Sichere Kinderspielplätze ohne Minengefahr
Weite Teile der Konfliktregion Nagorny Karabakh im Westen Aserbaidschans sind vermint. Die Menschen dort, v. a. die Kinder, leben in ständiger Gefahr. Das Rote Kreuz baut deshalb minengeräumte Spielplätze, um den Kindern Schutzräume zu bieten.
Region: Provinz Nagorny Karabakh (Berg Karabach) im Westen Aserbaidschans
Laufzeit: September 2009 - März 2010
Projektvolumen: 45.000 Euro
Finanzierung: Spenden / Stiftungsmittel
Partner: Aserbaidschanischer Roter Halbmond
Explosionsgefahr auf der Straße
Die Menschen in der Provinz Nagorny Karabakh leben seit mehr als 15 Jahren in ständiger Gefahr. Seit 1992 besetzen armenische Truppenverbände die völkerrechtlich zu Aserbaidschan zählende Provinz. Zunächst auf der Flucht, leben die Menschen nun in einem Gebiet, das in weiten Teilen durch Landminen, Granaten und Blindgängermunition vermint und nicht gekennzeichnet ist. Minenräumaktivitäten werden noch Jahre dauern. Ein großer Teil der in Nagorny Karabakh lebenden Menschen setzt sich täglich dieser allgegenwärtigen Gefahr aus, darunter viele Kinder, die hier im Freien spielen.
Kinderspielplätze retten Leben
Um den Kindern Schutzräume zu bieten, baut das Deutsche Rote Kreuz Kinderspielplätze. Hier können Sie bedenkenlos spielen und Kind sein. Da besonders Schüler unter den Kindern als gefährdet gelten, sind die Spielplätze entsprechend gestaltet. Bevor der Bau beginnen kann, werden die Minen sorgfältig geräumt. Das Rote Kreuz hat hierfür sieben Dörfer ausgewählt, die besonders stark von verstreut liegenden Minen und Blindgängern betroffen sind. Nach der Fertigstellung der Spielplätze werden sie den Dorfgemeinschaften übergeben.
Viele Kinder können immer noch nicht sicher spielen
Ein ähnliches Projekt, das das Internationale Rote Kreuz von 2005 bis 2008 in den Nachbargebieten durchführte, stimmt zuversichtlich: Während allein 2005 noch 32 Kinder Minenopfer im damaligen Projektgebiet wurden, gab es in den beiden Folgejahren nur noch drei Minenunfälle bei Kindern.
Dennoch bleibt auch in Zukunft einiges zu tun: In der Region um das besetzte Gebiet konnten sieben Ortschaften und Dörfer noch nicht in das Projekt einbezogen werden. Doch auch die hier lebenden Kinder sind von der Gefahr durch nicht geborgene Minen und Blindgänger nachhaltig betroffen. Kinder haben ein Recht darauf, sicher spielen zu können, um sich zu entfalten. Bitte unterstützen Sie deshalb die Arbeit des DRK!
© Foto 1-4: ARH; Karte: Geoatlas®








