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Indonesien: Hilfe für Erdbebenopfer in Sumatra

Auf der indonesischen Insel Sumatra haben zwei kurz aufeinander folgende schwere Erdbeben große Not verursacht. Mehr als 20.000 Gebäude stürzten ein und begruben zahlreiche Menschen unter den Trümmern. Die Strom- und Wasserversorgung ist größtenteils ausgefallen. Das Rote Kreuz hilft den insgesamt rund 800.000 von der Katastrophe betroffenen Menschen.

Foto: Ein Junge vor den Trümmern eines Hauses
Kein Zuhause mehr: ein Junge vor den Trümmern seines Hauses in Pariaman, Sumatra
Grafik: Eine schematische Karte von Sumatra
Sumatra gehört zu Indonesien und ist mit 437.000 Quadratkilometer die sechstgrößte Insel der Welt

Medizinische Versorgung sichern

Am schwersten betroffen von den Erdstößen sind die Region um Padang und die Provinz Jambi. Viele Menschen haben während der Katastrophe Verletzungen erlitten, u.a. Knochenbrüche durch herabfallende Trümmerstücke. Die medizinische Versorgung für die zahlreichen Opfer muss schnell gesichert werden. Sanitäter des Indonesischen Roten Kreuzes kümmern sich um die Erstversorgung. Um landesweit medizinisches Personal zu den Betroffenen entsenden zu können, hat das Deutsche Rote Kreuz schnelle finanzielle Hilfe bereitgestellt, u.a. für Transportmittel, denn in bergigen Gebieten können die Hilfstrupps mitunter nur mit dem Hubschrauber zu den Verletzten vordringen. Dazu konnten Ärzte, Medikamente und ein Krankenwagen von Medan aus in die Krisengebiete geschickt worden, durch einen Ambulanzdienst, den das DRK zusammen mit dem Indonesichen Roten Kreuz in den vergangen Jahren aufgebaut hat. Zur fachlichen Unterstützung ist Dr. Richard Munz, Arzt und DRK-Delegierter, ins Erdbebengebiet geschickt worden. Drei weitere Delegierte des DRK arbeiten eng mit den Einsatzkräften des Indonesischen Roten Kreuzes zusammen.

Sauberes Wasser und Waschmöglichkeiten

„Vor allem sauberes Wasser und Waschmöglichkeiten sind jetzt wichtig, damit Epidemien und andere Krankheiten sich nicht im Katastrophengebiet verbreiten,“ sagt Dr. Richard Munz über die Lage vor Ort. Mobile Trinkwasseranlagen stehen beim DRK bereit zum Einsatz. Auch eine Gesundheitsstation und ein komplettes mobiles Krankenhaus samt Personal können auf Anfrage in wenigen Stunden bei den Erdbebenopfern sein.

©Fotos: 1.) IFRC ; 2.) IFRC; 3.) REUTERS/Muhammad Fitrah

 

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