Indien: Aids-Prävention in Maharashtra
Um die dramatische Ausbreitung von HIV/Aids in dem indischen Bundesstaat Maharashtra zu stoppen, setzt das Indische Rote Kreuz auf intensive Aufklärung. Vor allem Jugendliche in den ländlichen Regionen sollen mehr über die Immunschwäche-Krankheit erfahren. In der vom DRK unterstützten Kampagne übernehmen HIV-infizierte Menschen eine wichtige Rolle.
Region: Maharashtra
Laufzeit: 2007 - Dezember 2012
Projektvolumen: 270.000 Euro
Finanzierung: Spenden
Partner: Indisches Rotes Kreuz
Großer Aufklärungsbedarf in ländlichen Gebieten
Geschätzte 2,47 Millionen Menschen in Indien sind HIV-positiv. Der nordwestlichen Bundesstaat Maharashtra zählt mit 850.000 Infizierten zu den sogenannten Hochprävalenzbundesstaaten, d.h.hier leben vergleichsweise mehr Menschen mit HIV als im Durschnitt aller indischen Bundestaaten . Etwa die Hälfte der Neuinfektionen betrifft Jugendliche. Um die großen Wissenslücken über HIV und AIDS zu schließen, leistet das Indische Rote Kreuz Aufklärungsarbeit in Schulen und Universitäten, für Jugendliche ab 14 Jahren sowie Schulabbrecher und junge Frauen. Inzwischen haben etwa 22.000 Jugendliche von diesem Angebot profitiert. Etwa 1.000 Menschen wollen ihr Wissen weitertragen und haben sich zu Trainern ausbilden lassen.
Der Bedarf an den Kursen ist immens: Nur die Hälfte der Jugendlichen zwischen 15 und 17 Jahren besucht noch die Schule, Teenagerschwangerschaften sind weit verbreitet und kaum ein Drittel der Frauen hat ausreichende Kenntnisse über HIV/Aids und andere sexuell übertragbare Krankheiten.
Bitte unterstützen Sie die Aids-Prävention in Indien mit Ihrer Spende!
Diskriminierung bekämpfen
Überzeugend und glaubhaft: Menschen, die mit HIV leben, sowie die Jugendlichen selbst sind als Angestellte oder Ehrenamtliche Dreh- und Angelpunkt der vom DRK unterstützten Kampagne des Indischen Roten Kreuzes. So halten Infizierte oder Erkrankte Kurse in Schulen, Gemeinden und Fabriken oder bieten Beratung an, wenn ein HIV-Test positiv ausfällt.
Das Projekt profitiert nicht nur von den Erfahrungen der Betroffenen, genauso hilft es dabei, Vorurteile abzubauen und fördert deren Akzeptanz als Mitglieder der Gesellschaft. Mit ihrem Engagement und ihren Auftritten in der Öffentlichkeit - zum Beispiel beim Straßentheater und bei Kunstwettbewerben zum Welt-Aids-Tag - treten die Betroffenen der weit verbreiteten Stigmatisierung von Aidskranken entgegen und enttabuisieren das Thema HIV und AIDS.
Praktische Hilfe für HIV-infizierte
Neben Information und Aufklärung ist die Hilfe bei der Einhaltung der Therapieziele ein wichtiger Teil des Projekts: Viele Erkrankte beginnen zwar mit einer antiretroviralen Therapie im staatlichen Gesundheitssystem, setzen diese aber zum Teil wegen Nebenwirkungen oder unzureichender Information und Unterstützung der Therapie nicht fort. Das Rote Kreuz sucht diese „verlorenen“ Patienten auf und bestärkt sie, die lebensnotwendige Therapie wieder aufzunehmen. In Kooperation mit Ärzten organisieren die Rotkreuzhelfer zudem die Unterweisung von HIV-positiven Ehrenamtlichen die HIV-infizierte und Aids-Kranke dann zuhause betreuen können.
Spendenkonto
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