Sein Werdegang in der Bergwacht lässt sich vor allem mit einem Wort beschreiben: Zufall. Der Zufall war es, der ihn 1975 zur Bergwacht brachte und ihn im Frühjahr 1976 die Ausbildung beginnen ließ. Es folgte ein langjähriges Engagement – von Notfallmedizin zu Ausbildung und Gremiensitzungen.
„Ich war Teil des Landesausschusses der Bergwacht Bayern und dort für Recht und Personal zuständig. Alois Glück, damals Vorsitzender, kam auf mich zu und fragte, ob ich im Bundesausschuss an einer neuen Ordnung mitwirken wollte. Ich entschied mich, mir das Aufgabenfeld einmal anzuschauen – und wurde drei Jahre später zum ersten Mal zum Bundesleiter gewählt.“
Starkes Wirken für die Bergwacht auf Bundesebene
Auch hier bewegte er viel und brachte die Bergwacht als eine der fünf ehrenamtlichen Gemeinschaften im Deutschen Roten Kreuz maßgeblich voran. Zu seinen Errungenschaften in 12 Jahren als Bundesleiter zählen:
- Standardisierung der Ausbildung
- Etablierung einheitlicher Ausbildungs- und Prüfungsordnungen
- Stärkung der Kooperation und Koordination unter den 11 Bergwacht-Landesverbänden
- Förderung der Sichtbarkeit und Anerkennung der Bergwacht im Komplexen Hilfeleistungssystem
- Unterstützung der kleineren Bergwacht-Landesverbände
- Vereinheitlichung des Erscheinungsbildes mit rot-blauer Dienstkleidung
Gremiensetzungen sind langweilig? Quatsch!
Aber: Die Bergwacht passiert vor Ort. In den Einsätzen, in den Bereitschaften, sagt er. In Gremien aktiv zu sein und als starke Stimme der Bergwacht zu fungieren, fand er jedoch niemals langweilig. Auch, wenn dadurch weniger Zeit bleibt, selbst in den Bergen unterwegs zu sein.
Als Bundesleiter schätzte er die Möglichkeit, Kontakte und Erfahrungen abseits seiner Gemeinschaft zu sammeln. Denn so unterschiedlich alle Gemeinschaften sind, die sieben Grundsätze verbinden. Die Idee der Hilfe nach dem Maß der Not, ohne „wer“, „warum“ oder „was“ zu fragen, begeistert ihn.
Wir danken Klemens herzlich für seinen Einsatz für die Bergwacht und freuen uns, dass er dem Deutschen Roten Kreuz auch weiterhin erhalten bleibt: Ende 2025 wählte ihn die Landesversammlung des Bayerischen Roten Kreuzes zum ehrenamtlichen Justiziar.
