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Gemeinden in Westbank und Gazastreifen lernen Katastrophen zu erkennen und abzuwehren

Im palästinensischen Gebiet unterstützt das Deutsche Rote Kreuz seine palästinensische Schwestergesellschaft beim Aufbau eines Programms zur gemeindeorientierten Katastrophenvorsorge. So sollen die Bewohner von 15.000 Haushalten in 15 Gemeinden auf natürliche und von Menschen verursachte Katastrophen vorbereitet werden.

Der Palästinensische Rote Halbmond wird von zahlreichen Freiwilligen unterstützt, die ihre Gemeinden im Katastrophenfall unterstützen können.
Karte Naher Osten mit den Ländern Israel, Libanon und Jemen. Die Palästinenser Gebiete Westbank und Gazastreifen sind markiert.
Westbank und Gazastreifen.

Region: 15 Gemeinden der Westbank und des Gazastreifens
Laufzeit: November 2010 bis Oktober 2013
Projektvolumen: 280.000 Euro
Finanzierung: BMZ und Spenden
Partner: Palästinensischer Roter Halbmond, Norwegisches und Schwedisches Rotes Kreuz

Die Menschen im palästinensischen Gebiet sind nicht nur durch den anhaltenden Konflikt in der Region gefährdet. Das palästinensische Gebiet ist außerdem ein Erdbebenrisikogebiet. Daher müssen die Bewohner der Region ganz besonders in der Lage sein, sich auf gefährliche Situationen vorzubereiten. Eine schnelle Evakuierung und Wissen über eine erste medizinische Versorgung sind in solchen Situationen lebensnotwendig und sichern im Ernstfall das Überleben von Verletzten. Zur Ergänzung des bestehenden Katastrophenmanagements im Gazastreifen und der Westbank initiierte die Schwestergesellschaft des DRK, der Palästinensische Rote Halbmond (PRH) ein Pilotprojekt, das einzelne Gemeinden in der Katastrophenvorsorge schult.

Hilfe zur Selbsthilfe

Innerhalb des Projektes werden in 15 Gemeinden Verantwortliche gewählt, die im Notfall Evakuierungsmaßnahmen organisieren und steuern sollen. Die Art der Maßnahmen und deren Ablauf legt die Gemeinde selbst fest. Auf diese Weise sollen die Gemeinschaften in der Lage sein, Katastrophenrisiken in der erdbebengefährdeten Region selbst zu erkennen und zu managen.

Gemeinden stärken durch Wissen und Reaktionsfähigkeit

Wer weiß, was im Katastrophenfall alles passieren kann, hat auch die Möglichkeit sich darauf vorzubereiten und somit größere Schäden abzuwenden. Anhand einer Analyse der möglichen Risiken und Maßnahmen soll daher jede der 15 Gemeinden eine Aktivität zur Verminderung möglicher Gefährdungen entwerfen und durchführen.
Die Erste Hilfe ist ein wichtiger Baustein jeder Katastrophenvorbereitung. Daher werden einzelne Gemeindemitglieder und auch Schüler darin geschult, Verletzte schnell Notversorgen zu können. Der geordnete Ablauf einer Evakuierung wird außerdem an sechs Schulen trainiert. Darüber hinaus arbeiten die 120 Schüler auch an der Weiterentwicklung verständlicher Anweisungen für eine Evakuierung.
Das Projekt basiert auf der bisherigen Arbeit des Palästinensischen Roten Halbmondes. Das DRK unterstützt den PRH bei der Ausbildung von Freiwilligen und der Gründung von Teams, die innerhalb der Gemeinden als Koordinatoren im Falle einer Katastrophe schnell reagieren können.


© Fotos: DRK, Karte: Geoatlas®

 

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