Zyklon Nargis in Myanmar (ehem. Birma):
Das Rote Kreuz half 500.000 Menschen
Der Zyklon Nargis, der am 3. Mai 2008 über Myanmar hinwegfegte, hat verheerende Verwüstungen hinterlassen. Rund 2,4 Millionen Menschen waren von den Folgen des Wirbelsturms betroffen. Die Rotkreuzhilfe war aufgrund der politischen Situation in Myanmar sehr schwierig. Trotz der erschwerten Bedingungen konnte das Internationale Rote Kreuz mit vereinten Kräften 500.000 Menschen helfen.
Das Rote Kreuz hilft per "Luftbrücke"
Die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung hilft im Katastrophenfall koordiniert und gemeinschaftlich. Mit 152 Hilfsflügen wurden die Menschen mit dem Lebensnotwendigsten versorgt: Lebensmittel, Zeltplanen, Wasserkanister, Moskitonetze, Hygienekits und Decken. Das DRK hat sich an diesen Hilfslieferungen finanziell beteiligt und sechs Anlagen zur Wasseraufbereitung sowie zahlreiche Küchensets ins Land geschickt.
Sauberes Wasser durch die DRK-Wasseraufbereitungsanlagen

- Die DRK-Wasseraufbereitungsanlage wurde per Boot nach Bogale ins Irrawaddy Delta gebracht.
Sauberes Wasser ist lebensnotwenig. Das DRK hat deshalb sechs Wasseraufbereitungsanlagen nach Myanmar geschickt, die nach dem Ende ihres Einsatzes im Land verblieben sind. Mit den entsandten DRK-Trinkwasseranlagen konnten bis zu 15.000 Menschen täglich mit frischem Wasser versorgt werden. Neben großzügigen Spenden wurde dieser Nothilfeeinsatz durch die Bundesregierung ermöglicht.
Rotkreuz-Einsätze in der Katastrophenhilfe sind stets darauf ausgerichtet, dass die Menschen in der Region auf kommende Katastrophen besser reagieren können. Da es ausländischen Helfern in Myanmar nicht möglich war, frei in die betroffenen Regionen zu reisen, war die Schulung von lokalen Helfern besonders wichtig. DRK-Wasser- und Hygiene-Experten haben die Myanmarischen Rotkreuz-Helfer nicht nur darin geschult, wie man Wasser mit Hilfe von Chlortabletten trinkbar machen kann, sondern auch, wie die vom DRK entsandten Wasseraufbereitungsanlagen richtig aufgestellt und betrieben werden. Diese Maßnahmen spielen eine wichtige Rolle bei der Bewältigung zukünftiger Katastrophen in Myanmar. Dann können die Anlagen erneut eingesetzt werden - dank geschulter Katastrophenhelfer. Deshalb unterstützt das DRK den vorbeugenden Katastrophenschutz.
Viele Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften haben in Myanmar zusammengearbeitet. Aber unmittelbar nach der Katastrophe sind es die Freiwilligen der nationalen Rotkreuzgesellschaft vor Ort, die Leben retten. » zum Weiterlesen
© Fotos: IFRC, DRK; Karte: Geoatlas®




