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Verbreitungsarbeit

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Auftrag und Selbstverpflichtung

Die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung hat es sich zur Aufgabe gemacht, menschliches Leid überall und jederzeit zu verhüten und zu lindern, Leben und Gesundheit zu schützen und der Menschenwürde Achtung zu verschaffen, insbesondere in Zeiten bewaffneter Konflikte und sonstiger Notlagen.

Die Verbreitung der Regeln des humanitären Völkerrechts und der Grundsätze und Ideale der Bewegung ist eine der Hauptaufgaben der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung. Sie ist Voraussetzung dafür, dass die Teilnehmer bewaffneter Konflikte sie im Ernstfall kennen und respektieren.

Gemäß Artikel 3 der Statuten der Bewegung und § 2 der Satzung des DRK hat sich auch das Deutsche Rote Kreuz die Verbreitungsarbeit zur Aufgabe gemacht. Als freiwillige Hilfsgesellschaft der deutschen Behörden im humanitären Bereich wurde es zudem ausdrücklich in § 2 DRK-Gesetz mit der Verbreitung der Kenntnisse über das humanitäre Völkerrecht und die Grundsätze und Ideale der Bewegung sowie mit der Unterstützung der Bundesregierung hierbei beauftragt.

CICR

Verbreitungsarbeit des DRK

Um diesen Auftrag zu erfüllen, leistet das DRK vielfach Verbreitungsarbeit. Diese richtet sich mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten v. a. an politische und gesellschaftliche Entscheidungsträger, Streitkräfte und Polizei, Juristen, medizinisches Personal, Schüler und Studenten, Medien und die allgemeine Öffentlichkeit.

Neben anderen Verbreitungsaktivitäten organisiert das DRK seit den 1950er Jahren verschiedene Kurse zum humanitären Völkerrecht für Juristen und Jurastudenten auf Landes- und Bundesebene. Das Jugendrotkreuz setzt sich mittels Kampagnen und (Unterrichts-)materialien für die Verbreitung des humanitären Völkerrechts und der Grundsätze der Bewegung bei Kindern und Jugendlichen ein. Das DRK veranstaltet zudem gemeinsam mit dem Bundesverteidigungsministerium und dem Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht (IFHV) eine jährliche Tagung, um den Dialog zwischen Rechtsberatern der Bundeswehr und den Konventionsbeauftragten des DRK zu stärken. Neben anderen Publikationen zu Themen des humanitären Völkerrechts veröffentlicht das DRK zusammen mit dem IFHV vierteljährlich eine Zeitschrift zum humanitären Völkerrecht (Humanitäres Völkerrecht - Informationsschriften). Das DRK nimmt zudem die Geschäftsführung des Deutschen Komitees zum Humanitären Völkerrecht wahr, in dem sich Vertreter der relevanten Ministerien, der Wissenschaft und des DRK über Fragen des humanitären Völkerrechts austauschen.

Aufbau des Verbreitungsarbeitssystems des DRK

Gemäß der föderalen Struktur des DRK hat jede Verbandsebene eine eigene Verantwortlichkeit für die Koordinierung und Durchführung von Verbreitungsarbeit. Neben den hauptamtlich Beschäftigten sind es insbesondere die ehrenamtlich tätigen Konventionsbeauftragten, die sich in den einzelnen Verbandsgliederungen für die Verbreitungsarbeit einsetzen.

Das Konventionsbeauftragtensystem umfasst einen/eine Bundeskonventionsbeauftragte/n, 19 Landeskonventionsbeauftragte sowie mehrere hundert Kreis- und Bezirkskonventionsbeauftragte. Es stellt in Deutschland eine einzigartige Möglichkeit dar, sich für das humanitäre Völkerrecht und eine humanitäre Ethik einzusetzen.

Konventionsbeauftragte

Bundesverband

Die Tätigkeit des/der Bundeskonventionsbeauftragten - zumeist ein/e hochrangige/r Völkerrechtler/in - besteht vor allem darin, die Gremien des Bundesverbandes sowie bei Bedarf Regierungsstellen in Fragen des humanitären Völkerrechts zu beraten, die Arbeit der Landeskonventionsbeauftragten zu koordinieren und zu unterstützen sowie die Positionen des Deutschen Roten Kreuzes in Fragen des humanitären Völkerrechts auf nationaler Ebene und auf internationalen Foren zu verbreiten. Dies beinhaltet mannigfaltige Publikations-, Vortrags- und Fortbildungstätigkeiten.

Bundeskonventionsbeauftragter

Landesverbände

Die Landeskonventionsbeauftragten - i.d.R. Juristen mit der Befähigung zum Richteramt oder einer vergleichbaren Qualifikation - beraten die Gremien ihres Landesverbandes in Fragen des humanitären Völkerrechts und der humanitären Ethik, koordinieren und unterstützen die Tätigkeiten der Kreiskonventionsbeauftragten, z.B. mit der Durchführung von Jahrestagungen, pflegen Kontakte zu mit Fragen des humanitären Völkerrechts und der humanitären Ethik befassten Behörden und wissenschaftlichen Institutionen, unterrichten Rotkreuz-Mitglieder und insbesondere auch Rechtsreferendare über das humanitäre Völkerrecht und erstellen in diesem Zusammenhang Arbeits- und Verbreitungsmittel. Durch Vorträge, Publikationen und Medienbeiträge vertreten sie die Auffassungen des Deutschen Roten Kreuzes auf völkerrechtlichem Gebiet im Bereich ihres Landesverbandes.

Landeskonventionsbeauftrage

Kreis- und Bezirksverbände

Die Kreis- und Bezirkskonventionsbeauftragten wiederum beraten die Gremien ihres Kreis- oder Bezirksverbandes in einschlägigen Fragen und sorgen für eine ausreichende Ausbildung der aktiven Rotkreuz-Mitglieder und Bevölkerung im humanitären Völkerrecht und den Idealen und Grundsätzen der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung. Unterrichts- und Vortragstätigkeiten richten sich dabei vor allem an mit Aufgaben des Zivilschutzes beauftragte Mitarbeiter und Personal, das im Konfliktfall besondere humanitäre Verantwortung trägt (z.B. medizinische Fachkräfte). Letztlich leisten die Kreiskonventionsbeauftragten auch Basisarbeit für die Verwirklichung einer solidarischen, nicht-diskriminierenden und gewaltfreien Gesellschaft.

Hier finden Sie den Bericht eines langjährigen Kreiskonventionsbeauftragten

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