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Was ist Lepra?

1873 entdeckte der norwegische Arzt Gerhard Henrik Armauer Hansen das Lepra-Bakterium. Zu dieser Zeit war die „Hansen Krankheit“ auch in Europa weit verbreitet. Zwar ist die Krankheit laut Weltgesundheitsorganisation mittlerweile unter Kontrolle, dennoch kommt es aber immer noch zu ca. 250.000 Neuerkrankungen im Jahr. Diese treten hauptsächlich in den Armenregionen der Erde auf, in denen mangelnde Hygiene und Unterernährung vorherrschen.


Im Laufe der Krankheit kommt es zum Verlust des Gefühls- und Tastsinns an den befallenen Stellen. So werden Verletzungen oft nicht oder zu spät wahrgenommen. Es kommt zu Entzündungen, die häufig ungehemmt fortschreiten und bis zum Verlust der Gliedmaßen führen können.


Ein Mensch mit gesundem Immunsystem kann sich nicht anstecken. Auch wenn keine Impfung existiert, kann die Krankheit doch bei frühzeitiger Behandlung in mehreren Monaten vollständig geheilt werden.


Im letzten Jahrhundert wurden die erkrankten Menschen als Aussätzige behandelt und in Leprakolonien weggesperrt. Sie lebten in katastrophalen Bedingungen, abseits der übrigen Gesellschaft und ihrer Familie. So auch in Peru: Der Ort San Pablo de Loreto wurde 1926 zur Verbannung von Leprakranken gegründet.

 

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