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Leben retten mit mobilen Nothilfe-Einheiten

Cholera in Simbabwe. Erdbeben in China. Wirbelsturm auf Haiti. Das Deutsche Rote Kreuz hilft bei Katastrophen auf der ganzen Welt. Wenn Menschen zu Schaden kommen, ganze Infrastrukturen zusammenbrechen und Krankheiten drohen, kann das DRK mit speziellen Nothilfe-Einheiten gezielt helfen. Besondere Schwerpunkte der DRK-Arbeit sind die medizinische Versorgung der Bevölkerung und das Bereitstellen von Trinkwasser und Hygieneeinrichtungen.

Helfer beladen ein Flugzeug mit Hilfsgütern.
Das mobile Rotkreuzkrankenhaus wird im Mai 2008 nach schweren Erdbeben nach China gesandt, um täglich mehr als 800 Menschen medizinisch zu versorgen.

Mobile Nothilfe-Einheiten

Rotkreuzkrankenhaus:
Medizinische Versorgung einer Bevölkerung von bis zu 250.000 Menschen

Gesundheitsstation:
Gesundheitsversorgung für bis zu 30.000 Menschen

TWS-Einheiten:
Sauberes Wasser und Hygiene-Maßnahmen für bis zu 40.000 Menschen

Schnelle Hilfe rettet Leben

Foto: Zwei jugendliche Rotkreuzhelfer tragen ein Kind.
Rotkreuzhelfer in Myanmar leisten Erste Hilfe nach dem Zyklon.

Wie schnell Hilfe in einem Katastrophengebiet ankommt, kann über das Leben und Sterben tausender Menschen entscheiden. Egal ob es sich um einen Wirbelsturm, eine Flutkatastrophe oder ein Erdbeben handelt: zuerst müssen die elementaren Grundbedürfnisse der betroffenen Menschen sichergestellt werden. Dazu gehören vor allem sauberes Wasser, Körperhygiene und die basismedizinische Versorgung. Deshalb hat sich das DRK in diesen Bereichen spezialisiert und kann mit eigens entwickelten mobilen Nothilfe-Einheiten schnelle Hilfe leisten.

Bewährtes Modulsystem

Das Rote Kreuz hat ein einzigartiges modulares System für die weltweite Katastrophenhilfe entwickelt. Die verschiedenen Module können der Situation und dem Bedarf im Katastrophengebiet angepasst werden. Das DRK hat drei unterschiedliche Nothilfe-Einheiten auf Lager: das mobile Rotkreuzkrankenhaus, die mobile Gesundheitsstation und die mobilen TWS-Einheiten (Trinwasserversorgung und Seuchenvorsorge). Darüber hinaus hält das DRK einer Grundausstattung an Technik, Einsatzfahrzeugen und Zelten für die Rotkreuzhelfer vor.

Flash ist Pflicht! www.youtube.com/watch?v=VhMPO7Kp_cA
Ein kurzer Film gibt Ihnen einen Einblick in das Führungs- und Lagezentrum des DRK und in das Logistikzentrum in Berlin-Schönefeld.

Die mobilen Einheiten haben sich in der Katastrophenhilfe bewährt. Sie sind für einen drei- bis viermonatigen Einsatz im Krisengebiet ausgelegt, wobei sich das Team während der ersten zwei Wochen komplett selbstversorgen kann. Zudem können die Einheiten ohne Stromzufuhr betrieben werden - mittels Generatoren. Sogar das Verpackungsmaterial der Einheiten ist fest verplant: daraus werden Tische und Regale aufgebaut.

Die Module entsprechen internationalen Standards. Das vereinfacht die Handhabung erheblich, gerade wenn Katastrophenhelfer aus unterschiedlichen Ländern zusammenarbeiten. Diese mobilen Nothilfe-Einheiten werden im internationalen Sprachgebrauch Emergency Response Units (ERUs) genannt - ein ausgeklügeltes Nothilfe-System des Internationalen Roten Kreuzes.

 

Stärkung der Katastrophenvorsorge vor Ort

Nach dem Einsatz werden die mobilen Einheiten nicht nach Deutschland zurück transportiert, sondern verbleiben im Land. Das Ziel: bei einer künftigen Katastrophe können die TWS-Einheiten (Trinkwasserversorgung und Seuchenvorsorge), das Krankenhaus oder die Gesundheitsstation schneller zum Einsatz kommen und Leben retten. Mit jeder Nothilfe-Einheit schickt das DRK ausgebildetes Fachpersonal mit, das vor Ort gemeinsam mit den Helfern der lokalen Rotkreuz- oder Rothalbmondgesellschaft die Einheiten betreibt. Mit Ihrer Spende sorgen Sie dafür, dass das Deutsche Rote Kreuz auch künftig diese mobilen Nothilfe-Einheiten vorhalten kann, um im Katastrophenfall schnell zu reagieren.

© Foto 1: DRK; Foto 2: IFRC

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