Hilfe für Straßenkinder von Lugansk
Lugansk - eine Stadt der sozialen Gegensätze. Es gibt wenige sehr reiche und viele sehr arme Menschen. Die Arbeitslosigkeit ist hoch. Armut trifft zuerst die Kinder.
In Lugansk, einer Stadt im Osten der Ukraine, leben rund 500.000 Menschen. Fährt man durch die Straßen, so fallen die Gegensätze auf, die das Stadtbild prägen. Moderne Einkaufzentren hier, zerfallende noch aus Zeit der Sowjetunion stammende Fabrikgebäude dort. Lugansk ist ein Zentrum der Schwerindustrie. Die Folgen des wirtschaftlichen Wandels sind hier besonders sichtbar.
Stadt der sozialen Gegensätze
Es gibt wenige sehr reiche und viele sehr arme Menschen. Die Arbeitslosigkeit ist hoch. Von Armut betroffen sind besonders Kinder. Seit 1990 ist die Zahl der Straßenkinder in Lugansk um 40% gestiegen. Die schlechte familiäre Situation, Alkoholprobleme, Gewalterfahrungen zu Hause drängen die Kinder auf die Straße. Oft werden sie auch in kriminelle Handlungen verwickelt. Die Statistik zeigt, dass es in der Ukraine 3.500 zu Gefängnisstrafen verurteilte Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren gibt. Hinzu kommt, dass Straßenkinder potentielle Opfer von Missbrauch und Kinderhandel werden.
Schwierige Lebensbedingungen
Drogensucht, Kriminalität und Prostitution prägen den Alltag dieser Kinder. Vor allem der Drogenkonsum ist ein Problem, da er unweigerlich zur Beschaffungskriminalität oder Prostitution führt.
Durch den ständigen Aufenthalt in Kellern, Heizungsschächten, Zügen und Tunneln sind die Kinder in hohem Maße krankheitsanfällig, vor allem in den Wintermonaten. Aufgrund der unzureichenden Identifizierung und des schwierigen Zugangs fallen die Kinder durch jedes soziale Raster und erhalten kaum staatliche Hilfen.
© Fotos: Katharina Rohde/ DRK, Dr. Volkmar Schön/ DRK-KV Hamburg-Eimsbüttel, Karte: Geoatlas®







