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Einführung der Häuslichen Krankenpflege in Weißrussland

Das Gesundheitssystem in Weißrussland ist veraltet. Das Rote Kreuz trägt mit der Einführung der Heimpflege dazu bei, die größte Not der Betroffenen zu lindern. Gemeindeschwestern des Weißrussischen Roten Kreuzes pflegen Kranke, Ältere und Behinderte zu Hause und schließen somit eine wichtige Lücke im Gesundheitswesen. Oftmals stellen sie für die vereinsamten Menschen die einzige Verbindung zur Außenwelt dar.

Landkarte, in der Weißrussland rot gekennzeichnet ist.
Das Rote Kreuz hilft in den Regionen Vitebsk und Grodno

Region: Vitebsk und Grodno
Laufzeit: 2005 - 2012
Projektvolumen: 1.195.902 Euro (davon DRK: 360.132 Euro)
Finanzierung: Kooperation zwischen dem Roten Kreuz, DEZA und EU
Partner: Weißrussisches Rotes Kreuz, Schweizerisches Rotes Kreuz, Österreisches Rotes Kreuz

Die Folgen des veralteten Gesundheitssystems treffen die Ärmsten

Armut und Arbeitslosigkeit haben sich in den letzten Jahren in Weißrussland besonders in den ländlichen Regionen wie Vitebsk und Grodno kontinuierlich verschlimmert, Krankheiten wie Tuberkulose und HIV/AIDS sprunghaft zugenommen. Vom Zusammenbruch der sozialen Dienste und der öffentlichen Gesundheitsversorgung sind besonders kranke und ältere Menschen betroffen. Nach lokalen Schätzungen sind es landesweit ca. 70.000 Menschen, die eine Betreuungsleistung dringend benötigen, aber nicht erhalten. Diesem Missstand wirkt die Einführung der häuslichen Pflege durch das Rote Kreuz entgegen.

Gezielte Entlastung der staatlichen Krankenhäuser

Die Grundidee des Projektes besteht darin, sozialmedizinische und pflegerische Dienste aufzubauen. Aufgrund der sehr schlechten Umstände im Gesundheitswesen stößt diese Idee auf große positive Unterstützung in den betroffenen Regionen. Ziel ist es, mit Präventions- und gesundheitsfördernden Maßnahmen die Aufenthaltsdauer von Patienten in Krankenhäusern zu verkürzen und eine erneute Hospitalisierung zu verhindern. Die staatlichen Krankenhäuser werden somit entlastet und die Gesundheitsversorgung von Betroffenen verbessert sich spürbar.

So hilft meine Spende

  • Mit 40 € können zwei Tagesseminare zur Weiterbildung der Krankenschwestern durchgeführt werden.
  • Mit 150 € kann ein 3-tägiges Training für Krankenschwestern in Kinästhetik durchgeführt werden.
  • Für 300 € erhalten drei Krankenschwestern Ihre medizinische Arbeitserstausstattung (besteht u.a. aus einer Uniform, Bandagen, Spritzen, etc.).

Hilfe zur Selbsthilfe leisten

Die Hausbesuche der Krankenschwestern:

  • dienen der besseren Prävention vor Krankheiten,

  • sensibilisieren die Bevölkerung zu mehr Eigenverantwortung in Sachen Gesundheit und

  • stärken die Bereitschaft zur Selbsthilfe durch den Aufbau von neuen Netzwerken (z.B. Selbsthilfegruppen und die klassische Nachbarschaftshilfe)

© Fotos: Schweizerisches Rotes Kreuz, Stefan Maurer, Karte: Geoatlas®