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Internationale Rotkreuzhilfe für Pakistan

Die Nationalen Rotkreuz-Gesellschaften Deutschlands, Norwegens, Spaniens, Dänemarks, Kanadas, der USA, der Schweiz, Quatars und der Türkei haben bisher gemeinsam mit dem Pakistanischen Roten Halbmond Hilfsgüter in Baluchistan, Khyber Pakhtunkhwa, FATA, Gilgit, Balutschistan, Azad Jammu and Kashmir, Punjab and Sindh verteilt. 654.000 Menschen erhielten so Lebensmittel, 280.000 Menschen wurden mit Zelten, Decken, Moskitonetzen, Küchen- und Hygienesets versorgt. An die 130.000 freiwillige einheimische und internationale Helfer sind seit dem 31. Juli unermüdlich im Einsatz.

Medizinische Hilfe

106.000 Menschen wurden bisher in den insgesamt 52 Gesundheitsstationen der Rotkreuz-Gesellschaften medizinisch versorgt, darunter 21.000 Fälle von Durchfallerkrankungen, deren Zahl noch immer steigt. Der Pakistanische Rote Halbmond trainiert derzeit Freiwillige in psychosozialer Betreuung, die viele der traumatisierten Flutopfer unterstützen sollen.

Wasserversorgung

Das Rote Kreuz arbeitet an der Wiederherstellung von Wasser-Vorräten in den von der Flut betroffenen Dörfern. Bis heute haben die geschulten Freiwilligen des Pakistanischen Roten Halbmonds 561.000 Wasserreinigungstabletten an mehr als 30.000 Menschen verteilt. Rohrbrunnen wurden repariert, die für bis zu 25.000 Menschen in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa Wasser bereithalten.

Zudem wurden sechs Wasser-Versorgungssysteme wiederhergestellt, von denen 9.000 Menschen profitieren. Mehrere Wasseraufbereitungsanlagen sind in Rajanpur und der Provinz Sindh aufgebaut worden und produzieren mehr als 300.000 Liter sauberes Wasser am Tag.

Fotodokumentation: Pakistan im Ausnahmezustand

Ausblick

Angesichts der weiterhin verschlechterten Lage in den Provinzen Sindh und Punjab werden einige der evakuierten Gemeinden in den nächsten drei bis sechs Monate nicht an Wohnorte zurückkehren können. Das Rote Kreuz wird in den kommenden neun Monaten Notunterkünfte für 85.000 betroffene Familien errichten, und den Wiederaufbau von 45.000 Häusern durch die Bereitstellung von Werkzeugen und Baumaterial vorantreiben.

65% der pakistanischen Bevölkerung ist von der Landwirtschaft abhängig. Mehr als vier Millionen Hektar landwirtschaftlicher Flächen wurden überflutet; die Ernten auf diesen Äckern sind zerstört. Über eine Million Tonnen Weizen aus Lagerbeständen ist vernichtet. 70.000 Familien sollen finanzielle Hilfe erhalten, um die Basis ihres Lebensunterhalts sichern zu können.

   

 

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