Freiwillige in Syrien
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Syrienkrise: Die größte Katastrophe seit Jahrzehnten

Die Syrienkrise verschärft sich immer weiter, ein Ende der Kämpfe ist nicht in Sicht.

Seit Ausbruch des Konflikts wurden mehr als die Hälfte aller Syrer vertrieben, viele von ihnen mehrfach, haben Hab und Gut verloren und sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Eine Mammutaufgabe – auch für das Deutsche Rote Kreuz.

Welch bittere Bilanz: Fünf Jahre nach Ausbruch des gewaltsamen Konflikts in Syrien waren im März 2016 mehr als 11,4 Millionen Menschen auf der Flucht. Davon zählen rund 6,6 Millionen zu den sogenannten internally displaced persons (IDP), also Menschen, die innerhalb der Landesgrenzen auf der Flucht sind. 

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Ibrahim Malla/IFRC

Rund 4,8 Millionen haben außerdem Zuflucht in den angrenzenden Nachbarländern gesucht, über 250.000 Menschen wurden durch direkte Kampfhandlungen getötet und unzählige verletzt. Die Zahl der Menschen, die an indirekten Folgen des Konflikts gestorben sind – wie mangelnde oder falsche medizinische Versorgung, Hunger, unsauberes Wasser, Stressfaktoren – ist unbekannt.

Die Situation in Syrien ist zur größten humanitären Krise seit Jahrzehnten geworden – und ein Ende des Konflikts ist nicht in Sicht. Laut Schätzungen der Vereinten Nationen sind in Syrien inzwischen gut 13,5 Millionen Menschen auf permanente humanitäre Hilfe angewiesen – das entspricht mehr als 50 Prozent der ehemaligen Gesamtbevölkerung des Landes.

Grundbedürfnis: Überleben

Es wird alles benötigt, was zumindest eine grundlegende humanitäre Versorgung ausmacht, seien es Nahrungsmittel, Unterkunft, Wasser und grundlegende Hygienemaßnahmen. Auch die medizinische Versorgung ist weitgehend zusammengebrochen, Verbrauchsmaterial ist knapp und viele Krankenhäuser sind zerstört. Es bedarf außerdem einer logistischen Infrastruktur, um Güter und Medikamente für die Versorgung der Menschen überhaupt transportieren zu können. Denn allein für rund 9 Millionen Menschen besteht keine gesicherte Versorgung an Grundnahrungsmitteln. Zudem herrscht ein großer Mangel an Babynahrung und Babymilch, sodass Babys und Kleinkinder hungern und von Unterernährung betroffen sind.

Notstand in den angrenzenden Ländern

Weit mehr als vier Millionen Menschen haben Flucht in den angrenzenden Ländern Libanon, Jordanien, Irak und Türkei gesucht. Auch hier spitzt sich die Lage für die 4,8 Millionen Syrer in den Flüchtlingslagern und den zahlreichen improvisierten Unterkünften zu. Allein der Libanon, ein Land mit vier Millionen Einwohnern, hat offiziell über 1 Million Flüchtlinge aufgenommen – die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen.

In Syrien selbst und den Nachbarländern unterstützt das Deutsche Rote Kreuz die medizinische Nothilfe der Schwesterorganisationen. Zudem hilft das DRK, die allgemeine Versorgungslage syrischer Flüchtlinge sowie die Situation im Libanon, in der Türkei, in Jordanien und im Irak zu verbessern.

Auch für die Mitarbeiter und Freiwilligen der lokalen Schwesterorganisationen in ihren jeweiligen Ländern bedeutet die humanitäre Arbeit in Syrien und den Nachbarländern eine besondere Gefahr und Belastung. Rund 3000 Helfer des Syrischen Arabischen Roten Halbmonds sind allein in Syrien in der Not- und Katastrophenhilfe im Einsatz, von denen mehr als 50 Engagierte bereits im Einsatz ihr Leben verloren.

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