Bangladeschs Inseln wappnen sich für den Ernstfall
Auf den Inseln Hatiya und Nizum Dwip, die sich in der Bucht von Bengalen im südlichen Distrikt von Chittagong befinden, arbeitet das DRK gemeinsam mit dem Bangladeschischen Roten Halbmond und der lokalen Bevölkerung an der Verbesserung der Katastrophenvorsorge in den gefährdeten Küsten-Gemeinden.
Die nur knapp über dem Meeresspiegel liegenden Inseln sind regelmäßig von Stürmen und Überflutungen betroffen sowie im April/Mai und Oktober/November von Zyklonen bedroht.
Dort werden örtliche Freiwilligengruppen trainiert, die Bevölkerung vor bevorstehenden Stürmen zu warnen und sie bei der Evakuierung in Zyklonschutzbauten zu unterstützen. Die Bevölkerung selbst übt die Schritte der Vorbereitung auf einen Sturm gemeinsam ein.
Lebensmittel- und Trinkwasservorräte werden sturmsicher angelegt und das wichtigste Hab und Gut mit einfachen Mitteln möglichst sicher verstaut. Im Anschluss werden Kinder, Alte und Kranke auf ihrem Weg in die Schutzbauten begleitet. Bevor der Sturm seine zerstörerische Kraft entfalten kann, hat sich die Bevölkerung in den Schutzbauten eingefunden und kann mit den eingelagerten Lebensmitteln und Medikamenten mehrere Tage wind- und wassergeschützt ausharren.
In Vorbereitung auf die aktuelle Zyklon-Saison wurden im April und Mai solche Evakuierungsübungen in den Projektgemeinden durchgeführt. Neben solchen und weiteren Trainings mit der Bevölkerung, die die besondere Gefährdung von Frauen und Kindern aufgreifen, wird die Thematik Katastrophenvorsorge und Klimawandel auch in den Unterricht von 10 Grund- und Hauptschulen integriert.
Diese Maßnahmen, haben zum Ziel, die lokale Bevölkerung auf kommende zerstörerische Naturereignisse vorzubereiten und sie in die Lage zu versetzen, sich selbst und ihre Lebensgrundlagen besser schützen können.
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