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Schule statt Arbeit – eine bessere Zukunft für Limas Straßenkinder

Über 20.000 Kinder leben oder arbeiten auf den Straßen von Perus Hauptstadt Lima. Drogen, Kriminalität und Prostitution sind hier an der Tagesordnung. Nur mit einer Schulausbildung haben sie die Chance, aus diesem Teufelskreis auszubrechen. Das Rote Kreuz kämpft gegen Kinderarbeit und für eine bessere Zukunft von Limas Straßenkinder.

Foto: Vier kleine Mädchen sitzen zusammen auf den Boden und lernen spielend die menschliche Anatomie.
Spielend fürs Leben lernen – so macht Schule Spaß.
Karte: Peru mit seinen umligenden Ländern Ecuador, Kolumbien, Brasilien, Bolivien und Chile sowie dem Pazifischen Ozean.
Das DRK kämpft in Perus Hauptstadt Lima seit 2003 für eine bessere Zukunft der über 20.000 Straßenkinder.

Region: San Juan de Lurigancho, Lima
Laufzeit: seit September 2003
Projektvolumen: 120.000 Euro
Finanzierung: Spenden, Paul-Erna-Stiftung
Partner: Peruanisches Rotes Kreuz, TACIF (lokale Kinderorganisation)

Teufelskreis Kinderarbeit

Foto: Neun peruanische Kinder hocken oder knien auf einem Sandhügel udn schauen ind ie Kamera. In der Mitte des Hügels sprießen zarte grüne Pflänzchen.
Viele Kinder in Peru müssen arbeiten gehen, um ihre Familien zu unterstützen.

San Juan de Lurigancho ist das größte und ärmste Viertel in Perus Hauptstadt Lima. Viele Familien haben kein Dach über dem Kopf. Anstatt regelmäßig in die Schule zu gehen, müssen die meisten Kinder arbeiten, um Geld zu verdienen. Nur so können ihre Familien überleben. Oft kehren die Kinder der Schule ganz den Rücken. Dann verbringen sie den größten Teil ihres Lebens auf der Straße. Sie geraten in eine Szene, die von Drogen, Kriminalität und Prostitution bestimmt ist. Ein Teufelskreis, dem die Kinder ohne Schulbildung nicht entkommen können.

Schulausbildung: Eine Chance der Armut zu entfliehen

Foto: Viele lachende Kinder sitzen oder stehen vor dem Schild der Kinderorganisation, die sich in San Juan de Lurigancho in Lima/Peru für die Kinderarbeiter einsetzt.
Mit einem Schulabschluss haben die Kinder eine Chance, einen besser bezahlten Job zu bekommen und sich und ihre Familie aus der Armut zu befreien.

Um die Kinder aus diesem Teufelskreis zu befreien, betreut das Deutsche Rote Kreuz in Lima seit 2003 Projekte gegen Kinderarbeit. In acht Schulen geben Lehrer den Kindern freiwillig Nachhilfeunterricht. Hier können sie den verpassten Lernstoff nachholen. Ein Erfolgserlebnis, das die Kinder motiviert, wieder zur Schule zu gehen. In praktischen Kursen wie Kochen, Gärtnerei und Kleintierzucht lernen die Kinder außerdem viel für ihr späteres Leben. Zusätzlich stärken verschiedene Sportangebote, Theater-, Tanz- und Musikworkshops das Selbstvertrauen und das Wir-Gefühl der Kinder und Jugendlichen. Das macht sie stark für die Zukunft.

Gemeinsam gegen Kinderarbeit

Foto: Vier Frauen sitzen arbeiten an Nähmaschinen oder schneiden Stoffbahnen zurecht.
Für bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt: In Näh- oder Computerkursen erlernen die Eltern wichtige Fähigkeiten.

Viele Eltern sind arbeitslos oder arbeiten als Tagelöhner. Daher ist der geringe Zuverdienst der Kinder für die Familien überlebensnotwendig. Es wichtig, den Eltern Einkommensalternativen aufzuzeigen. So können sie ihre materielle Situation selbst verbessern und sind nicht mehr auf die Arbeit ihrer Kinder angewiesen. In Kursen lernen die Eltern Nähen oder den Umgang mit Computern. Voraussetzungen, die ihnen bei der Suche nach besser bezahlten Jobs helfen.

 

So hilft meine Spende!

  • Für 14 Euro können ein Volleyball und ein dazugehöriges Netz für die Kinder gekauft werden.
  • Mit 45 Euro kann ein Kind mit Schulmaterialien ausgestattet werden.
  • Für 200 Euro können zwölf Mütter an einem Nähkurs teilnehmen.

Der Kampf gegen Kinderarbeit muss in Zukunft unbedingt weitergehen. Denn allein in Lima brauchen immer noch mehr als 20.000 Kinder Unterstützung. 2010 sollen daher mindestens vier weitere Schulen in das Projekt aufgenommen werden. Doch nur mit Ihrer Unterstützung können wir den Straßenkindern Limas auch in Zukunft helfen.

In Südamerika gibt es schätzungsweise 20 Millionen arbeitende Kinder unter 14 Jahren, für deren Zukunft wir gemeinsam weiterkämpfen müssen.

© Fotos 1: DRK / Norbert Haase; Foto 2: DRK / TACIF; Foto 3: DRK; Foto 4: DRK / TACIF; Karte: Geoatlas®

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