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Aserbaidschan: Sichere Kinderspielplätze ohne Minengefahr

In weiten Teilen der Konfliktregion Berg Karabach im Westen Aserbaidschans gibt es noch zahlreiche Landminen. Diese sind besonders für Kinder sehr gefährlich, denn sie können die Gefahren nicht richtig einschätzen. Das Rote Kreuz baut deshalb sichere Spielplätze, um den Kindern Schutz zu bieten.

Foto: Fünf Mädchen verschiedenen Alters stehen lachend und staunend unter einem Klettergerüst.Die Menschen in Nagorny Karabakh leben in ständiger Gefahr. Spielplätze wie dieser im Dorf Saloglu im Agstafa-Bezirk retten Kinderleben, denn hier droht den Kindern keine Minengefahr mehr.

Region: Provinz Berg Karabach im Westen Aserbaidschans
Laufzeit: Juli 2013 - 2014
Projektvolumen: 40.000 Euro
Finanzierung: Spenden
Partner: Aserbaidschanischer Roter Halbmond

Explosionsgefahr auf der Straße

Die Menschen in und um die Provinz Berg Karabach leben seit über 20 Jahren in ständiger Gefahr. Im Jahr 1992 besetzten armenische Truppen die völkerrechtlich zu Aserbaidschan zählende Provinz, es kam zum Krieg. Seit 1994 herrscht Waffenstillstand. Bis heute müssen die Menschen in und um die Konfliktregion damit leben, dass sich in weiten Teilen ihres Landes Landminen, Granaten und Blindgängermunition befinden, die nicht gekennzeichnet sind. Besonders Kinder leiden darunter: Unbeschwert im Freien spielen können sie nicht. Zu groß ist die Gefahr, sich zu verletzen oder gar von einer Mine getötet zu werden.

Kinderspielplätze retten Leben

Um die Kinder vor der Gefahr zu schützen, baut das Rote Kreuz sichere Spielplätze. Die Geräte, die in den Spielbereichen aufgebaut werden, werden gleichzeitig für die Schulsportaktivitäten genutzt und erfreuen sich großer Beliebtheit. In der ersten Bauphase von 2008 bis 2010 konnten bereits 54 Dörfer entlang der Frontlinie mit sicheren Spielbereichen ausgestattet werden. Überall gibt es deutlich weniger Opfer. Auch das Deutsche Rote Kreuz hat sich an der Aktion beteiligt. Noch immer aber gibt es Gemeinden, in denen Menschen mit der Gefahr leben müssen, die von Landminen ausgeht. Das Deutsche Rote Kreuz will sich darum erneut engagieren, um Kindern ein Stück unbeschwerte Kindheit zu schenken. Helfen Sie mit!

Viele Kinder können immer noch nicht sicher spielen

Zusammen mit dem Aserbaidschanischen Roten Halbmond wurden weitere sechs Dörfer ausgewählt, deren Einwohner besonders stark unter verstreut liegenden Minen und Blindgängern leiden.

Im ersten Schritt wird eine 20 x 20 Meter große Fläche sorgfältig von Minen geräumt und eingezäunt. Außer den Sportgeräten wird auch eine große, bebilderte Tafel aufgestellt, auf der den Kindern die Gefahr durch die Munition erklärt wird. Der Bau der sicheren Spielbereiche ist ein besonderes Ereignis in den Dörfern. Jeder Platz wird feierlich eingeweiht und in jeder Ortschaft finden sich Freiwillige, die sich darum kümmern, dass die Geräte intakt bleiben und die Kinder langfristig diesen sicheren Ort nutzen können.

So hilft meine Spende

  • Mit 5600 Euro kann eine kompletter Spielplatz in von Minen geräumter Umgebung gebaut werden.
  • Für 320 Euro bekommen die Kinder eine Rutsche.
  • Mit 130 Euro kann eine Wippe gekauft werden.

© Foto 1-4: ARH; Karte: Geoatlas®

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