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Der Weltkatastrophenbericht 2011: Eine Milliarde Menschen hungern

Obwohl die Welt genügend Nahrung produziert, um alle Menschen zu ernähren, gehen im Jahr 2011 fast eine Milliarde Kinder, Männer und Frauen hungrig schlafen. Der Weltkatastrophenbericht analysiert die Ursachen von Hunger und Unterernährung und schlägt einige Lösungen vor.

Seit dem sprunghaften Anwachsen der Weltbevölkerung wurden Fortschritte erzielt, aber im Jahr 2010 ist die Zahl der unterernährten Menschen wieder gestiegen. 925 Millionen Menschen sind nach Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO akut von Hunger bedroht. Die Mehrheit von ihnen lebt im asiatisch-pazifischen Raum und südlich der Sahara in Afrika, überwiegend in ländlichen Gebieten.

Der Weltkatastrophenbericht 2011 in Zahlen

© Foto: Jakob Dall / Danish Red Cross

© Foto: Simone Novotny/ IFRC

© Foto: Marc Finnern/ Pixelio.de

© Foto: Olav A. Saltbones/ Norwegian Red Cross

© Foto: Olav A. Saltbones/ Norwegian Red Cross

Foto: IFRC

© Foto: Julien Goldstein/ IFRC

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© Foto: Julien Goldstein / IFRC

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Die Katastrophe der Unterernährung

Eine wachsende Zahl der weltweit Hungernden lebt zudem in städtischen Gebieten, weshalb auch Menschen in Ländern mit hohem Einkommen vor Hunger nicht gefeit sind. Den Anteil der Menschen zu halbieren, die in extremer Armut und Hunger leben, ist das erste der UN-Millenniums-Entwicklungsziele - und wird wahrscheinlich nicht gelingen. Mangelernährung ist immer noch weit verbreitet: Fast eine Milliarde Menschen sind unterernährt, während 1,5 Milliarden Menschen übergewichtig sind.

Das Rote Kreuz in Afrika

Das Rote Kreuz engagiert sich seit Jahrzehnten in Gebieten Afrikas südlich der Sahara, wo regelmäßig Dürren auftreten. In Äthiopien, dem Sudan und Lesotho wird die Bevölkerung vom Deutschen Roten Kreuz sowohl mit landwirtschaftlicher Expertise als auch verbessertem Saatgut unterstützt und kann dank neuer Anbaumethoden bessere Erträge erwirtschaften. Markthallen und –plätze wurden geschaffen und ausgebaut, Schulungen in Lagerung und Vermarktung durchgeführt. Auch Baumschulen und Gärtnereien wurden eingerichtet, um Setzlinge vorzuziehen.

Für die Wasserversorgung der oft sehr trockenen Gebiete bohrte man neue Brunnen und setzte beschädigte oder verschüttete Brunnen wieder in Stand. Dabei geht die Versorgung der Menschen mit Wasser auch immer mit einer Aufklärung im richtigen Umgang mit der Ressource einher. Hygieneschulungen und gesundheitliche Aufklärungen sind meist an diese Projekte angeschlossen und leisten so eine zusätzliche Hilfe zur Selbsthilfe.

Gerechte Welternährung bleibt schwierig

Der Weltkatastrophenbericht argumentiert, dass die Schaffung einer gerecht ernährten Welt noch schwieriger werden wird angesichts des Klimawandels, des Wettbewerbs um Ressourcen (einschließlich Land und Wasser), der zunehmenden Ungleichheit und den anhaltend hohen Ausgaben für Waffen.

 

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