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Malaria Behandlung

Malaria ist heilbar

Malaria kann geheilt werden, wenn die Erkrankung schnell erkannt, diagnostiziert und behandelt wird. Dennoch sterben jedes Jahr rund eine Million Menschen an der Krankheit. Fast immer ist das die Folge von fehlendem Zugang zu medizinischer Versorgung und zu erschwinglichen Medikamenten.

Problem: Zugang zu Medikamenten und Behandlung

Schwache und marode Gesundheitssysteme, schlechte Infrastruktur und mangelndes Fachpersonal tragen in vielen afrikanischen Ländern dazu bei, dass die meisten an Malaria erkrankten Menschen unbehandelt bleiben und sterben. Hinzu kommt der hohe Preis der hoch­wirk­samen artemisininhaltigen Kombinations­thera­pien (ACT) zur Behandlung von Malaria-Erkrankungen. Der Preis einer ACT-Dosis für Erwach­sene liegt zwischen 75 Cent und 2,30 Euro und ist damit zehn bis 20 Mal teurer als das herkömmliche Mittel Chloroquin, das aufgrund zunehmender Resistenzbildung nicht mehr so wirksam ist. Die meisten afrikanischen Länder benötigen zusätzliche finanzielle Mittel um die Behandlung von Malaria-Patienten mit ACT zu ermöglichen. Schätzungen zufolge werden jedes Jahr ungefähr 750 Millionen Euro benötigt, um 60 Prozent der erkrankten Bevölkerung mit ACTs zu versorgen.

Kein wirksamer Impfstoff

Es gibt derzeit keinen für Menschen zugelassenen Impfstoff gegen Malaria, wenngleich viele Wissenschaftler rund um die Welt an der Entwicklung eines wir­kungsvollen Impfstoffs arbeiten. Der Malaria­parasit ist ein komplexer Organismus, und die Immunmechanismen, die den Menschen vor Malaria schützen, sind noch nicht ganz geklärt. Doch auch ohne Impfstoff haben wir heute die Möglichkeit, wirkungsvoll gegen Malaria vorzubeugen und Erkrankungen zu behandeln. In jedem Fall ist allerdings eine langfristige und verlässliche Finanzierung sowie politischer Wille nötig.