Sie sind hier: Weltweit » Entwicklungs­zusammenarbeit » Gesundheit » Malaria » Malaria-Prävention

Malaria-Prävention

Eine Frau im Kongo mit einem verpackten Moskitonetz nach einer Verteilungsaktion.

Moskitonetze sind der beste Schutz

Malaria wird durch Moskitos übertragen, die meist nachts stechen. Mit Insektiziden behandelte Moskitonetze schützen kostengünstig wirksam gegen eine Infektion. Da die Mücke nach dem Kontakt mit dem imprägnierten Netz stirbt, werden auch Menschen, die sich außerhalb des Netzes im selben Raum aufhalten, geschützt. Regelmäßig und richtig angewendet senken imprägnierte Moskitonetze die Sterblichkeitsrate um bis zu 20 Prozent und die Anzahl der Malariaerkrankungen bei Kleinkindern um bis zu 50 Prozent. Verbunden mit einer rechtzeitigen Diagnose und Behandlung ermöglichen sie sogar eine Halbierung der Sterblichkeitsrate. Dank der fortschreitenden Entwicklung ist es möglich, imprägnierte Moskitonetze mit einer Haltbarkeit und Schutzwirkung von mehr als drei Jahren herzustellen. Allerdings muss die Produktion dieser Netze erhöht und ihre Leistungsfähigkeit weiter verbessert werden. 

Foto: Ruandische Rotkreuzhelferin hält eine Schautafel in der Hand, um über Malaria aufzuklären.Flavia vom Ruandischen Roten Kreuz klärt die Dorfbewohner auf, wie sie sich schützen können.

Information und Aufklärung

Viele Menschen in Malariagebieten wissen weder, was Malaria ist, noch, wie die Krankheit übertragen wird und wie sie sich dagegen schützen können. Information und Aufklärung sind daher unerlässlich, um erfolgreich gegen Malaria vorzubeugen. Da die meisten Menschen in malaria-endemischen Gebieten weder lesen noch schreiben können, nutzen Rotkreuzhelfer einfache Schautafeln, Theaterstücke, Lieder und Gedichte, um den Menschen zu erklären, wie sie sich sicher gegen Malaria schützen. „Die Mücke sticht Euch nachts im Schlaf. Hängt ein Netz auf und sperrt sie aus“, so lautet die erste Strophe eines Liedes, das Flavia, Helferin vom ruandischen Roten Kreuz zusammen mit Dorfbewohnern in Nordruanda singt. In Ruanda hat die Aufklärung mit dazu beigtragen, dass die Malaria-Erkrankungen in den letzten Jahren um mehr als 60 Prozent zurückgegangen sind.

Schwangere Frauen sind besonders gefährdet, sich mit Malaria anzustecken.

Besonderer Schutz für Schwangere

Schwangere Frauen sind besonders gefährdet, sich mit Malaria zu infizieren und erkranken schwerer als nicht schwangere Frauen. Typische Komplikationen sind Lungenödeme, zerebrale Malaria und Schock. Neugeborene werden häufig zu früh, mit vorgeburtlichen Infektionen oder mit sehr niedrigem Gewicht geboren. Diese Komplikationen führen oft zum Tod. Jedes Jahr sterben 100.000 Säuglinge an zu geringem Geburtsgewicht. In vielen Fällen kann dies verhindert werden, wenn Schwangeren vorbeugend, mindestens zweimal während der Schwangerschaft, einzelne Dosen eines Anti­malaria­mittels verabreicht werden (Intermittent Preventive Treatment, IPT).

In manchen Gegenden ist es sinnvoll, Hausinnenwände mit Insektiziden zu besprühen.

Indoor Residual Spraying

In manchen Gegenden ist es außerdem sinnvoll, Hausinnenwände von Spezialteams mit Insektengift einsprühen zu lassen (Indoor Residual Spraying, IRS). Dies trägt zur Bekämpfung der Mücken bei und senkt so das Risiko der Malariaübertragung. Allerdings müssen hierfür bestimmte Rahmenbedingungen erfüllt sein, die nicht überall gegeben sind. Wichtig ist insbesondere, die Innenwände regelmäßig und kontinuierlich einzusprühen, um eine Rückkehr der Malaria-übertragenden Mücken zu vermeiden.

Jetzt Online spenden!
Spendenkonto
41 41 41
Bank f. Sozialwirtschaft
BLZ 370 205 00
Servicetelefon: 030 / 85 404 - 444 (Festnetz: Übliche Festnetzpreise, Mobilfunkhöchstpreis: max. 42 ct/min.)

© Fotos 3,4: IFRC, Foto 1: Iris Möker, DRK, Foto 2: Christian Nusch

 
Jetzt Online spenden!

Spendenkonto

41 41 41

Bank f. Sozialwirtschaft
BLZ 370 205 00
IBAN: DE
63370205000005023307
BIC:
BFSWDE33XXX

Spenderservice-Tel.

030 / 85 404 - 444
(Festnetz:
Übliche Festnetzpreise,
Mobilfunkhöchstpreis:
max. 42 ct/min.)


DRK-Newsletter