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Vom Sprint zum Marathon: Wiederaufbau mit den Ärmsten

Um das enorme Ausmaß des Erdbebens zu überwinden und für künftige Herausforderungen besser gerüstet zu sein, ist Haiti auf umfangreiche und intensive Hilfe von außen angewiesen. Das Deutsche Rote Kreuz wird den Neubeginn des armen Karibikstaates mit 25 Millionen Euro unterstützen. Lesen Sie hier, wo die Spenden zum Einsatz kommen.

Das DRK ist nicht erst seit dem Erdbeben in Haiti aktiv. Schon seit Jahren engagiert sich das Deutsche Rote Kreuz auf der Karibikinsel, etwa in Projekten zur Katastrophenvorsorge (Hurrikans und Überschwemmungen) und Nah-rungsmittelsicherung. Nun intensiviert das DRK seine Hilfe für den Wiederaufbau:

Foto: Ein Junge sitzt auf einem Krankenhausbett, dahinter ein Mädchen.
Schauen in die Zukunft: Die Menschen in Haiti

Medizinische Projekte

Foto: Das Centre de Sante in Carrefour in Trümmern
Das Gesundheitszentrum in Carrefour ist völlig zerstört. Das DRK wird den wieder-aufbau mit einer neuen Einrichtung unterstützen.

Krankenhaus in Carrefour

Operationen und Behandlungen, Geburten und psychosoziale Betreuung: Das Feldhospital im Fußballstadion in Carrefour sichert die medizinische Versorgung der Bevölkerung. Das Hospital wird seine Arbeit auch über die Nothilfe-Phase hinaus bis auf weiteres fortsetzen.

Foto: Blutkonserven - im Hintergrund Kisten mit Rotkreuzsymbol
Das Deutsche Rote Kreuz wird die Blutbank in Port-au-Prince wieder aufbauen.

Blutbank

Die bestehende Blutbank des Haitianischen Roten Kreuzes wurde schwer beschädigt und ist seit dem Beben nicht mehr in Betrieb. Das DRK wird das Gebäude neu errichten und helfen das Blutspendewesen in Haiti auszubauen. Erste Kostenschätzungen belaufen sich auf etwa 2,3 Millionen Euro.

Judith Betrand, 10, und eine dominikanische Rotkreuzhelferin in Cite Soleil, Port-au-Prince.
Damit die Menschen in Haiti besser auf Naturkatastrophen vorbereitet sind, wird das DRK seine Katastrophenvorsorgeprojekte ausbauen.

Ausbildung und Katastrophenvorsorge

Besonders in Katastrophenfällen ist ein armes Land wie Haiti auf die Unterstützung geschulter freiwilliger Helfer angewiesen, etwa in der Ersten Hilfe. Als Teil des Katastrophenschutzes und der Katastrophenvorsorge wird das DRK seine bestehenden Schulungsprojekte ausbauen, um nationale Kräfte in allen Bereichen der Basis-Medizin zu schulen.

Infrastruktur-Projekte

Foto: Ein Rotkreuzhelfer schaut auf ein provisorisches Camp.
Zum Schutz vor den Naturgewalten brauchen die Menschen in Haiti erdbeben- und hurrikansichere Unterkünfte.

Unterkünfte

Mindestens 700.000 Erdbebenopfer leben in provisorischen Unterkünften, doch während der Regen- und Hurricanzeit benötigen die Menschen mehr Schutz. Das DRK errichtet derzeit 1.000 erdbeben- und hurrikansichere temporäre Unterkünfte  in L´Ácul (Leogane) – einfache Gebäude auf einer Betonplatte mit einem Holzständergerüst und einem Wellblechdach. 

Weitere 3.000 Gebäude sind geplant. Die Kosten pro Gebäude umfassen rund 710 Euro und beim Bau der Häuser können die Menschen durch so genannte „cash for work“-Maßnahmen Beschäftigung finden und Bezahlung erhalten. Der Bau von permanenten Unterkünften für ca. 400 Familien befindet sich derzeit in Planung.

Foto: Mädchen lacht und trinkt Wasser direkt aus der provisorischen Wasserleitung.
Nach Katastrophen ist sauberes Wasser eines der wichtigsten Hilfsgüter.

Trinkwasserversorgung und Seuchenvorsorge

In Zusammenarbeit mit dem haitianischen Roten Kreuz wird sich das DRK für sauberes Trinkwasser und Seuchenvor-sorge engagieren. Bestehende Brunnen müssen gereinigt und instand gesetzt werden. Das ist gerade in der Regenzeit wichtig, denn viele Menschen werden Monate lang nicht in ihre Häuser zurückkehren können und die hygienischen Bedingungen in den Zeltlagern sind schwierig.

Das DRK beteiligt sich zudem an den internationalen Rotkreuzaktivitäten wie der Verteilung von Material und Ausstattung zum Einrichten von Notunterkünften für ca. 2.500 Familien oder umfangreichen Impfaktionen.

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© Fotos: Jakob Dall/ IFRC, DRK, American Red Cross/ Talia Frenkel, Noora Kero/ IFRC

 

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