffenen blasen, so dass sich der Brustkorb sichtbar hebt.
  • Kopflage des Betroffenen beibehalten, eigenen Kopf zur Seite drehen, erneut einatmen und darauf achten, ob sich der Brustkorb des Betroffenen wieder senkt.
  • Betroffenen ein zweites Mal beatmen.
  • Setzt die Atmung wieder ein, stabile Seitenlage.
  • Setzt die Atmung nicht ein, Maßnahmen (Druckmassage, Atemspende im steten Wechsel 30:2) bis zum Eintreffen des Fachpersonals durchführen.

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