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Im Kampf gegen den Krebs:
Rollende Labore für Tschernobyl-Opfer in der Ukraine

Auch 27 Jahre nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl sind die Folgen für die Menschen, besonders in der ländlichen Region Tschernobyls, verheerend. Durch Umsiedlungsmaßnahmen sozial entwurzelt, ohne Arbeit und Hoffnung, treffen die gesundheitlichen Schäden die Betroffenen am stärksten. Das Rote Kreuz schenkt Hoffnung und hilft vor Ort mit Vorsorgeuntersuchungen und Medikamenten. Besonders bei Krebserkrankungen kann eine rechtzeitige Vorsorgeuntersuchung Leben retten.

Region: ländliche Gebiete rund um die Städte Zhitomir und Rivne
Laufzeit: seit 1986 kontinuierliche Unterstützung
Finanzierung: Spenden,  Horst-Dieter Hombach-Stiftung in Trägerschaft der Deutschen StiftungsTrust GmbH
Partner: Ukrainisches Rotes Kreuz

Karte: Ukraine mit seinen umliegenden Ländern Weißrussland, Russische Föderation, Moldavien, Polen und Rumänien.
Das Rote Kreuz hilft den Tschernobyl-Opfern in der Ukraine.

Folgen der Tschernobylkatastrophe von 1986

Nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl im Jahr 1986 wurden Hunderttausende Menschen in der Ukraine umgesiedelt. Doch zuvor waren sie der Strahlung schutzlos ausgeliefert. Viele der Evakuierten wurden sozial entwurzelt, fanden keine neue Arbeit, leben in Armut. Noch schlimmer die gesundheitlichen Schäden: Die Sterberate überholte die Geburtenrate und die Zahl psychischer Erkrankungen vervielfachte sich. Strahlenbedingte Krankheiten nehmen bis heute zu. Insbesondere Schilddrüsenkrebs tritt erst jetzt bei denen auf, die damals Neugeborene oder Kinder waren. Eine ausreichende medizinische und soziale Betreuung, gerade für die Landbevölkerung, gibt es jedoch nicht. Der Weg zum nächsten Arzt ist oft zu weit und unbezahlbar. Es ist ein unbeachtetes, stilles Leiden und Sterben. Deshalb ist das Rote Kreuz vor Ort und hilft.

Flash ist Pflicht! www.youtube.com/watch?v=HUb7pyDEzDA
Ein Film der Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaft zum 25. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe 2011 (in Englisch)

Das Rote Kreuz setzt auf Mobilität: rollende Labore retten Leben

Hilfe ist genauso dringend nötig wie am ersten Tag nach dem Reaktorunfall. Doch bevor man den Menschen eine Behandlung ermöglicht, muss man sie erst einmal erreichen, um sie untersuchen zu können. Aus diesem Grund setzt das Deutsche Rote Kreuz auf Mobilität: In Kooperation mit dem Ukrainischen Roten Kreuz stattet es Kleinbusse mit medizinischem Gerät, Medikamenten und Verbrauchsmaterial aus.

Diese rollenden Labore werden ausschließlich durch Spenden finanziert, was Ihre Unterstützung umso wichtiger macht. Nur dadurch können die Busse in die Dörfer fahren, wo Fachpersonal Vorsorgeuntersuchungen durchführt. Für Tausende Ukrainer ein lebensrettender Besuch, da Krebserkrankungen erkannt und im besten Fall geheilt werden können. Dank einer Erbschaft ist es dem DRK gelungen, 2010 ein weiteres Fahrzeug für die Region Volhyn zu finanzieren.

So hilft meine Spende!

  • Mit 50 Euro helfen Sie älteren Menschen in der Ukraine - eine Krankenschwester kann mit diesem Beitrag die medizinische Grundversorgung von 20 älteren Menschen aus dem ländlichen Gebiet sicherstellen.

Der Kampf gegen den Krebs muss unbedingt weitergehen. Denn auch 27 Jahre nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl ist die Schadensbilanz der Katastrophe noch nicht absehbar. Forscher gehen davon davon aus, dass die Zahl der durch den Reaktor-Unfall verursachten zusätzlichen Todesfälle durch Krebs in Zukunft bei bis zu 66.000 liegen wird. Mit Ihrer Unterstützung können wir mit wichtigen Vorsorgeuntersuchungen helfen und so auch Leben retten.

Mit diesem und anderen Projekten engagiert sich das Deutsche Rote Kreuz in vielen anderen Ländern Osteuropas. Dabei hilft auch Ihre Spende.

© Fotos: Ukrainisches Rotes Kreuz; Karte: Geoatlas®

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