Mikrokredite: Wege aus der Not im minenverseuchten Kambodscha
Kambodscha ist eines der am stärksten mit Landminen sowie Blindgängern belasteten Länder der Welt. Rund 4 Millionen liegen hier verstreut. Von den etwa 14 Millionen Einwohnern leben 36% unter der Armutsgrenze. Der wachsende Bevölkerungsdruck zwingt immer mehr Kambodschaner, sich trotz der großen Gefahr zu landwirtschaftlichen Zwecken in die minenverseuchten Gebiete vorzuwagen. Das Rote Kreuz versucht durch Aufklärung über die Risiken von Landminen und Blindgängern die Gefahren deutlich zu minimieren und über Mikrokredite alternative Einkommensmöglichkeiten für die Betroffenen zu schaffen.
Die Folgen des Bürgerkriegs sind unübersehbar
Bis nur noch vereinzelte Nachrichten über Landminenfunde an die Greul des Bürgerkriegs erinnern werden, ist es in Kambodscha noch ein weiter Weg: Fast die Hälfte aller kambodschanischen Dörfer ist von dem verseuchten Minenland betroffen. Jährlich werden über 800 Menschen durch Landminen und Blindgänger getötet oder verletzt. Jedes dritte Opfer ist ein Kind.
Wege aus der Not: Aufklärung steht an erster Stelle
Das Rote Kreuz hilft mit seinem Projekt in sechs Provinzen im Nordwesten von Kambodscha. Vordergründig geht es um die Aufklärung über die Risiken von Landminen und Blindgängern. Dabei arbeiten die Rotkreuzhelfer eng mit lokalen Behörden zusammen, gehen an Schulen und führen Dorfveranstaltungen durch, bei denen Sie die Betroffenen über die Minengefahr aufklären. Die Zahlen aus Kambodscha belegen aber, dass Aufklärung alleine nicht ausreicht: Rund 80 % der Bevölkerung weiß um die Minengefahr und setzt sich ihr trotzdem aus. Um ihre Familien zu ernähren, sammeln die Menschen zum Beispiel Altmetall oder Brennholz in den Minengebieten. Andere bauen dort Reis an. Das Rote Kreuz schafft deshalb über zinslose Mikrokredite alternative Einkommenschancen.
Erfahren Sie mehr darüber, wie Minenopfer in Kambodscha unterstützt werden:
© Fotos 1, 2 und 3 : DRK, Karte: Geoatlas®








