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Die mobilen TWS-Einheiten des DRK –
Trinkwasserversorgung und Seuchenvorsorge

Ohne frisches Wasser ist jede Hilfe umsonst. Wenn Menschen nach einer Katastrophe keinen Zugang zu sauberem Wasser haben und keine hygienischen Lebensbedingungen möglich sind, droht der Ausbruch von Krankheiten. Das Deutsche Rote Kreuz verfügt über TWS-Einheiten zur Trinkwasserversorgung und Seuchenvorsorge, die innerhalb von 72 Stunden in ein Katastrophengebiet eingeflogen werden können. Sauberes Wasser kann Leben retten.

Foto: Zwei Rotkreuzhelfer schließen einen Wasserschlauch an. Im Hintergrund sind blaue Wassersammelbecken zu sehen.Die Katastrophenhelfer Conny Kerpa und Stefan Sturm bauen eine Trinkwasseranlage auf.

Wasser rettet Leben

Wasser ist das wichtigste Hilfsgut in Krisenregionen. Ein Mensch kann maximal zwei Tage ohne Trinkwasser überleben. Gleichzeitig ist es notwendig, für hygienische Verhältnisse zu sorgen, damit sich Krankheiten wie Durchfall nicht ausbreiten. Dabei ist es nicht nur wichtig, Latrinen zu bauen, Abfälle richtig zu entsorgen und die Ausbreitung krankheitsübertragender Insekten einzudämmen. Es gehört zu den wichtigsten Aufgaben der Wasser- und Hygiene-Experten des DRK, die Menschen vor Ort zu ermutigen, auch nach der Katastrophe hygienische Grundregeln zu beachten.

Aufgaben der mobilen TWS-Einheiten

Sauberes Wasser und verbesserte persönliche Hygiene sind die besten Mittel gegen die Verbreitung von Seuchen in Katastrophengebieten. Einfache Maßnahmen wie Händewaschen vemeiden die Ausbreitung von Krankenheiten. Dies ist die Aufgabe der mobilen TWS-Einheiten des DRK. Hier wird das Wasser aufbereitet. Darüber hinaus werden Latrinen errichtet, die Abfälle richtig entsorgt und stehende Gewässer trocken gelegt, um die Ausbreitung krankheitsübertragender Insekten einzudämmen. Am wichtigsten jedoch ist es, die Menschen vor Ort zu ermutigen, auch nach der Katastrophe hygienische Grundregeln zu beachten.

Wie wird Trinkwasser gewonnen?

Grafik einer DRK-WasseraufbereitungsanlageJe nach Situation werden die Wasseraufbereitungsanlagen des Deutschen Roten Kreuzes so oder ähnlich aufgebaut.

Trinkwasser wird aus Oberflächenwasser - aus einem Fluss oder See - in mehreren Stufen aufbereitet. Zunächst werden die Schwebstoffe und Partikel entfernt, z.B. durch einen Sandfilter. Dann werden chemischen Verunreinigungen herausgefiltert. Nachdem die Krankheitserreger abgetötet worden sind, ist das Wasser nun trinkbar. Ein kleine Menge Chlor verhindert, dass das Trinkwasser anschließend wieder verkeimt. Die Trinkwasserqualität wird täglich mit einem mobilen Labor überwacht.

Mobile TWS-Einheiten: Stets die passende Lösung

Das DRK hält drei unterschiedliche Arten von TWS-Einheiten zur Trinkwasserversorgung und Seuchenvorsorge vor, um je nach Ausgangssituation die passenden Module in die betroffene Region zu schicken.

  • Das "TWS 40" kommt in Katastrophengebieten zum Einsatz, in denen viele Menschen an einem Ort leben. Seine zwei Trinkwasseranlagen können Wasser für insgesamt 40.000 Menschen aufbereiten. Die Verbesserung der hygienischen Situation, z.B. durch Hygieneschulungen, ist wesentlich beim Einsatz aller Module.
  • Das "TWS 15" eignet sich für Regionen, in denen die Menschen sehr zerstreut sind. Dank der vier mobil einsetzbaren Wasseraufbereitungsanlagen können insgesamt ca. 15.000 Menschen sauberes Wasser erhalten. Das "TWS 15" wird auch bei medizinischen Einrichtungen eingesetzt.
  • Das "TWS 20" ermöglicht bis zu 20.000 Menschen den Zugang zu Grundeinrichtungen der Hygieneversorgung wie Latrinen und Waschgelegenheiten. Mit der "TWS 20" kann zusätzlich Trinkwasser für 2.000 Menschen individuell aufbereitet und gelagert werden.

Vorbereitet für die nächste Katastrophe

Die TWS-Einheiten zur Trinwasserversorgung und Seuchenvorsorge gehören zu den mobilen Nothilfe-Einheiten (ERUs) des Roten Kreuzes. Die aus Modulen zusammengesetzten ERUs sind standardisiert und können mit den Anlagen anderer Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften kombiniert werden. Nach dem Einsatz bleiben die Einheiten in der Region, damit die Hilfe bei künftigen Katastrophen noch schneller eintrifft. Deshalb arbeiten die Wasser- und Hygiene-Experten stets eng mit den Helfern vor Ort zusammen. Bei künftigen Notsituationen sind es die Helfer vor Ort, die den Einsatz der Anlagen leiten.

© Foto 1: R. Maro, Graphik u. Foto 2: DRK

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