Soforthilfe nach der Flutwelle
Direkt nach dem Tsunami waren in den sieben betroffenen Ländern weit mehr als 100.000 freiwillige Rotkreuzhelfer im Einsatz, die sich um Verletzte kümmerten. Sie verteilten Trinkwasser, Lebensmittel und andere Hilfsgüter. Stunden nach der Katastrophe waren bereits erste Experten des Internationalen Roten Kreuzes in der Region, um das Ausmaß der Schäden und den Hilfebedarf abzuschätzen. Das Deutsche Rote Kreuz schickte Wasseraufbereitungsanlagen, Gesundheitsstationen, ein mobiles Krankenhaus und Experten in die Region, um die hygienische und medizinische Grundversorgung der Überlebenden sicherzustellen. Für heimkehrende Urlauber wurden speziell ausgebildete Krisenteams an den Flughäfen bereitgestellt.
Unvorstellbare Schicksale

- Alles verloren. Das Ausmaß der Zerstörung ist unfassbar.
Nach dem ersten Schock am 26.12.2004 wurden die Zahlen der Toten und Verletzten immer wieder nach oben korrigiert. Die Medien der ganzen Welt schienen Listen darüber zu führen, wie viele Menschen aus ihrem Land ums Leben gekommen waren. Hinter jeder einzelnen dieser Zahlen verbirgt sich das Schicksal eines Menschen und seiner Familie. Fischer verloren ihre Lebensgrundlage, ganze Dörfer wurden dem Erdboden gleichgemacht, Müttern riss die Welle ihre Kinder aus den Armen. Es sind diese Schicksale, die von den Rotkreuzhelfern, die damals im Einsatz waren, nie vergessen werden.
Viele Spenden ermöglichen den erfolgreichen Wiederaufbau
Das Ausmaß der Zerstörung und auch die Medienpräsenz der Katastrophe haben eine weltweit einmalige Solidarität und Spendenbereitschaft ausgelöst. Allein die Deutschen haben rund 670 Millionen Euro für die Tsunami-Hilfe gespendet, davon 124,6 Millionen ans Deutsche Rote Kreuz. 18,1 Millionen dieser Spenden sind in die Soforthilfe geflossen. Rund 94 Millionen wurden für den Wiederaufbau und die Katastrophenvorsorge eingesetzt oder verplant, damit das Ausmaß der Zerstörung bei zukünftigen Katastrophen so gering wie möglich gehalten wird.
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© Foto 1: IFRC; Fotos 2, 3 und 4: Till Mayer











