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Haiti: Wasserversorgung und Hygieneschulungen

Obwohl die Region Grand-Anse sehr wasserreich ist, hat nur jeder vierte Bewohner der Region Zugang zu Trinkwasser. Einige Dörfer liegen sehr abgelegen und sind daher nicht an eine Trinkwasserversorgung angebunden. Außerdem wurden vorhandene Wassersysteme durch Hurrikans in den vergangenen Jahren stark beschädigt. Das Rote Kreuz nimmt sich deshalb der Wasserversorgung in drei Dörfern an, in denen die Bewohner bislang besonders weite Wege zur nächsten Wasserquelle zurücklegen mussten.

Karte von Haiti

Region: drei Gemeinden im Department Grand-Anse, Haiti (Bonbon, Previlé, Mahotiere-Clisan)
Laufzeit: 12/2009 bis 03/2011
Projektvolumen: 350.000 Euro
Finanzierung: Spenden, ECHO
Partner: Haitianisches Rotes Kreuz

Kurze Wege zum Wasser

In einem ersten Schritt wurden über eine Strecke von mehreren Kilometern Wasserleitungen verlegt, um Quellwasser in Trinkwasserqualität bis in die Dörfer zu bringen. Die Wasserstellen sind für Dorfbewohner gut erreichbar. Nun muss keiner der Bewohner mehr als 500 Meter zu einer Wasserstelle zurücklegen. Für die Dörfer, die nicht an Wasserleitungen angebunden werden konnten, gibt es eine andere Lösung. Regenwasser wird in Wassertanks aufgefangen und zu Wasserkiosken weitergeleitet. Hier können die Dorfbewohner für einen geringen Preis sauberes Wasser kaufen. Die Einnahmen nutzt das lokale Wasserkomitee, um zukünftig nötige Wartungsarbeiten finanzieren zu können – auch nachdem das DRK das Projekt nicht mehr finanziert.

Das A und O: Sauberkeit

Sauberes Wasser ist eine Grundvoraussetzung, um gesund zu bleiben. Aber die Trinkwasserversorgung allein bewahrt die Menschen nicht vor Erkrankungen. So baut das Rote Kreuz in der Region auch über 300 Latrinen. In umfangreichen Hygieneschulungen werden die Menschen über die Ursachen von Durchfallerkrankungen aufgeklärt und wie sie sich vor Infektionen schützen können.

Job Jeans Vorfreude wächst

Job Jean besucht in Previlé die Schule. Sein Tag beginnt vier Uhr morgens, um noch vor Schulbeginn Wasser zu holen. Eine Stunde braucht er für den Rückweg, denn es geht stetig bergauf. Nach der Schule wiederholt sich das Spiel. Umso mehr freut sich Job Jean auf die Wasserversorgung, die das Rote Kreuz direkt in seinem Dorf aufbaut. Wenn der Wasserkiosk erst einmal in Betrieb ist, wird er viel Zeit sparen. Mehr Zeit, um für die Schule zu lernen. Und mehr Zeit zum Fußballspielen.

 

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