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Schnelle Soforthilfe für die Flutopfer

Seit sechs Wochen ist das DRK, zusammen mit dem Pakistanischen Roten Halbmond und mit Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften aus der ganzen Welt, für die Flutopfer in Pakistan im Einsatz. Das DRK hilft an sechs Standorten im Flutgebiet: Rajanpur in der Provinz Punjab, Thatta in der Provinz Sindh, Nowshera, Chitral, Kohistan, Shangla in der Provinz Kyber Pakhtunkhawa.

„Wir haben uns seit langer Zeit auf Naturkatastrophen in Pakistan vorbereitet“, sagt Dirk Kamm, der die DRK-Arbeiten in Pakistan seit Januar 2010 leitet. “Wir unterstützen den Pakistanischen Roten Halbmond bei der Ausbildung von schnellen Einsatzteams, dem Bau und Ausstattung von Lagerhallen und bei anderen Vorsorgemaßnahmen für Naturkatastrophen. Die jetzige Katastrophe ist die größte, die wir je in einem Land hatten.“

Flash ist Pflicht! www.youtube.com/watch?v=Po7UT_Tu1VA

Nahrungsmittel

Bereits kurz nach der Katastrophe hat das DRK die ersten Opfer mit Nahrungsmitteln versorgt. Dabei konnte das Deutsche Rote Kreuz auf Lagerbestände in Pakistan zurückgreifen, um die Menschen mit Reis, Öl, Mehl und Zucker zu versorgen.

Hilfsgüter

Am 22. September 2010 erreichte der dritte und bisher größte DRK-Hilfsflug Pakistan. Er brachte 77 Tonnen Hilfsgüter ins Land, darunter 1.000 Familienpakete mit Hygieneprodukten, 450 Zelte, 12.000 Decken, 5.000 Plastikplanen, 16.500 Wasserkanister, zwei Zeltlagerhallen sowie Generatoren und Schläuche für Trinkwasseraufbereitung.

Bei zwei früheren Hilfsflügen hatte das Deutsche Rote Kreuz 18 Tonnen ähnliche Hilfsgüter und eine Trinkwasser- und Hygieneeinheit mit 5 Filtermodulen nach Pakistan gebracht. Damit versorgt das Personal vom Deutschen Roten Kreuz zurzeit täglich 33.000 Personen in den Provinzen Punjab und Sindh im Süden Pakistans mit frischem Wasser.

Derzeit befinden sich sieben DRK-Mitarbeiter im Land. Zusammen mit Rotkreuzgesellschaften aus aller Welt unterstützen sie den Pakistanischen Roten Halbmond bei der Hilfe für die 20 Millionen betroffenen Menschen. Bisher erhielt das Deutsche Rote Kreuz über 19 Millionen Euro Spenden für die Pakistanhilfe. Neben der Soforthilfe wird das DRK das Geld unter anderem für Wiederaufbau von zerstörten Häusern und Gesundheitseinrichtungen verwenden. Auch werden Familien, die alles verloren haben, beim Neuanfang unterstützt. So können zum Beispiel Bauern Vieh oder Saatgut bekommen. „Ich schätze, dass die Hilfe im Rahmen des Wiederaufbaus mindestens fünf Jahre andauern muss“, sagt Dirk Kamm, Einsatzleiter des Deutschen Roten Kreuzes in Islamabad.

Zu Einzelheiten der Hilfslieferungen siehe Zahlen und Fakten.

Ein Drittel Pakistans steht unter Wasser.

Medizinische Versorgung

Im Rahmen von Basisgesundheitsprojekten hat das DRK mehrere Gesundheitsstationen errichtet und in den letzten zwei Jahren Ersthelfer und Rettungskräfte ausgebildet. Allein im Flutgebiet kann das DRK nun auf die Hilfe von etwa 60 Helfern bei der medizinischen Versorgung zurückgreifen. Zudem hat das DRK in Zusammenarbeit mit dem Pakistanischen Roten Halbmond kurzfristig zwölf mobile medizinische Camps im Katastrophengebiet eingerichtet, um die Menschen im Überschwemmungsgebiet zu versorgen.

Sauberes Wasser

In Sindh und Punjab wird Wasser gereinigt und an Menschen in Notunterkünften verteilt. Etwa 9.000 Menschen werden so täglich mit Trinkwasser vom DRK versorgt. Auch Toiletten und Waschmöglichkeiten werden für die Flutopfer gebaut.

 

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