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Die Rotkreuz-Hilfe nach dem Tsunami

Der Tsunami im Jahr 2004 hat in Indonesien und anderen Ländern der Region unvorstellbares Leid angerichtet. Mehr als 200.000 Menschen sind dabei ums Leben gekommen. Ganze Küstenstreifen wurden entvölkert. Dem Ausmaß der Katastrophe angemessen, startete das Internationale Rote Kreuz, das größte Nothilfe- und Wiederaufbau-Programm seiner Geschichte.

Foto: Eine Landschaft in Trümmern. Nur ein halb zerstörtes Haus steht noch.
Banda Aceh im Norden Indonesiens wurde komplett zerstört.
Foto: nackte Puppe ohne Beine liegt in Trümmern. im Hintergrund ein zerstörter und zerbeulter Eisenbahnwagon
Puppe inmitten der Tsunami-Trümmer

Soforthilfe nach der Flutwelle

Grafik: Das Titelblatt des DRK-Tsunami-Reports: Eine Fünf-Jahres-Bilanz
Der DRK-Tsunami-Report: Eine Fünf-Jahres-Bilanz. Zum Herunterladen einfach auf das Bild klicken (pdf, 2,2 MB)
Foto: Arzt mit Stethoskop und Rotkreuz-Kittel untersucht einen kleinen Jungen. Daneben wartet ein Mädchen.
Der Arzt Ilkka Mikkonen behandelt diese Kinder in einer Rotkreuz-Gesundheitsstation in Sri Lanka.

Direkt nach dem Tsunami waren in den sieben betroffenen Ländern weit mehr als 100.000 freiwillige Rotkreuzhelfer im Einsatz, die sich um Verletzte kümmerten. Sie verteilten Trinkwasser, Lebensmittel und andere Hilfsgüter. Stunden nach der Katastrophe waren bereits erste Experten des Internationalen Roten Kreuzes in der Region, um das Ausmaß der Schäden und den Hilfebedarf abzuschätzen. Das Deutsche Rote Kreuz schickte Wasseraufbereitungsanlagen, Gesundheitsstationen, ein mobiles Krankenhaus und Experten in die Region, um die hygienische und medizinische Grundversorgung der Überlebenden sicherzustellen. Für heimkehrende Urlauber wurden speziell ausgebildete Krisenteams an den Flughäfen bereitgestellt.

Unvorstellbare Schicksale

Foto: Sri Lankanischer Mann mit gefalteten Händen starrt ernst und sinnierend vor sich hin. Neben ihm eine Rotkreuz-Tüte mit Hilfsgütern.
Alles verloren. Das Ausmaß der Zerstörung ist unfassbar.

Nach dem ersten Schock am 26.12.2004 wurden die Zahlen der Toten und Verletzten immer wieder nach oben korrigiert. Die Medien der ganzen Welt schienen Listen darüber zu führen, wie viele Menschen aus ihrem Land ums Leben gekommen waren. Hinter jeder einzelnen dieser Zahlen verbirgt sich das Schicksal eines Menschen und seiner Familie. Fischer verloren ihre Lebensgrundlage, ganze Dörfer wurden dem Erdboden gleichgemacht, Müttern riss die Welle ihre Kinder aus den Armen. Es sind diese Schicksale, die von den Rotkreuzhelfern, die damals im Einsatz waren, nie vergessen werden.

Viele Spenden ermöglichen den erfolgreichen Wiederaufbau

Danke-Schriftzug

Das Ausmaß der Zerstörung und auch die Medienpräsenz der Katastrophe haben eine weltweit einmalige Solidarität und Spendenbereitschaft ausgelöst. Allein die Deutschen haben rund 670 Millionen Euro für die Tsunami-Hilfe gespendet, davon 124,6 Millionen ans Deutsche Rote Kreuz. 18,1 Millionen dieser Spenden sind in die Soforthilfe geflossen. Rund 94 Millionen wurden für den Wiederaufbau und die Katastrophenvorsorge eingesetzt oder verplant, damit das Ausmaß der Zerstörung bei zukünftigen Katastrophen so gering wie möglich gehalten wird.

© Foto 1: IFRC; Fotos 2, 3 und 4: Till Mayer

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