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Humanität

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Möchten Sie sich beim DRK engagieren? Für Schüler, Studenten und junge Erwachsene gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich beim Roten Kreuz zu engagieren.

Der Rotkreuzgründer ist aufgrund seiner Pläne und Taten unvergessen. Dunants Werk wäre ohne seine Werte nicht möglich gewesen. Schon als Kind besaß er einen starken Gerechtigkeitssinn und fühlte eine ausgeprägte soziale Verantwortung. Er war empfindsam und konnte Menschen begeistern. Die Werte Humanität, Zivilcourage und Solidarität waren für Dunant besonders zentral.

  • "Wer menschlich handelt, tut ziemlich sicher das Richtige"

    Viele Menschen wollen das Richtige tun, nur ist es nicht immer so einfach zu wissen, was das Richtige ist. Eine Möglichkeit das herauszufinden ist, sich zu fragen, ob man selbst in dieser Weise behandelt werden möchte. Das Sprichwort „Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem anderen zu“ trifft den Kern der Sache. Wenn man selbst nicht in einer bestimmten Weise behandelt werden will, ist die Handlung unmoralisch und man soll sie unterlassen. Moral bedeutet also das, was als "richtiges Handeln" angesehen wird - sei es von einer einzelnen Person, einer Gruppe oder einer ganzen Kultur. Moral beschreibt, was Menschen für richtig halten oder was sie gemäß ihrer Vorstellung vom richtigen Handeln tun.

    Der Gedanke der Humanität umfasst auch die allgemeine Menschenwürde und die Ablehnung des Krieges. Zur Humanität gehören auch religiöse und politische Toleranz sowie die Achtung unserer Mitmenschen und deren Überzeugungen. Diese Menschlichkeit im Miteinander lässt sich auf Tiere ausweiten und allgemein auf einen achtsamen, schützenden Umgang mit der Natur.

    Humanität liegt allen Menschenrechten und sogar dem Völkerrecht zugrunde. Auf der Idee der Menschlichkeit sind viele Rechtsgrundsätze zwischen den Staaten aber auch innerhalb eines Landes aufgebaut. Im Völkerrecht taucht der Begriff im Zusammenhang mit Verbrechen gegen die Menschlichkeit auf. In den Verfassungen und Gesetzen demokratischer Staaten ist die Humanität fest verankert, so auch im Deutschen Grundgesetz.

    Im Artikel 1 des Deutschen Grundgesetzes heißt es:

    1. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
    2. Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

    Wissenswert!

    Menschlichkeit oder Humanität (lat. humanitas) ist der grundsätzlichste menschliche Grundwert. Er bedeutet die praktische Umsetzung der Ideen des Humanismus. Humanität bezeichnet die allgemeine Mitmenschlichkeit, Menschen- und Nächstenliebe. Dies bedeutet, dass wir respektvoll und konstruktiv miteinander umgehen. Es geht weniger um eine innere Eigenschaft, sondern eher um das, was im Umgang untereinander wünschenswert ist. Der Gedanke der Humanität bedeutet auch, dass Menschen grundsätzlich gleich sind, unabhängig von Herkunft und Geschlecht.

  • Die UN-Kinderrechtskonvention

    Im Sinn der Menschlichkeit wurde 1989 von der UNO-Vollversammlung die UN-Kinderrechtskonvention verabschiedet. Auch Kinder haben feste Rechte. Der Kinderrechtskonvention sind mehr Staaten beigetreten als allen anderen UN-Konventionen, nämlich alle mit Ausnahme der USA und Somalia. In der Kinderrechtskonvention werden Menschen, die das 18. Lebensjahr noch nicht abgeschlossen haben, als Kinder definiert. Ausnahmen gelten in Ländern, in denen das Erwachsenenalter schon früher eintritt. Mit der Kinderrechtskonvention legen die Vereinten Nationen wesentliche Standards zum Schutz der Kinder weltweit fest und stellt die Wichtigkeit von deren Wert und Wohlbefinden heraus. Die Kinderrechtskonvention basiert auf vier Prinzipien:

    • Das Recht auf Gleichbehandlung: Kein Kind darf aufgrund seines Geschlechts, seiner Herkunft, seiner Staatsbürgerschaft, seiner Sprache, Religion oder Hautfarbe, einer Behinderung oder wegen seiner politischen Ansichten benachteiligt werden.
    • Das Wohl des Kindes hat Vorrang: Wann immer Entscheidungen getroffen werden, die sich auf Kinder auswirken können, muss das Wohl des Kindes vorrangig berücksichtigt werden. Das gilt in der Familie ebenso wie für staatliches Handeln.
    • Das Recht auf Leben und Entwicklung: Jedes Land verpflichtet sich, in größtmöglichem Umfang die Entwicklung der Kinder zu sichern. Kinder haben ein Recht auf medizinische Hilfe, auf Bildung und müssen vor Ausbeutung und Missbrauch geschützt werden.
    • Achtung vor der Meinung des Kindes: Alle Kinder sollen als Personen respektiert und ihrem Alter und Reife gemäß in Entscheidungen einbezogen werden.

    Die Kinderrechtskonvention im Wortlaut.

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