Afghanistan: DRK hilft Minen-Opfern
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) verstärkt sein Engagement in Afghanistan. Mit 110.000 Euro werden afghanische Minen-Opfer unterstützt. Das Geld wird für Prothesen und Therapien eingesetzt. Das Rote Kreuz rechnet in den kommenden Jahren mit Zehntausenden Minen-Opfern in Afghanistan.
Mit den Geldern des Deutschen Roten Kreuzes können rund 550 Minen-Opfer behandelt werden. Eine einzelne Beinprothese kostet in Afghanistan rund 60 Euro - der gesamte Behandlungszyklus von der Erstuntersuchung über das Anpassen einer Prothese bis hin zu den physiotherapeutischen Maßnahmen 180 Euro.
Kinder Opfer von Minen
Die 110.000 Euro gehen an fünf Orthopädie-Werkstätten des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK). Insgesamt haben in den vergangenen 20 Jahren 80.000 Minen-Opfer an den Orthopädieprogrammen des IKRK in Afghanistan teilgenommen, die Hälfte von ihnen hatte amputierte Gliedmaße. Auch viele Kinder sind betroffen.
Eines von ihnen ist der neunjährige Mashal Mohamed. Er hat bei einem Minenunfall in Kabul sein Bein verloren. Seine Mutter Zia Mohamed sagt: "Ich habe immer noch Angst vor Landminen, Angst davor, dass dasselbe einem anderen Familienmitglied zustoßen könnte. Die Tragödie wird unser Leben für immer prägen."
Medizinische Not-Versorgung
Die Hilfe für Minenopfer ist wichtiger ein Teil der DRK-Hilfe für Afghanistan. Daneben werden 250.000 Euro für Krankenhäuser und Erste-Hilfe-Posten bereitgestellt.
Im umkämpften Süden des Landes ist eine flächendeckende Gesundheitsversorgung äußerst schwierig. Das Internationale Rote Kreuz versucht mit Erste-Hilfe-Posten zumindest die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung zu gewährleisten. Aufgrund seiner Neutralität ist das Rote Kreuz die einzige Organisation, die in dem umkämpften Gebiet Hilfe leisten kann.
Um die Afghanistan-Hilfe fortsetzen zu können und weiteren Minen-Opfern eine Prothese zu finanzieren, bittet das Deutsche Rote Kreuz um Spenden.
(20.12.2007)






