Afghanistan: DRK plant weitere Hilfsprojekte
DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters hat der Präsidentin des Afghanischen Roten Halbmonds, Fatima Gailani, Kooperationen in der humanitären Hilfe zugesichert.
Seit rund zwanzig Jahren ist das Deutsche Rote Kreuz in Afghanistan aktiv und auch die zunehmend angespannte Sicherheitslage hält das DRK nicht davon ab, weitere Kooperationsmöglichkeiten zu suchen. Momentan untersucht das DRK in enger Abstimmung mit seiner Schwestergesellschaft, dem Afghanischen Roten Halbmond, weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit und Unterstützung besonders im medizinischen Bereich.
"Die Bevölkerung braucht unsere Hilfe, um zu überleben. So lange es möglich ist, werden wir unsere Kollegen vom Afghanischen Roten Halbmond unterstützen, um das Leiden der Unschuldigen in diesem Bürgerkrieg zu verringern. Seit Ende der 80er Jahre zählt Afghanistan zu den Schwerpunktländern der DRK-Auslandshilfe", so DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters.
Im Herbst 2006 hatte das DRK in Zusammenarbeit mit dem Afghanischen Roten Halbmond 300 "medical kits" zur Versorgung von Patienten an 50 Basisgesundheitsstationen verteilt. Die meisten dieser Gesundheitsstationen liegen in schwer zugänglichen ländlichen Gebieten und sind für die dortige Bevölkerung die einzige Möglichkeit medizinischer Versorgung. Etwa 6,5 Millionen Menschen erhalten in den Rotkreuz-Gesundheitsstationen medizinische Hilfe und Beratung zu Themen wie Familienplanung, Hygiene, Gesundheit und Säuglingsfürsorge und es werden Impfungen angeboten.
Die "medical kits" enthalten eine medizinische Grundausstattung wie Verbandszeug, Medikamente, Spritzen, sterile Nadeln und Kanülen, Salben und Skalpelle. Mit den 300 "medical kits" sind die Gesundheitsstationen jetzt bis voraussichtlich Ende April mit medizinischem Material versorgt, finanziert wurde das Projekt mit 130.000€ vom Auswärtigen Amt.
Für die weitere humanitäre Hilfe in Afghanistan ist das DRK auf Ihre Spenden angewiesen.
(29.01.2007)






