Die DRK-Bauprojekte sind überwiegend abgeschlossen, zum Beispiel in Indonesien und auf den Malediven. Auf den Malediven wurden zum Beispiel drei Krankenhäuser und 23 Gesundheitsstationen wieder errichtet. Wichtig bei allen Aktivitäten: Die Bevölkerung wird aktiv in die Planung und Umsetzung aller Aufbauprogramme miteinbezogen. Nur in Sri Lanka geht der Wiederaufbau langsam voran, aufgrund des bewaffneten Konflikts im Norden, der erst im Frühjahr 2009 beendet wurde. Wieder hergestellte Infrastruktur wurde bereits erneut zerstört und kann nur allmählich wieder aufgebaut werden.
Eine Grundschule für Banda Aceh, Indonesien

- Schulkinder in ihrem neuen Klassenzimmer.
Als die durch ein Seebeben ausgelöste Flutwelle am 26. Dezember 2004 auf die Küste Indonesiens traf, wurden alle Gebäude der Schulanlage, die zur Grundschule SDN 1 gehörten, bis auf den Gebetsraum komplett zerstört. Das DRK hat die Schule wieder errichtet, in einer für Erdbeben angepassten Bauweise. Heute werden hier 1.000 Schüler unterrichtet. Alle Möbel der Grundschule sind in der DRK-eigenen Tischlerwerkstatt entstanden. Diese wurde als Existenzgründungsmaßnahme für die vom Tsunami betroffenen Tischler ins Leben gerufen. Da Baumaterial knapp und teuer war, verwendete das DRK dafür das so genannte "Tsunami-Holz". Es wurde aus den zerstörten Bauten zusammengesammelt, sortiert und für den Wiederaufbau abgeschliffen und zurechtgeschnitten.
Lebensgrundlage für Fischerfamilien in Ampara, Sri Lanka
Der Tsunami hat nicht nur mehr als 200.000 Menschen das Leben gekostet, sondern vielen Menschen auch ihre Lebensgrundlage entzogen. Im Ampara Distrikt auf Sri Lanka haben die ansässigen Fischer ihre Boote verloren und damit die Möglichkeit, sich und ihre Familien zu versorgen. Das DRK hat den betroffenen Fischern insgesamt 300 Boote und Fischereizubehör für insgesamt 381 Familien bereitgestellt. Mit Erfolg: Die Fischerfamilien haben wieder ihre Lebensgrundlage.
Häuserbau in Calang, Indonesien
Calang, die Hauptstadt des Distrikts von Aceh Jaya, war von den Auswirkungen des Tsunamis schwer betroffen. Nur jeder Dritte der bis zu 12.000 Einwohner des Küstenorts hat die Flutwelle überlebt. Infrastruktur und Wohnhäuser waren zerstört. Bis 2008 konnte das DRK 628 Häuser für 1.652 Bewohner der Stadt übergeben. Das Besondere: Die Häuser sind in ihrer Bauweise an Erdbeben angepasst und wurden gemeinsam mit örtlichen Gemeindemitgliedern aufgestellt. Die für das Projekt angestellten Bauarbeiter wurden in eigens ausgerichteten Schulungen ausgebildet. Gemeinsam mit den Frauen wurden kleine Wirtschaftsbetriebe gegründet, so dass sie als Zulieferer fungieren konnten. Das Ziel: Mit dem Wiederaufbau gleichzeitig auch die künftige Lebensgrundlage der Bewohner sicherzustellen.
Sanierung von Brunnen in Indonesien

- Brunnensanierung im indonesischen Teunom.
Durch den Tsunami im Dezember 2004 wurden alleine in Indonesien rund 2.000 Brunnen verunreinigt oder beschädigt. Infolge dessen mussten die Menschen vorübergehend mit mobilen Trinkwasseranlagen versorgt werden. Im Zuge des Wiederaufbaus hat das Deutsche Rote Kreuz Schulungen in der Brunnensanierung für die betroffenen Dörfer durchgeführt. Mit Erfolg: mit vereinten Kräften ist es gelungen, 1.700 Brunnen zu säubern, zu reparieren oder neu zu bauen.
Erfahren Sie mehr rund um die Tsunami-Hilfe des Roten Kreuzes
© Fotos: DRK








