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Hoffnung nach der Katastrophe: DRK-Soforthilfe in Haiti

Über 220.000 Menschen haben durch das schwere Erdbeben in Haiti ihr Leben verloren, Unzähligen fehlt seitdem die Lebensgrundlage: Das große Leid nach dem Erdbeben in dem armen Inselstaat führte in Deutschland und weltweit zu großer Hilfsbereitschaft. Das Deutsche Rote Kreuz war schon wenige Stunden nach dem Erdbeben im Einsatz, um den Opfern zu helfen.

Foto: Ein Mädchen liegt auf einer Krankenhausliege kurz vor einer OP.
Neben den körperlichen Verletzungen leiden die Menschen in Haiti - besonders Kinder - unter den seelischen Wunden durch das Erdbeben.

Allein im DRK-Hospital engagierten sich bis Ende April etwa 93 Ärzte, Krankenschwestern, Hebammen, Techniker und Logistiker sowie 125 internationale Delegierte. In folgenden Bereichen ist das Deutsche Rote Kreuz aktiv:

Hilfsgüterlieferungen

Foto: Rotkreuzhelfer vor einer Menge Haitianer, die für Hilfsgüter anstehen.
Die Erdbebenopfer sind auf die Hilfsgüter internationaler Organisationen angewiesen.
Foto: Rotkreuzhelfer vor einer Menge Haitianer, die für Hilfsgüter anstehen.
Die Menschen freuen sich über die Hilfsgüter. Jetzt können sie sich eine Notunterkunft einrichten.
  • Nahrungsmittel und Werkzeugsets, die beispielsweise Schaufeln, Stiefel und Handschuhe enthielten, waren die ersten Hilfsgüter, die das DRK bereits wenige Stunden nach dem Erdbeben mobilisiert hatte.  
  • Mit Plastikplanen und Decken des DRK haben sich die obdachlosen Menschen Notunterkünfte eingerichtet.
  • Zudem wurden 2.500 bedürftige Familien mit Wasserkanistern, Schlafmatten, Küchensets, Lampen und anderen Hilfsgütern versorgt, um sich ihre Notunterkünfte einzurichten.  
  • Auch Hygienekits mit Seife und Waschutensilien hat das DRK gestellt.
  • In Leogane hat das Deutsche Rote Kreuz 1.500 Moskitonetze verteilt. Dort sind die Insekten besonders häufig und das Malariarisiko damit erhöht.
  • Um das haitianische Rote Kreuz zu unterstützen, hat das DRK Erste-Hilfe-Sets nach Haiti gesandt.
  • Die Verteilung von Hilfsgütern und Nahrungsmitteln wurde Mitte Mai 2010 abgeschlossen.

Medizinische Versorgung

Foto: Ein nacktes Neugeborenes liegt auf einem OP-Tisch.
Die kleine Katyama war das erste Neugeborene im DRK-Krankenhaus.
  • Im Fußballstadion von Carrefour hat das DRK ein Feldhospital mit den Kapazitäten eines deutschen Kreiskrankenhauses eingerichtet.  Auch schwere Notfälle können dort behandelt werden. Die Helfer im Hospital haben bereits über 19.300 Menschen medizinisch versorgt und mehr als 430 Babys entbunden (Stand 30. April).
  • Die Menschen in Haiti leiden auch unter unsichtbaren, seelischen Wunden. Besonders Kinder benötigen eine professionelle Betreuung, um die schlimmen Erlebnisse zu verarbeiten. Liebevolle und gut geschulte Rotkreuzhelfer kümmern sich im DRK-Hospital gezielt um die traumatisierten Kinder.
  • Mobile Teams fahren in die zahlreichen Camps, um den Menschen vor Ort medizinisch zu helfen.  
  • Bereits am 19. Januar war die Gesundheitsstation des DRK im Einsatz. In der mobilen Einrichtung vom Umfang einer Allgemeinarztpraxis wurden bis zu ihrem letzten Einsatztag Ende März rund 8.000 Patienten versorgt. Danach wurde die Gesundheitsstation in das mobile Hospital integriert.
  • Das DRK hat sich an einer umfangreichen Impfkampagne beteiligt. Rund 700.000 Menschen – vor allem Kinder – in den zahlreichen provisorischen Camps rund um die Hauptstadt Port-au-Prince sind nun vor Masern, Tetanus und Diphterie geschützt.

Wasserversorgung

Foto: Durstige Haitianer greifen nach dem Wasser, das ein Rotkreuzhelfer aus einem blauen Wasserkanister verteilt.
Mit Hilfe von haitianischen Helfern wird Wasser an die durstigen Menschen verteilt.

Eine mobile Trinkwasser- und Seuchenvorsorge-Einheit des DRK versorgt das gesamte mobile Krankenhaus mit Wasser. Auch 5.000 obdachlose Menschen in einem Camp nahe des Hospitals profitieren davon. Sie erhalten täglich frisches Wasser.

Zudem beteiligt sich das DRK finanziell an den vielen Nothilfemaßnahmen der Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften sowie des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz. Lesen Sie hier etwas zur  internationalen Hilfe.

Die Hilfsmaßnahmen werden durch private Spenden, Unternehmensspenden sowie die Unterstützung des Auswärtigen Amtes bzw. der Bundesregierung, der EU und verschiedener Landesregierungen ermöglicht.

Die Hilfe für Haiti muss weitergehen, denn jetzt braucht der arme Inselstaat die Hilfe nötiger denn je. Das Deutsche Rote Kreuz engagiert sich auch beim Wiederaufbau im Einsatz. Lesen Sie hier mehr über die langfristige Hilfe in Haiti.
   

So hilft meine Spende

  • 90 Euro kostet ein Erste-Hilfe-Kit. Damit können leichte Verletzungen an Ort und Stelle behandelt werden.
  • 100 Euro kostet Babynahrung, um vier Babys eine Woche lang zu versorgen.
  • Mit 355 Euro kann ein Zelt für eine siebenköpfige Familie als Notunterkunft bereitgestellt werden.
Flash ist Pflicht! www.youtube.com/watch?v=beNwZNUgFOw
Video: Dr. Richert, Leiter der DRK-Hilfsoperation in Haiti, über die Situation im Erdbebengebiet wenige Tage nach der Katastrophe

Das „Krankenhaus aus der Kiste“ auf einen Blick

Das DRK-Hospital in Haiti verfügt über:

  • eine Notfallaufnahme
  • zwei Operationssäle
  • eine Mutter-Kind-Station
  • eine Röntgeneinheit
  • ein Labor  
  • eine Apotheke.
  • bis zu 160 Betten für die stationäre Behandlung
  • Sanitär- und Hygieneanlagen
  • eine Patientenküche
  • eine Wäscherei
  • eigene Wasser- und Stromversorgung
Foto: Das DRK-Hospital bei Nacht während der Regenzeit.
Ein Krankenhaus in einem Fußballstadion: Von der weltweit wohl einmaligen Einrichtung machten sich bereits Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel und Schalke 04-Manager Felix Magath ein Bild.

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© Fotos: IFRC/ Jakob Dall, DRK/ Stefan Trappe, American Red Cross/ Talia Frenkel

 

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