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Winterunterkünfte für Pakistans Bergregion

Hohe Berge, weiße Wälder, Temperaturen unter dem Gefrierpunkt– in Pakistans Bergregionen müssen dringend Notunterkünfte gebaut werden, denn denen durch die Überschwemmung obdachlos gewordenen Menschen droht ein harter Winter.

Nach diesem Muster werden im Norden Pakistans 3500 solcher winterfester Häuser errichtet. (Foto: Dirk Kamm/ DRK)

Als der Indus im Sommer 2010 über die Ufer trat, spülte er in den Distrikten Shangla und Kohistan in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa fort, was ihm im Weg war: Brücken, Straßen, Häuser, Felder. Inzwischen sind die Menschen in ihre Dörfer zurückgekehrt, aber vielen fehlt zu Winterbeginn buchstäblich das Dach über dem Kopf.

Wiederherstellung von menschenwürdigen Zuständen

Das Deutsche Rote Kreuz verteilt deshalb Baumaterial an 3.500 Familien. Die etwa 24.500 Menschen erhalten jeweils einen Materialsatz aus Holzstangen, Blechteilen für das Dach, Abdeckplanen, Seilen, Nägeln und Unterlegscheiben. Dazu gibt es einen Werkzeugkasten mit Stahlschere, Holzsäge, Hammer und Schaufel.

Mit diesen Materialien können sich die Familien eine provisorische Einraumhütte errichten, die ihnen für eine Übergangszeit Schutz vor Wind und Wetter bieten kann. Viele Familien werden die Baumaterialien auch zum Aus- und Wiederaufbau ihrer eigenen, zerstörten Lehmhäuser nutzen können.

"Die Bereitstellung von winterfesten Notunterkünften für 3.500 Familien in Kohistan und Shangla im Nordwesten des Landes ist ein wichtiger Beitrag des DRK zur Wiederherstellung von menschenwürdigen Zuständen in den von der Flut betroffenen Gebieten" sagt Dirk Kamm, Leiter der Delegation des DRK in Pakistan.

Lokale Hilfe bei Verteilung und Aufbau

Ehrenamtliche Mitarbeiter des Pakistanischen Roten Halbmonds werden die Bevölkerung mit einer ausführlichen Einweisung beim Bau der Notunterkünfte unterstützen. Sie sind es auch, die sich darum kümmern, dass das Baumaterial von den Depots in die teilweise sehr abgelegenen Dörfer kommt, denn kaum eine Familie verfügt selbst über die notwendigen Transportmittel.

Projektmanager Atta Durrani vom Pakistanischen Roten Halbmond besuchte die Verteilung der Notunterkünfte in Shangla und bedankte sich für die Hilfe aus Deutschland: "Unsere Leute sind sehr dankbar für die Hilfe des Deutschen Roten Kreuzes und helfen so gut sie können und was in ihren Kräften steht, um die schweren Baumaterialen schnell an die bedürftigen Familien zu verteilen."

2011: Im Süden sind die ersten festen Häuser entstanden

 

 

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