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Sich tatsächlich wieder heimisch fühlen – Wiederaufbau in Indonesien

Innerhalb der Arbeit der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung in der Provinz Aceh und der Insel Nias (Indonesien) nach dem Tsunami, ist das Deutsche Rote Kreuz am Wiederaufbau von Häusern, Schul- und Gesundheitseinrichtungen beteiligt. Die Bevölkerung wird dabei in die Bauplanung und -durchführung einbezogen. Regelmäßig treffen sich alle Beteiligten, um Siedlungsfragen zu diskutieren, Meinungen und Ideen auszutauschen und über Themen ihrer Lebensgrundlage zu sprechen. Tumirah, eine 65jährige zukünftige Hausbewohnerin, sagt: "Ich bin glücklich, dass ich in den Bauprozess involviert bin. Wir Dorfbewohner sind dadurch in der Lage, die Bauarbeiten an unseren Häusern zu beobachten. Das ist wirklich gut. In wenigen Wochen werde ich in meinem eigenen schönen Haus wohnen. Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich ein Haus vom Deutschen Roten Kreuz erhalte".

Pflanzen, eine Schule und eine Klinik für das Dorf

Tumirah arbeitet im Reinigungsservice der Internatsschule. Sie erhält monatlich 500.000 Rupien (ungefähr 50 US-Dollar). Sie lebt mit ihren zwei Töchtern und zwei Enkeln in einer Übergangs-Unterkunft, die von der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften zur Verfügung gestellt wurde. Sie wird vom DRK in Balohan auf Sabang Island nördlich von Banda Aceh eines von 55 Häusern erhalten. Das Gemeindebau-Programm des DRK beinhaltet außerdem die Wieder-Bepflanzung der Siedlung. "Ich warte auf meine Bali Orangenpflanze, die ich vom Indonesischen Roten Kreuz erhalte", lächelt Tumirah. "Ich kann mir schon vorstellen, wie schön mein Haus mit den Pflanzen aussehen wird, die ich mir aussuchen durfte". Nuraini, 54 Jahre alt, zog bereits vor einem Jahr in ihr neues Haus. "Ich bin sehr zufrieden mit meinem neuen Haus", sagt sie. "Es ist komfortabel für mich und meine Familie und es gibt jetzt eine neue Grundschule in der Nähe. Das macht es einfach für mich, meinen Enkel und meine Nichte in die Schule zu schicken. Und wenn ich gesundheitliche Probleme habe, gehe ich zu der Klinik, die vom Deutschen und Indonesischen Roten Kreuz gebaut wurde. Ich fühle mich zu Hause – auch, wenn wir jetzt nicht mehr in unserem Heimatdorf leben".

Gemeinschaftszentrum von allen für alle

Der Plan für das Dorf in Pria Laot wurde unter Beteiligung der Bevölkerung entworfen. Neben der Grundschule und der Gesundheitsstation wurde auch ein Gemeinschaftszentrum gebaut. Die Dorfbewohner bauten dieses selbständig und nahmen dadurch direkt am Wiederaufbau ihres Dorfes teil. Das ist ein wichtiger Aspekt, der dazu beiträgt, dass sich die Bewohner ihrem Dorf wirklich zugehörig fühlen, dem Dorf, das sie selbst mitgeplant und aufgebaut haben.

(11.06.2007)

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