Katastrophenvorsorge in Palawan, Philippinen -
Wissen was zu tun ist
Jedes Jahr zwischen Juni und August werden die Philippinen von Taifunen heimgesucht. Überschwemmungen und Erdrutsche sind die Konsequenz, aber auch Erdbeben bedrohen das Leben und die Existenzgrundlage vieler Menschen. Und die Gefahr wächst. Durch den Klimawandel nimmt die Zahl der Wirbelstürme und deren Stärke in dem südostasiatischen Land kontinuierlich zu. Deshalb unterstützt das DRK seit 2007 das Philippinische Rote Kreuz (PRK) bei seinem Kampf gegen die Naturgewalten.
Region: Gemeinden Narra und Roxas in der Provinz Palawan
Laufzeit: 2007 bis Dezember 2012
Finanzierung: Auswärtiges Amt (Mai 2008 bis April 2009) und Spenden
Partner: Philippinisches Rotes Kreuz
Regelmäßige Katastrophen in Palawan
Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amtes haben das Philippinische und das Deutsche Rote Kreuz im vergangenen Jahr dazu beigetragen, dass mehr Gemeinden in Palawan für den Katastrophenfall vorbereitet sind. Die Provinz Palawan liegt etwa 580 km südwestlich der Hauptstadt Manila und bildet mit mehr als 1700 Inseln die drittgrößte Inselgruppe der Philippinen. Das Archipel wird nicht zuletzt auch wegen seiner exponierten Lage zwischen dem Südchinesischen Meer und Sulusee regelmäßig von Naturkatastrophen mittleren Ausmaßes wie Taifunen, Waldbränden, Überflutungen, Erdbeben und Erdrutschen heimgesucht.
Rettungsmannschaften sind einsatzbereit
Darauf hat das Rote Kreuz reagiert: Im Projektgebiet wurden 96 Rotkreuzhelfer für den Katastrophenfall geschult. Sie bilden lokaler Katastrophen-Einsatzteams. Diese Teams wurden unter anderem mit Westen, Helmen, Tragen, Taschenlampen, Transistorradios und Erste-Hilfe-Koffern ausgestattet. „Ich bin sehr stolz darauf, ehrenamtliches Mitglied der Reaktionseinheit zu sein. Wenn jetzt etwas passiert, wissen alle was zu tun ist. Wir fühlen uns nicht mehr so hilflos“, sagt Ellen Salvador, Teamleiterin im Dorf Magara.
Dorfbewohner bereiten sich gemeinsam für den Notfall vor
Die Rettungsmannschaften sind aber nur ein Teil des Projekts. Bestehende Gemeindegebäude wurden zu Evakuierungszentren erweitert und mit Erste-Hilfe-Sets, Kochgeschirr und Feldbetten ausgestattet. In Dorfversammlungen analysieren die Bewohner zusammen mit Rotkreuz-Mitarbeitern die bestehenden Risiken und erarbeiten unter Berücksichtigun aller vorhandenen Resourcen wirksame Notfallpläne.
So hilft meine Spende
- 65 Euro kostet ein Erste-Hilfe-Set, das in Schulen eingesetzt wird.
- 80 Euro ermöglichen die Produktion und Verteilung von 2.000 Faltblättern "Wie schütze ich mich bei Naturkatastrophen?".
- 100 Euro kostet die Ausbildung eines Lehrers in Katastrophenvorsorge. So lernen Schüler das richtige Verhalten bei Überschwemmungen und Erdbeben.
- 300 Euro ermöglichen komplexe Notfall- und Evakuierungsübungen, um für den Ernstfall vorbereitet zu sein.
- 2.400 Euro finanzieren die komplette Ausstattung eines Katastrophenschutz-Zentrums mit Tragen, Rettungswesten etc.
Katastrophenschutz in Schulen
Ein besonderes Anliegen der Arbeit des Roten Kreuzes ist es auch, die Bevölkerung über den Klimawandel aufzuklären und Bewusstsein für dieses Problem zu bilden. Deshalb liegt ein weiterer Arbeitsschwerpuntk auf der Einbeziehung von Grund- und weiterführenden Schulen. Dementsprechend wurden bereits 60 Lehrer und Schulschwestern im Katastrophenrisiko-Management ausgebildet. Ihr neu erworbenes Wissen haben die Lehrer inzwischen bereits an mehr als 7500 Schulkinder weitergegeben. „Der Ansatz des Roten Kreuzes, die Kinder über die von Naturkatastrophen ausgehenden Gefahren zu informieren und ihnen beizubringen, was sie im Ernstfall tun können, wird von uns sehr begrüßt“, sagt Teresita Marcial, die Leiterin des Erziehungsministerium der Provinz Palawan.
© Fotos: DRK, Karte: Geoatlas®







